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4 bis 540 kW: Neue flexible Wärmepumpen von Nibe

(23.11.2008; GET Nord-Bericht) Mit der neuen Sole/Wasser-Wärmepumpe F1150 brachte  Nibe zur GET Nord 2008 seine zweite modulierende Wärmepumpe auf den deutschen Markt. Außerdem stellte der schwedische Hersteller eine neue leistungsstarke Sole/Wasser-Wärmepumpe vor, die seine Serie F1330 mit 22, 30 und 40 kW um eine weitere Baugröße mit 60 kW Heizleistung erweitert. Bei einem Leistungsbedarf von 60 bis 540 kW können zudem bis zu neun Geräte F1330-60 monoenergetisch in Kaskade als ein System betrieben werden.

F1150: 4 bis 16 kW, drehzahlgeregelt und bewusst ohne Speicher

Der drehzahlgeregelte Verdichter der Sole/Wasser-Wärmepumpe F1150 steigert bzw. senkt die Leistung bedarfsgerecht von 4 bis 16 kW. So kann die Wärmepumpe nicht nur bei Volllast hohe Jahresarbeitszahlen erreichen, sie arbeitet auch im Teillastbetrieb effizient. Im Ergebnis lässt diese Arbeitsweise einen besonders sparsamen Ganzjahresbetrieb erwarten. Gegenüber seinem ersten drehzahlgeregelten Bautyp Fighter 1250 (siehe Beitrag vom 13.11.2006) hat Nibe beim Typ F1150 bewusst auf den integrierten Brauchwarmwasserspeicher verzichtet, um das neue Modell flexibler einsetzen zu können. Zum Beispiel für den alleinigen Heizbetrieb oder in Kombination mit verschiedenen Nibe VPA Doppelmantelspeichern zur Brauchwarmwasserbereitung. Alternativ kann F1150 auch mit dem Nibe VPAS Brauchwarmwasserspeicher kombiniert werden, der die zusätzliche Anbindung an ein Solarsystem bietet. Anschlüsse für Zusatzkomponenten ...

  • zur Poolerwärmung,
  • zur kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung wie mit dem Abluftmodul Nibe FLM 40

... sind ebenso vorgesehen. Energiesparendes passives Kühlen ist mit einer entsprechenden Ergänzung zur Wärmepumpe, beispielsweise durch Gebläsekonvektoren, möglich.

Mit einer Vorlauftemperatur bis 65°C, die ohne Heizstab erzeugt werden kann, eignet sich die neue Wärmepumpe F1150 zur Brauchwarmwasserbereitung sowie für die Anbindung aller gängigen Systeme zur Wärmeverteilung wie Radiatoren, Konvektoren oder Fußbodenheizungen. Die Wärmepumpe kann zwei Heizkreise steuern und wird im Neubau wie im Bestand eingesetzt. Eine integrierte Elektroheizkassette mit 9 kW Leistung und einer Stufenregelung bei 3 kW und 6 kW kann zudem für die zügige Estrichaufheizung und im Reservebetrieb genutzt werden. Die Anbindung an einen zusätzlichen Pufferspeicher oder ein aufwändiges Speicherladesystem sei bei der Nibe F1150 aufgrund der Leistungsregelung meist nicht erforderlich, was das Gesamtsystem sehr kompakt gestaltet und zusätzliche Investitionskosten spart.


Gemäß Norm wird die Heizlast eines Gebäudes für die tiefe Winter-Außentemperatur von z.B. -15°C berechnet, die nur an wenigen Tagen im Jahr herrscht. Ein für 10 kW berechnetes Einfamilienhaus benötigt jedoch an den meisten Tagen im Heizbetrieb nur 4 bis 6 kW Heizleistung. Die an den Energiebedarf angepasste Leistung der modulierenden Wärmepumpe F1150 erhöht die Energieeffizienz und führt zu einem sparsamen Betrieb über die gesamte Heizperiode. (Bild vergrößern)

F1150 ist als anschlussfertige, montagefreundliche Kompakteinheit mit integrierten, drehzahlgeregelten Umwälzpumpen für Heizkreis und Wärmequelle sowie mit einer Mikroprozessor-Regeleinheit ausgestattet. Dieses Herzstück erkennt automatisch den Leistungsbedarf und übernimmt alle wesentlichen Steuer-Funktionen, wie die zeitgesteuerte Warmwasserbereitung, die Senkung/Anhebung der Vorlauftemperatur und die Umschaltung auf den Sommer-/Winterbetrieb. Es ist auch für den Betrieb der Schwimmbad-/Pool-Erwärmung vorbereitet. Das beleuchtete Klartextdisplay zeigt sämtliche Betriebszustände, wie Temperaturen oder Zeitprogramme an. Weitere Systemparameter können abgefragt werden.

