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Welche Dämmung ist ökologisch? EPS hat laut einer ifeu/natureplus-Studie leichte Vorteile

(28.2.2020) Seit Jahren wird über Nachhaltigkeit und Ökologie von Dämmstoffen äußerst kontrovers diskutiert. Im Rahmen des BauZ!-Kongresses für zukunftsfähiges Bauen auf der Bauen & Energie Messe Wien (19. bis 21.2.2020) wurde nun die Studie „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ als interessanter Beitrag zur Diskussion vorgestellt. Durchgeführt wurde die Studie vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu) und natureplus. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg haben das Projekt gefördert.

Im Rahmen der Studie wurden Dämmstoffe aus nachwachsenden, mineralischen und synthetischen Rohstoffen untersucht und der ganze Lebensweg - inklusive der Entsorgung am Lebensende - aus ökologischer Sicht mit einbezogen. Als Referenz diente die Dämmstoffmasse, die in neun betrachteten Bauteilen benötigt wird, um denselben winterlichen Kälteschutz zu erreichen. Außerdem wurden die verschiedenen (zukünftigen) Entsorgungsoptionen auf Basis von Abfallökobilanzen recherchiert.

Für viele Leser vielleicht erstaunlich ist das Fazit auf Seite 5 der Studie: „Unter den plattenförmigen Dämmstoffen ergeben sich leichte Vorteile für EPS-Platten, wenn diese im Bauteil eingesetzt werden können, und in manchen Bauteilen für trocken produzierte Holzfaserdämmplatten. Diese leichten Vorteile hängen aber davon ab, ob eine stoffliche Verwertung aller Dämmstoffe stattfindet (dann keine Vorteile für trocken produzierte Holzfaserdämmplatten) oder eine Entsorgung wie im Status Quo erfolgt (leichte Vorteile für EPS-Platten werden dann noch kleiner) und ob der energetische Nutzen aus der Beseitigung in der MVA angerechnet wird (ohne Anrechnung kaum noch Vorteile für EPS-Platten, keine Vorteile für trocken produzierte Holzfaserdämmplatten).“ Siehe zudem Fazit auf Seite 147 der Studie.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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