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Renault Traffic Future Award 2007 entschieden

(25.11.2007) Auf der Preisverleihung des Renault Traffic Future Award am 22. November in Berlin zeichnete die Expertenjury zum achten Mal innovative Verkehrsarchitektur aus. In diesem Jahr wurden vier Awards und drei Anerkennungen vergeben. Die prämierten Architekten erhielten als Auszeichnung eine Skulptur des Bildhauers Thomas Schönauer.


Fotos: Renault Traffic Future Award

Mit zwei der Awards wurden Brückenbauwerke gewürdigt: Die Spannbandbrücke Gessental in der Neuen Landschaft Ronneburg (Bild oben und siehe zudem Google-Maps) ist laut Urteil der Jury aufgrund ihrer zwanglosen Einfügung in die Natur, ihrer sparsamen Konstruktion und ihrer den Langsamverkehr fördernden Funktion ein in die Zukunft weisendes Bauwerk. (Architekten: Büro für Ingenieurarchitektur Richard J. Dietrich, Traunstein)

Die Dreiländerbrücke Weil am Rhein stellt eine Geste der transnationalen und lokalen Kommunikation zwischen Frankreich und Deutschland dar. Die Architektur der Fußgänger- und Fahrradbrücke setzt jedoch nicht auf Pathos und Didaktik, sondern auf Leichtigkeit und Eleganz. (siehe auch Bild aus dem Beitrag "Längste Fußgängerbogenbrücke der Welt ist stählern" vom 10.6.2007; Architekten: Feichtinger Architectes, Paris)


Der Bahnhof Mitte in Solingen ist das dritte Projekt, das einen Award erhielt (Bild oben und siehe auch Bing-Maps und/oder Google-Maps). Der gleichsam schwebende Hüllkörper, der von schlanken Stahlstützen getragen wird, entfaltet einen kommunikativen Ort mit  eigener Identität. Der Bahnhof Mitte suggeriert in seiner unprätentiösen Gestik eine sichere Atmosphäre und große Offenheit am Tag und in der Nacht. (Architekten: ASTOC Architects + Planners, Köln)

Mit dem Umbau des Dresdner Hauptbahnhofs (Bild rechts) prämiert die Jury auch in diesem Jahr ein Bauprojekt, das zur Renaissance der großen Bahnhöfe  in Deutschland beiträgt. Der Umbau ist eine gelungene Symbiose von Geschichte und Moderne, die vorhandene Bausubstanz wurde respektvoll und intelligent weitergenutzt. (Architekten: Foster + Partners, Berlin)

Anerkennungen

Drei Objekte wurden von der Jury mit einer Anerkennung gewürdigt: Die Rügenbrücke im Zuge der zweiten Strelasundquerung fügt sich mit ihrem 128 Meter hohen Pylon harmonisch in das Gesamtbild der alten Hansestadt Stralsund ein. Ökologischen Belangen wie Fisch- und Vogelzügen wurde besonders Rechnung getragen. (Entwurf: Schüßler-Plan Ingenieur GmbH, Berlin; Architekten: Architekturbüro Keipke, Rostock)

Das Linde Hydrogen Center in Unterschleißheim (Bild unten) ist ein attraktiver Baukörper mit logischer funktionaler Aufteilung, relativ wenig Platzbedarf und hohem Nachhaltigkeits- und Wiedererkennungseffekt. (Architekten: fpa - frank und probst architekten, München)


Die dritte Anerkennung erhielt die Pilotanlage für telematisch gesteuertes Lkw-Parken in Montabaur. Das Potenzial dieses Parkkonzepts liegt in seiner Schlichtheit und Praktikabilität. (Architekten: MANNS Ingenieure, Dr. Manns + Conrad GmbH, Wirges)

Als Kooperationspartner unterstützt die Bundesarchitektenkammer den Wettbewerb. Schirmherr ist Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Darüber hinaus ist Renault ständiger Gast im deutschen Konvent der Baukultur.

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