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Bauindustrie zum Wohnungsbaugipfel: Kapazitätsaufbau geht ungebremst weiter

(19.9.2018) Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), hat im Vorfeld des Wohnungsbaugipfels am 21. September auf Befürchtungen der Politik reagiert, die Ausweitung der Wohnungsbautätigkeit würde an Kapazitätsengpässen scheitern: „Der Kapazitätsaufbau im Bauhauptgewerbe geht auch 2018 ungebremst weiter. Dabei investieren wir nicht nur in neue Maschinen, wir weiten auch die Beschäftigung nochmals um 18.000 Personen aus. Damit haben wir innerhalb von drei Jahren rund 67.000 neue Jobs geschaffen und beweisen: Wir sind handlungsfähig! ... Aber die Politik muss auch die entsprechende Planungssicherheit herstellen. Nur dann werden die Firmen den Kapazitätsaufbau weiter aktiv vorantreiben.“ Hierbei würden besonders die Integration von inländischen Arbeitslosen und ausländischen Bauarbeitern in die eigene Belegschaft sowie der Einsatz von ausländischen Nachunternehmern eine entscheidende Rolle spielen. „Zudem hat es unsere Branche geschafft, die Ausbildungszahlen entgegen dem allgemeinen Trend zu steigern. Das ist vor allem auf das Engagement unserer Unternehmen zurückzuführen, die sich an den zahlreichen Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung beteiligen“, hob Babiel hervor - zur Erinnerung siehe auch Baulinks-Beitrag „Baubranche trotzt der Azubi-Flaute“ vom 29.7.2018.

Foto © baulinks/AO 

Serieller Wohnungsbau schafft zusätzliche Kapazitäten

Der personelle Kapazitätsaufbau allein werde aber nicht reichen. Der entscheidende Hebel für die Schaffung von mehr Wohnraum in kurzer Zeit und zu angemessenen Preisen bei gleichzeitig hoher Qualität liege im seriellen und modularen Wohnungsbau, ergänzte Babiel. Zudem würden durch das serielle Bauen zusätzliche Kapazitäten geschaffen, da Unternehmen neu in diesen Markt einsteigen würden.

Keine Wiederbelebung der Platte

Damit Wohnungen bundesweit in großer Stückzahl seriell und modular realisiert werden könnten, müssten aber auch die Landesbauordnungen und Förderbedingungen für den sozialen Wohnungsbau vereinheitlicht werden. „Ein einmal geplantes Typengebäude muss ohne kostspielige Änderungen bundesweit gebaut werden können. Deshalb sollte sich die Politik weiter für die sogenannten Typengenehmigungen einsetzen“, forderte Babiel. Gleichzeitig widersprach er den Kritikern und betonte, dass der serielle Bau keine Wiederbelebung der Platte sei. „Die Konzepte unserer Mitglieder sind modern, vielfältig variierbar und fügen sich erstklassig ins städtebauliche Umfeld ein. Das haben die Unternehmen im Rahmen des Wettbewerbs der Wohnungswirtschaft (GdW) zum seriellen Bauen unter Beweis gestellt“, erinnert Babiel - siehe auch Beitrag „Europaweiter Wettbewerb liefert Konzepte zum schnellen, kostengünstigen Wohnungsbau“ vom 4.6.2018.

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