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PolyStyreneLoop-Initiative baut Recycling-Pilotanlage für EPS-Dämmstoffe

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(13.11.2017) Im niederländischen Terneuzen (siehe Google-Maps) entsteht derzeit eine Pilotanlage zum Recycling von Polystyrol-Dämmstoffen mit einer Kapazität von 3.000 Tonnen pro Jahr. Realisiert wird die Anlage, die im dritten Quartal 2018 ans Netz gehen soll, von der PolyStyreneLoop-Initiative (PS-Loop-Initiative) mit finanzieller Förderung durch die EU-Kommission. In dieser Initiative haben sich in Form einer Genossenschaft nach niederländischem Recht 55 Unternehmen aus 13 Ländern organisiert.

Polystyrol-Recycling


  

Die Recycling-Anlage in Terneuzen setzt auf das CreaSolv-Verfahren, welches vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und der CreaCycle GmbH entwickelt wurde - siehe auch Beitrag „EPS-Recycling-Verfahren CreaSolv verspricht Abhilfe über die aktuelle „HBCD-Krise“ hinaus“ vom 23.11.2016.

Geschäftsführer der PS-Loop-Initiative und Leiter des Entwicklungsbereichs der Synbra-Gruppe, zu der u.a. die schwäbische IsoBouw GmbH gehört, ist Jan Noordegraaf. Er erklärte im Rahmen der Gründungs-Zeremonie der PS-Loop-Initiative am 6. und 7. November: „Im industriellen Maßstab werden durch den physikalisch-chemischen Recycling-Prozess alte Dämmstoffe aus Polystyrol in ein Polystyrol-Recyclat von hoher Qualität umgewandelt. Das Recyclat wird als Rohstoff für neue Dämmstoffe eingesetzt. Zusätzlich wird im Recycling-Prozess auch das Flammschutzmittel HBCD ausgeschleust und zuverlässig vernichtet. HBCD ist in ‚alten‘ Styroporprodukten eingesetzt worden. Durch eine enge Anbindung an das Betriebsgelände des Chemieunternehmens ICL wird das dabei separierte Brom dem Stoffkreislauf wieder zurückgeführt.“

Erst vor kurzem hatte Kestutis Sadaukas, Direktor der Europäischen Kommission für Nachhaltige Wirtschaft, die Pilotanlage als „Bulls Eye“-Projekt, charakterisiert, „also einen wichtigen Baustein in der Kreislaufwirtschaft und beispielgebend für die Kunststoff-Industrie“, so Noordegraaf. Das Projekt wird mit ca. 2,7 Mio. Euro von der Europäischen Kommission gefördert.

Aktuell erarbeitet die mit 9 Millionen Euro finanzierte PSLoop-Initiative ein Lo­gis­tik-Konzept zur Rücknahme von EPS- und XPS-Abfall vorzugsweise aus dem Baubereich. So sollen die zum Start erforderlichen circa 500 Tonnen Material der Pilotanlage aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden gesammelt werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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