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Wind of Change: Innendämmung ermöglicht Wärmepumpentechnik

(27.1.2010) Wenn es sich um denkmalgeschützte Gebäude handelt, sind den individuellen Vorstellungen in Bezug auf die Fassade häufig Grenzen gesetzt. So beispielsweise bei der Sanierung einer in Familienbesitz befindlichen Getreidemühle aus dem Jahr 1950 (Foto aus der Zeit). Eigentümer Hubert Flück hatte dabei den Anspruch, den Klinkerbau mit moderner Haustechnik auszustatten, die auf regenerative Energien setzt.

Im münsterländischen Raesfeld ist nach den umfangreichen Umbaumaßnahmen ein großzügiges Einfamilienhaus mit über 200 Quadratmetern Wohnfläche entstanden. Durch Innendämmung der Außenwände und neue Fenster konnten die energetischen Anforderungen erreicht werden, die den Einsatz von Wärmepumpentechnik möglich macht (Stichwort "Vorlauftemperatur" - siehe dazu auch Beitrag "Stiftung Warentest: Optimale Energiebilanz bei Wärmepumpen nur mit Flächenheizungen" vom 27.9.2007 ). Die Wirtschaftlichkeit von solchen Investitionen sowie die daraus resultierende Nutzung erneuerbarer Energiequellen ergeben sich durch langfristig niedrige Betriebskosten und durch zinsgünstige Kredite der KfW-Bank.

Robust gebaut und gut gedämmt

Drei Stockwerke mit jeweils 75 Quadratmetern Fläche umfasst das Gebäude aus Backsteinen. Zur optimalen Dämmung wurden innen im Rahmen der Sanierung fünf Zentimeter starke Calciumsilikat-Platten verklebt. Die Gesamtwanddicke kommt nunmehr mit zwei Lagen Putz auf fast 50 Zentimeter - wofür bei diesem Objekt ausreichend Raum vorhanden war! Die Platten ermöglichen mit einem U-Wert von 0,9 KWh/m²a langfristig eine gute Wärmedämmung. Zudem verhindern sie durch ihre kapillaraktive Eigenschaft Schimmelpilzbildung, was sie speziell für Fachwerk- und andere Altbauten mit historischer Fassade interessant macht  (siehe u.a. auch Beitrag ""Raumlufttechnik ohne Steckdose" basierend auf Calciumsilikat" vom 16.9.2005). Alle Etagen verfügen über Fußbodenheizung, die dank niedriger Vorlauftemperaturen wirtschaftlich arbeitet.

Im Inneren der alten Mühle hat der Bauherr und gelernte Tischler die gesamte Ausstattung modern und überwiegend in Holz gehalten. Parkett und historische Einrichtungsgegenstände harmonieren gekonnt mit modernem Interieur wie Marmorwaschbecken oder Glas. Absoluter Blickfang ist jedoch ein historischer Mahlstein, der unter der Glasplatte eines großen Arbeitstisches seinen Platz gefunden hat.

Wärmepumpe nutzt Grundwasser

Früher wurde die Mühle elektrisch betrieben, doch über ein halbes Jahrhundert später wird vollends auf die Kraft der Natur gesetzt. Daher kommt heute eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe TTW 13 von Tecalor aus Holzminden für Heizung und Warmwasserbereitung zum Einsatz. Das Gerät hat eine Leistung von 12,5 Kilowatt und ist ausschließlich zur Innenaufstellung geeignet. Für die Installation war ein Förder- und Schluckbrunnen notwendig, der von der Unteren Wasserbehörde genehmigt werden mussten. Ausreichend Freifläche auf dem großen Grundstück war dafür vorhanden. Die zuvor geprüfte Qualität des Grundwassers ergab, dass die Grenzwerte für Eisen und Mangan eingehalten wurden. Neben der Wärmepumpe wurden im Technikraum auch ein Pufferspeicher mit 400 Litern Fassungsvermögen sowie der Warmwasserspeicher TSB 401 WP untergebracht. Zur Unterstützung ist außerdem ein Kaminofen in das Heizungssystem eingebunden.

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Auch wenn die Mühle jetzt nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck dient, hat sie - gemäß eines "wind of change" - ein Zeichen für Sanierungsmöglichkeiten denkmalgeschützter Gebäude gesetzt: Innen- statt Außendämmung.

Weitere Informationen können per E-Mail an Tecalor angefordert werden.

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