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Bürgerhalle mit Solardach - Cash Cow statt Kostenfaktor

(15.5.2006) Die Bürgerhalle der Gemeinde Mastershausen im Hunsrück (siehe Google-Maps) ist der zentrale Treffpunkt des Ortes. Das aus den 1970er Jahren stammende Gebäude wurde im vergangenen Jahr unter modernen Energieaspekten umfassend saniert. Dabei wurde die marode Dachstruktur komplett umgebaut und durch ein Kalzip Aluminiumdach mit integrierter Photovoltaikanlage ersetzt.

Die ursprüngliche Dachlandschaft - ein mit Schiefer gedecktes Walmdach sowie ein mit Bitumen und Folie abgedichtetes innen liegendes Flachdach - war konstruktiv nicht unproblematisch. Das mehrfach sanierte Flachdach hatte seine Funktionsfähigkeit eingebüßt und war Ursache für Feuchtigkeitsprobleme in den Innenräumen. Die Gemeinde, die auch im Bereich der Windkraft engagiert ist, plädierte angesichts der Förderung alternativer Energien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für eine Radikallösung und beauftragte einen Architekten, der sich auf ökologische Sanierungen spezialisiert hat. Das Dach sollte zukünftig nicht mehr die Gemeindekasse belasten, sondern im Gegenteil sich selbst finanzieren und Geld einbringen.

Amortisation innerhalb von 11 Jahren

Der neue Dachaufbau besteht aus einer Holzunterkonstruktion, auf die ein Metalldach aus Kalzip Aluminiumprofilen verlegt worden ist. Das Herzstück bildet die dachintegrierte Photovoltaikanlage. In die 900 m² große Hauptdachfläche der Halle sind gut 320 m² Kalzip AluPlusSolar integriert, in die 350 m² große Dachfläche des Anbaus 200 m² Photovoltaikelemente. Insgesamt wurden 55 Kalzip Profile mit dem Laminat PVL 136 und 38 Stück mit PVL 68 Laminaten verlegt. Die Gesamtleistung des solaren Kraftwerks liegt bei 10,1 kWp. Die Solarexperten von Corus Bausysteme haben errechnet, daß der jährlich zu erwartende Ertrag durch die garantierte Einspeisevergütung bei ca. 5.100 Euro liegt. Die Photovoltaikanlage würde sich innerhalb von elf Jahren amortisieren. Diese Angaben wurden durch einen unabhängigen Gutachter geprüft, bevor die Gemeinde grünes Licht für die Installation von Kalzip AluPlusSolar gab.


Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem AluPlusSolar um das weltweit einzige dachintegrierte Photovoltaiksystem, bei dem Dünnschicht-Solarmodule und Aluminiumprofiltafeln zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen sind. So lassen sich energetische Aufgaben architektonisch anspruchsvoll lösen, denn die Planer behalten ihre uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit. Die Ästhetik der bläulich schimmernde Photovoltaikelemente steht dabei im harmonischen Kontrast zum silberig schimmernden Aluminium.

Triple-Junction-Technologie mit hohem Wirkungsgrad

Kalzip AluPlusSolar ist eine technisch ausgereifte Lösung auf Basis der Triple-Junction-Technologie. Die Solarleistungsmodule sollen dadurch auch bei geringer Sonneneinstrahlung das diffuse Licht mit einem hohen Wirkungsgrad in elektrische Energie umwandeln können. Aufgrund einer engmaschigen Bypass-Verschaltung liefern diese Module im Gegensatz zu den kristallinen auch bei partieller Verschattung der Dachfläche noch gute Erträge und sind für Ausrichtungen nach SSO und NNO geeignet. Bei der in Deutschland vorherrschenden diffusen Sonneneinstrahlung soll mit der Triple-Junction-Technologie eine höhere Energieausbeute als mit den herkömmlichen kristallinen Solarzellen erreicht werden.

Die unempfindlichen Moduloberflächen werden laut Hersteller selbst durch Hagelkörner oder heruntergefallene Äste in der Regel nicht beschädigt. Eine 20jährige Leistungsgarantie soll die Wirtschaftlichkeit und hohe Lebensdauer von Kalzip AluPlusSolar unterstreichen.

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