"Kraftpaket" für Gebäude mit hoher Heizlast

Mehr denn je ist es im Hinblick auf den Klimaschutz sowie auf die auch zukünftig zu erwartende enorme Kostenentwicklung bei Öl und Gas eine sehr sinnvolle Überlegung, moderne Wärmepumpentechnologie auch in Nichtwohngebäuden, Mehrfamilienhäusern sowie in Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden einzusetzen. Für Wohnbaugesellschaften nimmt zudem die zukünftige Vermietbarkeit der Immobilien einen immer größeren Stellenwert ein. Mit einem energieeffizienten Wärmepumpen-System ist hier eine deutliche Kostenreduktion hinsichtlich Heizung und Brauchwassererwärmung möglich. Für viele Unternehmen hingegen ist die Senkung der Energiekosten zu einem unumgänglichen Muss in Bezug auf die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Wettbewerbsfähigkeit geworden. Vor allem in Neubauten ist die Wirtschaftlichkeit schnell erreicht. Beispielsweise wenn Wärmepumpen die bei Fertigungsprozessen entstehende Abwärme zusätzlich gewinnbringend einsetzen. Oder durch den Zusatznutzen der energiesparenden Gebäudekühlung mit der Wärmepumpe im Sommer, damit Mitarbeiter ihre Aufgaben mit gleichbleibend hoher Qualität verrichten können.

Solche Überlegungen veranlassten Nibe zur Entwicklung einer neuen, leistungsstarken Sole/Wasser-Wärmepumpe, die seine Serie F1330 mit 22, 30 und 40 kW um eine weitere Baugröße mit 60 kW Heizleistung erweitert. Bei einem Leistungsbedarf von 60 bis 540 kW können zudem bis zu neun Geräte F1330-60 monoenergetisch in Kaskade als ein System betrieben werden. Für den bivalenten Heizbetrieb in der Bestandssanierung sind Kombinationen mit vorhandenen oder zusätzlichen Wärmeerzeugern, wie mit Gas- oder Ölheizkesseln, möglich. Zur GET Nord 2008 führte Nibe die neue Groß-Wärmepumpe auf dem deutschen Markt ein.

In jedem Gerät befinden sich gleich zwei Scrollverdichtermodule, die schwingungsgedämpft eingebaut sind. Sie übernehmen ganzjährig die bedarfsabhängige Leistungsabgabe und versprechen dabei eine energiesparende Beheizung und Kühlung sowie die effiziente Brauchwassererwärmung. Wird im Frühjahr, Sommer oder Herbst weniger Leistung benötigt, dann ist nur ein Verdichtermodul mit halber Aufnahmeleistung in Betrieb. Sobald der angeforderte Bedarf die Leistung des ersten Verdichters übersteigt, schaltet sich automatisch der zweite hinzu. Durch diese Lösung sollen längere Verdichterlaufzeiten erreicht werden sowie eine deutlich bessere Leistungsregelung und einen hohen Jahreswirkungsgrad. Steuerbar sind stets beide Heizkreise mit hohen Vorlauftemperaturen bis 65°C. Die Heizungs- und Brauchwassererwärmung erfolgt dabei parallel. Zwei Umwälzpumpen je Gerät sind betriebsfertig integriert. Nibe hat bei seiner Entwicklung noch einen weiteren Aspekt berücksichtigt, der den Wünschen vieler Bauherren und Investoren entgegen kommt: In jedem hermetisch verkapselten Verdichtermodul befinden sich nur 2,4 kg Kältemittel. Das ist ein Vorteil, denn ab 3 kg Kältemittel würde eine regelmäßige, kostenintensive Wartungs- und Dokumentationspflicht bestehen.

F1330-60 ist ebenfalls mit einer Mikroprozessor-Regeleinheit für vielseitige Systemkombinationen ausgestattet. Mit ihr lassen sich sämtliche Betriebsparameter einstellen und anzeigen sowie alle Temperaturen im Heiz- und Kältekreis der Wärmepumpe ablesen. Ohne zusätzliches Kühlmodul kann F1330-60 über die Wärmequelle (Sole oder Grundwasser) und die Regeleinheit passiv kühlen. Höhere Kühllasten können mit aktiver Kühlung über die kompatiblen Nibe Kühlmodule HPAC abgedeckt werden.

Die neue Wärmepumpe lässt sich ohne ein System zur Gebäudeleittechnik über eine RCU-Einheit per Mobiltelefon, PC oder - mit separatem Zubehör - per Netzwerk überwachen und steuern. Und nicht zuletzt überzeugt Nibe F1330-60 durch eine ansprechende Optik, angenehme Laufruhe und das äußerst geringe Betriebsgeräusch.

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