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VBI startet neue HOAI-Initiative: Rückkehr zur Fairness gefordert

  • Orientierungswerte für auskömmlichere Honorare vorgelegt
  • Koalition zum Handeln aufgefordert
  • bis zur 6. HOAI-Novelle soll Mittelsatz als Regelsatz gelten

HOAI-Initiative, Honorarordnung, Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI, 6. HOAI-Novelle, Honorarermittlung, Honorartabellen, Koalitionsvertrag, Expertengutachten Architekten / Ingenieure 2000plus, HOAI 2006 - Honorarermittlung bis zur 6. Novelle(18.11.2005) "Das Maß ist seit langem voll und die Planer in Deutschland können nicht länger auf die Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI warten", sagte VBI-Präsident Dr.-Ing. Volker Cornelius anlässlich der Vorstellung der neuen VBI-Broschüre "HOAI 2006 - Honorarermittlung bis zur 6. Novelle" gestern in Berlin.

"Mit den vorgelegten Honorartabellen und unserer Forderung, künftig den Mittelsatz als Regelsatz bei der Honorierung anzuwenden, wollen wir in das steckengebliebene HOAI-Novellierungs-Vorhaben wieder Bewegung bringen. Wir wollen ein Zeichen gegen den vorherrschenden ruinösen Preiswettbewerb bei Planungshonoraren setzen, der den Auftraggebern letztendlich schadet und die Büros in den wirtschaftlichen Ruin treibt."

Die Stagnationsphase müsse nun endlich beendet werden, sagte Cornelius. Die neue Bundesregierung habe die Novellierung der HOAI zwar im Koalitionsvertrag genannt, von einer angemessenen Honorierung der Planer sei dort aber keine Rede. "Auch wir wollen eine vereinfachte, transparente und flexiblere HOAI. Die Novelle muss aber die Einkommenssituation der Ingeniere und Architekten auf Grundlage des Expertengutachtens Architekten/Ingenieure 2000plus nachhaltig verbessern." Die Ingenieure müssen seit Jahren mit den in der HOAI festgelegten nicht auskömmlichen Honoraren arbeiten. Das von der Bundesregierung beauftragte Gutachten hatte bereits 2003 Defizite in der Honorierung von bis zu 37 Prozent konstatiert.

Ebenso wichtig wie die Anpassung der Honorare ist den Beratenden Ingenieuren "die Rückkehr zu einem fairen Miteinander im Bauprozess. Wir brauchen eine Kultur der Verlässlichkeit und des Interessenausgleichs, aber keine Preisschlachten und ein Schachern um jede zusätzliche Leistung." Der VBI-Präsident betonte, dass mit der neuen VBI-Broschüre ein Prozess des Umdenkens bei den Auftraggebern in Gang gesetzt werden solle. Die "Geiz-ist-geil-Mentalität" führe im Bauprozess allein zu Qualitätsverlust. "Private Wirtschaft und öffentliche Hand müssen begreifen, dass eine geringe Honorierung von Planungsleistungen nicht die für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projektes entscheidende Größe ist. Im Gegenteil: Mit qualifizierter Planung lassen sich Baukosten und -abläufe optimieren, Energiekosten senken und Innovationen einführen. Nicht umsonst gibt der Preis bei der Vergabeentscheidung in anderen europäischen Ländern nur zu einem geringen Anteil den Ausschlag, dort ist das planerische Konzept entscheidend - nur das ist vernünftig", unterstrich Cornelius.

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