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9% weniger Gas-, 18% mehr Öl-, 14% mehr Biomasse- und 42% mehr Wärmepumpenheizungen

(27.11.2022) Trotz Inflation und teilweise noch immer gestörter Lieferketten blickt die Heizungsindustrie weiterhin auf eine beeindruckend positive Entwicklung im deutschen Markt. Laut aktueller Absatzstatistik des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) brachten die im BDH organisierten Hersteller bis einschließlich Oktober dieses Jahres 3% mehr Geräte in Verkehr als noch im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht 807.500 Geräten in absoluten Zahlen. Als wesentlichen Treiber für die anhaltende positive Entwicklung sieht der BDH die attraktive Förderkulisse.

Die prozentual am stärksten wachsende Produktgruppe bleibt mit +42% gegenüber dem Vorjahr die Wärmepumpe. Dieser Positivtrend dürfte sich auch künftig fortsetzen. Ziel der Bundesregierung ist es, ab dem Jahr 2024 jährlich 500.000 neue Wärmepumpen in den Markt zu bringen. Die Heizungsindustrie unterstützt dieses Ziel ausdrücklich. Mit Blick auf das heutige Marktvolumen sowie den heterogenen Gebäudebestand und die soziale Ausgewogenheit wird der gesamte technische Lösungsraum für die Wärmewende benötigt. Parallel dazu muss der Ausbau der erneuerbaren und CO₂-freien Energieträger im Wärmemarkt vorangetrieben werden.

Ein ebenfalls starkes Wachstum verzeichnet das Produktsegment der holzbasierten Systeme mit +14% gegenüber dem Vorjahr. Pelletkessel trugen mit +21% und 55.000 in Verkehr gebrachten Geräte am stärksten zu dieser positiven Entwicklung bei. Vor diesem Hintergrund kritisiert der BDH die Reduktion der Fördermittel für holzbasierte Systeme bei gleichzeitiger Verschärfung der technischen Anforderungen. Holz sei der größte erneuerbare Energieträger im Wärmesektor. Zur thermischen Verwertung werde überwiegend Rest- und Schadholz verwendet. Zudem trage die Holzenergie beträchtlich zur Reduktion der Abhängigkeit von russischem Gas bei.

Größtes Segment sind mit rund 500.000 in Verkehr gebrachten Einheiten weiterhin die gasbasierten Systeme. Diese entwickelten sich jedoch mit einem Minus von 9 Prozent rückläufig. Damit reagierte der Markt unter anderem auf die gestiegenen Gaspreise und die unsichere Versorgungssituation.

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