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Zwei Dritteln der Deutschen ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien zu langsam.

(26.4.2021) Dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien vielen Menschen zu langsam verläuft, zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Prolytics im Auftrag des BDEW. Acht Prozent der Befragten gaben allerdings auch an, dass ihnen der Ausbau zu schnell geht. Für 20% ist das Tempo genau richtig.

„Um die Klimaziele zu erreichen, muss das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren Energien dringend steigen“, erinnert Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptge­schäfts­führung. „Die aktuellen Ausbaupfade für Windenergie und Photovoltaik bis 2030 sind mit Blick auf die Erhöhung der EU-Klimaziele nicht ausreichend. Auch der steigende Strombedarf macht ambitioniertere Ausbau-Ziele notwendig.“

Hürden für den Erneuerbaren-Ausbau müssten daher schleunigst aus dem Weg geräumt werden:

  • Im Bereich der Windenergie seien schnellere Genehmigungsverfahren erfor­der­lich - beispielsweise durch standardisierte und handhabbare Vorgaben beim Artenschutz, mehr Flächen für Windräder und eine Vereinfachung des Repowerings an bestehenden Standorten.
  • Für Photovoltaik-Anlagen müssten die Ausschreibungsvolumina erhöht, Prosu­ming-Konzepte gestärkt und die Vergütung für kleine Dachanlagen ohne Eigenversorgung insgesamt attraktiver ausgestaltet werden.
  • Für eine stärkere Sektorkopplung sei es wichtig, Klarheit über die Senkung der EEG-Umlage und deren Finanzierung über den Bundeshaushalt zu schaffen.

Es sei daher erfreulich, dass die Regierungskoalition zuletzt beschlossen hat, noch in dieser Legislaturperiode einige Punkte anzugehen.

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