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404 Glasfins von Sedak für den derzeit höchsten Wolkenkratzer Europas

(1.7.2020) Europas höchstes Gebäude - das Lakhta Center - steht derzeit im Norden von St. Petersburg, direkt an der Newabucht (siehe Google-Maps):

... und siehe auch beeindruckende Google-Street-View-Position an der Spitze des Turms

Während aus der Ferne insbesondere die schiere Höhe von 462 m beeindruckt, greifen unmittelbar am Fuße zwei gläserne Multifunktions-Bauten und eine lang gezogene Lobby die gigantischen Ausmaße des Turms auf. Mit 326 Glasfins im Nord- und Südblock sowie 78 Glasfins im Eingangsbogen hat Sedak das strukturelle Gerüst für die großflächigen Glasfassaden geliefert. Darunter die aktuell längsten Laminate, die bislang auf der Welt verbaut wurden.

Visualisierungen © Laktha Center 

Während im Tower vornehmlich Büroflächen und ein Panorama-Restaurant untergebracht sind, erweitern die angrenzenden Gebäude das neue Viertel funktional. Östlich liegt die Eingangslobby, die sich langgezogen an den Lulatsch schmiegt. Auch hier ist die gläserne Linie der Architekten deutlich erkennbar. Eine große Glasfassade öffnet das neue Viertel zur Stadt hin. Mit insgesamt 78 Glasfins wurde diese realisiert:

Foso © Sedak 

Die Siebenfach-Laminate aus 12 mm dickem Glas wurden dafür mit Edelstahlschuhen versehen und von Sedak werksseitig mit Stahlelementen ausgerüstet. So entsteht ein bündiger Abschluss der einen dezenten und dadurch ästhetischen Anschluss der Fassadenscheiben ermöglicht. Dieses Zusammenspiel unterstützt die architektonische Vision, die mit organischen Formen die Kraft des Wassers und den Fluss des Raums mit einer Offenheit und Leichtigkeit verknüpfen will.

Rekord-Glas: In der Spitze 17,2 m

Als Heimat für ein vielfältiges öffentliches Angebot kreierten die Planer zwei großflächige Gebäude westlich des neuen Wahrzeichens von St. Petersburg. Die komplett von Glas umhüllten Bauten beherbergen neben einem Kino, Planetarium und Wissenschaftszentrum zum Beispiel auch Cafes, Einzelhandel und ein Spa. Um diese Offenheit für alle nach außen zu tragen, heben sich die zurückgesetzten Ecken im Nord- und Südwest-Teil signifikant und dadurch einladend vom übrigen Gebäude ab.

Insgesamt 326 Glasfins tragen die Fassaden, die der Außenlinie der Bauten folgend nach oben hin spitz zulaufen. Dabei stechen die 17,2 Meter langen Fins heraus, die an den höchsten Stellen die Fassade tragen. Sie sind die aktuell längsten in einem Gebäude verbauten Glasfins. „Das ist ein Meilenstein, auf den wir stolz sind. Aber die Grenzen sind noch nicht ausgereizt“, sagt Sedak-Prokurist Ulrich Theisen im Rückblick auf das Projekt, an dem über ein Jahr gearbeitet wurde:

Um die aus der Geometrie resultierenden Glasflächen der Fassaden mit ihren verschiedenen Lasten tragen zu können, fertigte sedak die Glasfins in mehreren Ausführungen:

Die Hauptlast tragen die zahlreichen Dreifach-Laminate - in drei verschiedenen Breiten wurden insgesamt 237 Glasfins in den beiden Nebengebäuden verbaut. Dazu kommen ...

  • 58 Achtfach-Laminate (8 x 12 mm), die mit Edelstahlschuhen ausgerüstet wurden,
  • 14 Siebenfach-Laminate (5 x 12 mm und 2 x 15 mm) sowie
  • 17 Sechsfach-Laminate (6 x 12 mm), auf die gläserne Brackets laminiert wurden, in denen die Stahlelemente für einen optischen nahtlosen Übergang zu den Fassadenteilen verlaufen.

Über die gesamte Höhe der verschiedenen Fins bohrte Sedak passgenau die Aufnahme für die Fassadengläser: insgesamt 3.316 Bohrungen mit einem Durchmesser zwischen 32 bis 60 mm. Und das mit höchster Passgenauigkeit. Bei der nachfolgenden Lamination musste alles perfekt laufen. „Das war eine große Herausforderung, weil es schlichtweg keine Toleranzen geben durfte“, erklärt Theisen.

Weitere Informationen zu Glasfins und glasflächigen Glasfassaden können per E-Mail an Sedak angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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