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Hersteller gebäuderelevanter Licht- und Elektroinstallationssysteme melden gutes erstes Halbjahr

(4.10.2022) Im ersten Halbjahr 2022 konnten die im ZVEI organisierten Lichthersteller ein Umsatzplus von 11,9% verzeichnen. „Nach einem Umsatzeinbruch von minus 11,2 Prozent im Jahr 2020 und einer leichten Erholung im vergangenen Jahr (+0,2%), ein erfreuliches Ergebnis für die Branche“, konstatiert Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Licht. Im gleichen Zeitraum stiegen die Auftragseingänge um 9,8%. Zudem haben sich die Lieferketten zuletzt wieder stabilisiert, sind aber noch nicht wieder so verlässlich wie vor der Coronakrise. „Der Aufschwung steht allerdings mit der Verschärfung der Energiekrise mittlerweile stark unter Druck. Es deutet sich ein Auftragsrückgang zum Jahresende an, da Investoren zurückhaltender agieren und die Baukonjunktur abflacht“, erwartet Herr Waldorf.

Besagte Zurückhaltung spüren auch die Hersteller von Elektroinstallationssystemen im Neubausegment. Die Branche war aber insgesamt deutlich besser durch die Pandemiejahre gekommen: Nach +4% im Jahr 2020 schloss sie 2021 mit +12% ab. Für das erste Halbjahr 2022 wurde, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ein Wachstum von 9,5% ermittelt. Getrieben wird der Markt aktuell vor allem von der hohe Nachfrage nach ...

  • Photovoltaik,
  • Wärmepumpen und
  • Wallboxen für Bestandsgebäude.

Denn beim Einbau dieser Technologien sind immer auch elektrotechnische Umfeldbedingungen wie Schutztechnik, Kabelführung, Zählerschrank oder Installationsmaterialien nötig - siehe auch Nachbarbeitrag „E-handwerkliche Betriebe wollen verstärkt Wachstumsmärkte besetzen“ vom 4.10.2022:

„Auch im Bereich Elektroinstallationssysteme ist ein Abflachen der Nachfrage im Neubau wahrzunehmen“, stellt Klaus Jung, Geschäftsführer ZVEI-Fachverband Elektroinstallationssysteme, fest. „Insgesamt ist es schwer zu sagen, ob diese nur vorübergehend ist oder ob sich der Trend verstetigt. Der mittel- bis langfristige Ausblick für die Branche ist aber positiv - denn ohne Elektrifizierung lassen sich die Energie-, Verkehrs- und Gebäudewende nicht realisieren.“

Auch die Lichthersteller erwarten positive Impulse aus dem Bereich Sanierung: Moderne LED-Beleuchtungssysteme können Energieverbrauch und damit auch Kosten um bis zu 80% senken. Hinzu kommt das Ausphasen der Leuchtstofflampe ab 2023. Hier besteht Handlungsbedarf für die Betreiber solcher Beleuchtungsanlagen.

Foto aus der Light+Building-Halle 12.0 am 4.10.2022 (Foto © baulinks/AO) 

Weitere Impulse erwarten beide Branchen von der derzeit laufenden Light+Building in Frankfurt am Main, der Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik. Die Messe ist insbesondere im Bereich der Elektroinstallationssysteme unerwartet gut besucht. Auf der Lichtseite der Messe fehlen allerdings viele renommierte Hersteller wie z.B. Regiolux, Trilux und Erco mit ihren großen Ständen.

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