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Stromunfälle enden häufiger tödlich als andere Unfälle


Fehlerstromschutzschalter (Bild © Hager)
  

(24.10.2022) Handwerkermangel, Preise und die Energiekrise befeuern den Trend zum Selbstmachen. So landen neben Tapeten und Werkzeugkoffern auch Stromkabel im Einkaufswagen von Baumärkten. Doch wer Arbeiten an Stromleitungen in Eigenregie durchführt, spielt mit einem hohen Unfallrisiko - warnt die Aktion „Das sichere Haus (DSH)“.

DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk konkretisiert: „Stromunfälle sind zahlenmäßig keine Schwergewichte des häuslichen Unfallgeschehens - das sind die Stürze. Aber: Ein Strom-Unfall endet prozentual gesehen häufiger tödlich. Ein Beispiel dafür ist das Aufladen von Handys in der Badewanne.“

Gelockerte Steckdose befestigen - nicht ohne Risiko

Selbst das Befestigen einer gelockerten Steckdose sollte deshalb nur mit elektrotechnischen Vorkenntnissen und bei ausgeschalteter Sicherung geschehen. Hat sich lediglich die Plastikabdeckung der Steckdose gelockert, genügt es meist, die Schraube in der Mitte festzuziehen. Ist die eigentliche Steckdose gelockert, können die Metallkrallen durch Nachziehen der Spannschrauben wieder festgezogen werden. Doch schon hier ist Vorsicht geboten: Wird in der Dose versehentlich ein Kabel mit eingeklemmt, kann der gesamte Metallrahmen unter Spannung stehen. Deshalb muss zur Sicherheit der Metallrahmen auf Spannungsfreiheit geprüft werden, bevor man die Abdeckung anschraubt.

Die DSH rät, Arbeiten mit Strom im eigenen Haushalt nicht in Eigenregie durchzuführen. Wenn's gar nicht anders geht, sollte vorab die Sicherung herausgedreht werden. Und überhaupt: Die Installation von FI-Schutzschaltern ist eine gute Idee.

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