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Blitzumfrage des DAI zur Corona-Krise mit 39 vollständigen Antworten und positiven Prognosen

(20.4.2020) Vom 8. bis 16. April wurden via baukultur.plus Planerbüros aus fünf Fachrichtungen hinsichtlich ihrer aktuellen Situation anonym befragt. Zehn Fragen zum Büro, zur Auftragslage, zur Arbeits- u. Baustellensituation wurden gestellt. 39(!) vollständige Antworten, verteilt über das Bundesgebiet, konnten ausgewertet werden.

Die Struktur der Mitglieder in den Architekten- und Ingenieurvereinen (AIVe) und damit mittelbar im Dachverband DAI ist überwiegend geprägt von kleinen und mittleren Bürogrößen. So kamen die meisten Antworten aus Büros mit bis zu fünf Mitarbeitern, die Fachrichtung Architektur überwog. Der geografische Tätigkeitschwerpunkt liegt zum größten Teil im städtischen Umfeld bzw. sowohl Stadt als auch Land. Die meisten Büros haben zudem Möglichkeiten, alle oder einige Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Im Rahmen der Blitzumfrage meldeten die Büros keine oder nur leichte Einschränkungen (rund 70%). Demzufolge hatten 72% auch noch keinerlei Hilfen wie Kurzarbeitergeld oder andere Corona-Förderungen beantragt. Fast 80% gaben überdies eine positive Prognose ab, wenn eine baldige Normalisierung der Lage eintrete. Sie könnten umgehend wieder voll durchstarten.

Bei der Baustellenversorgung ergab sich jedoch ein nicht ganz so gutes Bild: Über 40% der Befragten gaben an, dass es bei verschiedenen Baumaterialien - insbesondere aus dem internationalen Umfeld - bereits zu spürbaren Engpässen gekommen sei.

Abschließend wurde gefragt, was aktuell und für die nahe Zukunft wichtig wäre. „Hier kam fast unisono die freie Antwort, dass jetzt insbesondere die öffentlichen Auftraggeber rascher genehmigen, vergeben und beauftragen sollten. Vielleicht sogar erst später geplante Vorhaben vorziehen“, resümiert Udo Sonnenberg, Geschäftsführer des DAI und Initiator der Vernetzungsplattform Baukultur+. In der Krise zeige sich zudem, wie es um die Zuverlässigkeit gerade öffentlicher Bauherren bestellt sei: „Politische Ankündigungen sind gut, richtig und wichtig. Entscheidend ist aber am Ende, was beim einzelnen ankommt. Hier steht es oft nicht zum Besten mit der Zahlungsgeschwindigkeit auf öffentlicher Seite“, so Herr Sonnenberg.

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