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Schöck liefert qualifizierte Trittschall-Kennwerte für Iso­körbe in Stahlbeton-Konstruktionen

(11.8.2022) Um die trittschalldämmende Wirkung von tragenden Wärmedämmelementen für Balkone bzw. Kragplatten bestimmen zu können, gibt es ein neues und standardisiertes Prüfverfahren nach EAD 050001-01-0301 (adopted version). Damit ist es erstmals möglich, verlässliche und vergleichbare Trittschall-Kennwerte für diese Produkte zu messen. In Zukunft können tragende Wärmedämmelemente somit auch im Hinblick auf den erforderlichen Trittschallschutz verglichen und geplant werden. Schöck hat nun die Kennwerte nach der neuen EAD für alle seine Isokorb-Typen, die bei Stahlbeton-Stahlbeton-Konstruktionen einsetzbar sind, zur Verfügung stellt.

alle Fotos © Schöck 

Mittlerweile sind in fast allen Bundesländern bauaufsichtlich eingeführte Mindestanforderungen an den Trittschallschutz von Balkonen in Mehrfamilienhäusern einzuhalten. Diese sind in der DIN 4109-1:2018 (Schallschutz im Hochbau) aufgeführt: Im Sinne des Gesundheitsschutzes der Nachbarn darf der bewertete Norm-Trittschallpegel in der diagonal darunterliegenden Wohnung 58 dB nicht überschreiten.

Die trittschalldämmende Wirkung übernehmen oft tragende Wärmedämmelemente, mit denen die Balkone an die Geschossdecken angeschlossen werden. Da es bisher jedoch kein verlässliches Prüfverfahren zur Bestimmung von Trittschall-Kennwerten für Balkondämmelemente gab, war auch keine sichere Prognose in Hinsicht auf den Trittschallschutz von Balkonen möglich.

Neues Prüfverfahren verspricht Verlässlichkeit

Mit dem neuen und standardisierten Prüfverfahren nach EAD 050001-01-0301 (adopted version) liegt nun also erstmals ein klar definiertes Verfahren vor, mit dem akustisch verlässliche Trittschall-Kennwerte gemessen werden können. Eine EAD (European Assessment Document) ist ein Grundlagendokument zur Erteilung von Europäisch Technischen Zulassungen (ETA).

Während das bisherige EAD-Prüfverfahren nur grobe Vorgaben hinsichtlich Prüfkörper-Abmessungen, Durchführung der Messung und Weiterverarbeitung der Messwerte machte, was zu unzulänglichen Ergebnissen führte, sollte auf die Trittschall-Kenn­wer­te nach dem neuen Verfahren Verlass sein. Sie ermöglichen demzufolge qualifizierte Entscheidungen in Bezug auf guten Trittschallschutz und Wirtschaftlichkeit: Ein zusätzlicher trittschalldämmender Aufbau ...

  • muss nur dort geplant werden, wo er akustisch tatsächlich notwendig ist, und
  • kann überall dort weggelassen werden, wo die Mindestanforderungen an den Trittschallschutz eingehalten werden.

Die Trittschall-Kennwerte nach dem neuen EAD-Prüfverfahren bieten Architekten und Fachplanern somit mehr Planungssicherheit bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Die Entwicklung des neuen Prüfverfahrens war Gegenstand eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts, das die Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Berndt Zeitler durchführte. Der Bauproduktehersteller Schöck unterstützte die HFT Stuttgart als Industriepartner. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts fanden Einzug in die kürzlich abgeschlossene Überarbeitung der bisherigen EAD.

Herstellerübergreifende Vergleichbarkeit möglich

Wenn Hersteller von tragenden Wärmedämmelementen in Zukunft ihre Trittschall-Kennwerte nach diesem neuen Verfahren messen, ist es erstmals möglich, die Kennwerte zuverlässig miteinander zu vergleichen. Schöck liefert bereits die verlässlichen Trittschall-Kennwerte für knapp 10.000 Typen des Isokorb für Stahlbeton-Stahlbeton Konstruktionen.

Weitere Informationen zu Trittschalleigenschaften von Isokörben können per E-Mail an Schöck angefordert werden.

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