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Zunahme der Druckfestigkeit bei Porenbeton im Brandfall

(13.7.2011) Als einer der bevorzugten Baustoffe hinsichtlich des baulichen Brandschutzes gilt Porenbeton. Denn Porenbeton enthält gebundenes Kristallwasser, das zwischen 200 und 800°C abgespalten wird. U.a. ergibt sich daraus bis zu einer Temperatur von rund 650°C eine Zunahme der Druckfestigkeit. Die besonderen Brandschutz-Eigenschaften von Porenbeton werden beispielsweise auch im Kachelofenbau genutzt, wo man die Brennkammern mit Porit-Porenbeton verkleidet.

Für den vorbeugenden baulichen Brandschutz gilt, dass Bauwerke so beschaffen sein müssen, dass der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird. Zudem sollen bei einem Brand wirksame Löscharbeiten und die Rettung von Menschen und Tieren möglich sein. Die konkrete Umsetzung wird über die Landesbauordnungen (LBO) und die Musterbauordnung (MBO) geregelt. Welche Baustoffe für den vorbeugenden baulichen Brandschutz geeignet sind, wird auf Grundlage von genormten Prüfungen ermittelt. Baustoffe werden gemäß ihrem Brandverhalten in Baustoffklassen eingeteilt. Grundlagen hierfür bilden die DIN 4102 sowie das europäische Pendant DIN EN 13501.

Bauteile, also aus unterschiedlichen Baustoffen zusammengefügte Teile eines Bauwerks, werden nach ihrem Brandverhalten mit Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102-2 gekennzeichnet. Die Kennzeichnung F90-A bedeutet z.B., dass die definierten Prüfkriterien für die Dauer von 90 Minuten erfüllt wurden und das Bauteil aus einem nichtbrennbaren (A) Baustoff erstellt wurde. Im Teil 4 der DIN 4102 werden Bauteile aufgelistet, deren Kennzeichnung in Feuerwiderstandsklassen ohne zusätzlichen Nachweis erfolgt. Auch Porenbeton ist als genormtes Bauprodukt (DIN EN 771-4, DIN V 4165-100 oder DIN 4166) in dieser Sammlung geprüfter, klassifizierter Baustoffe und Bauteile genannt.

So lassen sich mit Porenbetonsteinen oder Porenbeton-Bauplatten tragende und nichttragende sowie raumabschließende und nichtraumabschließende Wände erstellen, die - abhängig von der Wanddicke - bis hin zur Feuerwiderstandsklasse F180-A gekennzeichnet werden können. Die besondere Leistungsfähigkeit von Porenbeton hinsichtlich des Brandschutzes macht möglicherweise aber erst der direkte Vergleich deutlich: Während diverse hochwärmedämmende Wandbaustoffe bei Wandstärken von 36,5 cm die Klassifizierung F30-A erreichen, sollen nichttragende Wände aus PORIT Porenbeton bereits ab 7,5 cm F90-A erfüllen.

Weitere Informationen zu Porenbeton und seinen Brandschutz-Eigenschaften können per E-Mail an Porit angefordert werden.

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