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"Polyurethan-Hartschaum bietet die effizienteste Wärmedämmung aller marktgängigen Materialien"

(27.12.2004) In den Ländern des Nahen Ostens kommt der Wärmedämmung zum Zweck der Energieeinsparung eine immer größere Bedeutung zu. Die Dämmung gegen in Gebäude eindringende Wärme verringert die Investitionskosten in Klimaanlagen und die dafür benötigten Kraftwerke. Einige dieser Länder haben effizientere Wärmedämm-Maßnahmen inzwischen verbindlich vorgeschrieben.

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Eine optimale Wärmedämmung bieten Dämmschutzplatten aus Polyurethan-Rohstoffen von Bayer MaterialScience im luxuriösen Hotelkomplex Dubai Marina in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate.

Auf der Annual Insulation Conference 2004, einer von insgesamt fünf verschiedenen Konferenzen im Rahmen der Gulf Construction Conference Week 2004 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, berichtete Joachim Kleser, Wärmedämmexperte bei der Bayer MaterialScience AG, kürzlich über neue Entwicklungen bei Dämmstoffen aus Polyurethan (PUR). Feroz Saleem, Direktor von Pearl Insulation Materials Industries, LLC mit Sitz in Dubai, gab einen generellen Überblick über die vielseitigen Möglichkeiten für PUR-Anwendungen im Bausektor sowie die ausgefeilte Maschinentechnologie zur Herstellung von PUR-Dämmstoffen. Unter allen gebräuchlichen (!) Materialien weist PUR-Hartschaum demnach die niedrigste Wärmeleitfähigkeit und damit die effizienteste Wärmedämmung auf. Das bedeutet auch, dass eine PUR-Wärmedämmschicht bereits bei wesentlich geringerer Dicke die örtlichen Spezifikationen erfüllt als Schichten aus anderen Dämmmaterialien (vergleiche aber mit Meldung über Vakuum-Isolations-Paneel vom 30.11.2004). "Nach Jahrzehnten stetig steigenden Wachstums ist der weltweite Verbrauch an Polyurethanen in diesem Jahr im Begriff, weltweit die Marke von zehn Millionen Tonnen zu überschreiten. Rund ein Viertel davon wird im Bereich Wärmedämmung verwendet", ergänzte Saleem.

Zur Wärmedämmung von Außenwänden kann beispielsweise ein PUR-Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) eingesetzt werden. Bei einem Wärmedämm-Verbundsystem wird zunächst der Dämmstoff auf die Außenwand eines Gebäudes geklebt oder darauf mechanisch befestigt. Dann wird ein Grundputz in ca. fünf bis acht Millimeter Stärke aufgetragen. Ein eingebettetes Armierungsgitter hilft, die Spannungen aufzunehmen, die aufgrund der Temperaturschwankungen im Tageslauf entstehen. Der anschließende Oberputz - in ca. zwei bis fünf Millimeter Stärke aufgetragen - ist der dekorative Abschluss der Fassade. "Wenn die Außenmaße des Gebäudes festgelegt sind, gewinnt der Bauherr durch die hohe Leistungsfähigkeit des Wärmedämm-Verbundsystems Innenraum hinzu. Das bedeutet eine entsprechende Wertsteigerung. Gleiches gilt auch für die Sanierung von Altbauten, wobei sich ein zusätzlicher Vorteil dadurch ergibt, dass in aller Regel auf große bauliche Veränderungen verzichtet werden kann", sagt Kleser.

In Europa gibt es langjährige Erfahrungen bei der Gestaltung von Außenwänden mit PUR-Wärmedämm-Verbundsystemen. Um herauszufinden, ob sich die positiven Erfahrungen in Europa auf die klimatischen Verhältnisse in den arabischen Ländern übertragen lassen, hat Bayer MaterialScience das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) beauftragt, thermische und feuchtetechnische Berechnungen durchzuführen. Das FIW hat das PUR-Wärmedämm-Verbundsystem sowie vier weitere PUR-Dämmkonstruktionen anhand der Jahres-Wetterdaten von Abu Dhabi geprüft. Ergebnis: Es gibt keine Einschränkungen durch Feuchtigkeit. Alle fünf Systeme, darunter auch ein mit Dachspritzschaum gedämmtes Flachdach, bleiben im feucht-warmen Meeresklima voll funktionsfähig. Sowohl das Wärmedämm-Verbundsystem als auch das mit Dachspritzschaum gedämmte Dach erhielten FIW-Zertifikate. Ferner ergaben umfangreiche Simulationsrechnungen, dass eine optimale Befestigung dann gegeben ist, wenn ein Meter mal ein Meter große Dämmplatten möglichst lückenlos montiert werden.

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