Baulinks -> Redaktion  || < älter 2008/0091 jünger > >>|  

Leitfaden zur Fachwerksanierung

(20.1.2008) „Für die Sanierung historischer Fachwerkhäuser gibt es keine Patentlösungen“, betont Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). Fachwerkhäuser sind individuelle und lassen sich deshalb auch nur selten mit standardisierten Produkten modernisieren. Zudem ist die Gefahr, sich durch falsche Methoden Schäden ins Haus zu holen, gerade bei Fachwerkbauten besonders groß. Vor diesem Hintergrund, hat der VPB den „Leitfaden zur Sanierung eines Fachwerkhauses“ herausgegeben, der sich an Bauherren und Fachwerkliebhaber richtet.


Foto aus dem Beitrag "Erhaltenswerte Fachwerkhäuser" vom 19.9.2007

Für private Hausbesitzer ist das Fachwerk oft Schatz und Bürde zugleich: Einerseits besitzen sie ein einmaliges Stück Baugeschichte, andererseits müssen sie mit viel Fingerspitzengefühl, Sachverstand und auch Kapital an die Erhaltung und Sanierung ihres meist denkmalgeschützten Unikats gehen. „Dabei kommt der Gesetzgeber den Denkmalbesitzern entgegen“, erinnert Thomas Penningh, und er ergänzt: „Sie können die Sanierungskosten im selbst bewohnten Gebäude weitgehend steuerlich absetzen, und sie sind beispielsweise von der Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises befreit.“

Der Reiz des Fachwerkhauses liegt immer in der Fassade, da verbieten sich außen liegende Wärmedämmungen - sprich: Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) - ganz von selbst. Aber auch Fachwerkhäuser lassen sich zeitgemäß heizen: Ob sich die Besitzer für eine bauphysikalisch nicht unproblematische Innendämmung entscheiden oder für alternative Heizungssysteme, das sollte sich stets nach den bautechnischen Besonderheiten der konkreten Immobilie richten - und nach den Auflagen der zuständigen Denkmalschutzbehörde.

Sanierungsgutachten gibt die Richtung vor

Wie für alle alten Häuser, so gilt auch fürs Fachwerk: Es muss nicht immer alles auf einmal saniert werden. Das Sanierungsgutachten legt sinnvolle Arbeitsschritte fest, die dann Jahr für Jahr in der bautechnisch richtigen Reihenfolge und in finanziell erträglichen Abschnitten umgesetzt werden.

Der VPB-Leitfaden informiert über die Besonderheiten der Fachwerkarchitektur, erklärt Unterschiede zwischen konstruktivem und Zierfachwerk und erläutert, worauf Bau­her­ren bei der Sanierung der regional sehr unterschiedlichen Immobilien achten sollten. Ein Kapitel ist den im Fachwerkbau zu erwartenden Holzschädlingen gewidmet, weitere Abschnitte erklären bauliche Probleme am Dach, im Keller, bei Fenstern, Türen, Trep­pen und bei der Haustechnik. Der Leitfaden kostet fünf Euro zzgl. Versandkosten und kann unter vpb.de/leitfaden-fachwerksanierung.html bestellt werden.

siehe auch für weitere Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen:

Baulinks folgen auf...

Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Twitter-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Facebook-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das +1-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Anmeldung zum kosten­losen Bauletter:
Der Baulinks-Newsletter kann jeder­zeit leicht auch wieder ab­bestellt werden!

Relevante BauDates

weitere Infos zu...
Impressum (c) 1997-2016 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)