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Neues Reallabor der Energiewende: Großwärmepumpen koppeln an Wärmenetze

(13.4.2021) Damit die Energiewende in Deutschland gelingt, ist die Dekarbonisierung des Wärmesektors von entscheidender Bedeutung. Der Gebäudebestand nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Im Rahmen eines weiteren sogenannten „Reallabors der Energiewende“ wird jetzt erforscht und in der Praxis erprobt, wie Großwärmepumpen (GWP) in Fernwärmenetzen dazu einen Beitrag leisten können.

Dazu sagte Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ende März: „Die Energiewende bedeutet technologischen Fortschritt in allen Bereichen. Daher ist Forschung ein strategisches Element der Energiepolitik. Die Einbindung von Großwärmepumpen in Wärmenetze bietet in Wohn-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden von Städten große Potentiale für eine Wärmewende. Das Reallabor Großwärmepumpen trägt dazu bei, den Einsatz der hocheffizienten Wärmepumpentechnologie auch urbanen dicht bebauten Gebieten zu ermöglichen, in denen kein Platz ist für dezentrale Anlagen.“

Das Reallabor der Energiewende „Großwärmepumpen (GWP) in Fernwärmenetzen - Installation, Betrieb, Monitoring und Systemeinbindung“ setzt Großwärmepumpen an mehreren Standorten in Deutschland ein. Anlagen speisen Wärme aus erneuerbaren Energien und Abwärme - zum Beispiel aus Industrie und Gewerbe - in Wärmenetze ein. So tragen die Großwärmepumpen zu einer treibhausgasfreien Wärmeversorgung bei.

Im Reallabor GWP werden Großwärmepumpen an Kraftwerksstandorten in Berlin, Stuttgart, Mannheim und Rosenheim installiert und in die dort vorhandenen Fernwärmesysteme eingebunden. Für das Reallabor wurden unterschiedlich große und verschieden strukturierte Liegenschaften ausgewählt. Dies soll die Verbesserung der Sektorkopplungstechnologie Großwärmepumpe in unterschiedlichen Konstellationen ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise die Netzdienlichkeit und der Beitrag zur Dekarbonisierung.

Das beteiligte Forschungskonsortium aus dem Fernwärmesektor ist einer von 20 Gewinnern eines Ideenwettbewerbs. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte ihn in 2019 ausgerufen, um den Transfer von Innovationen in die Praxis zu beschleunigen.

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