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dena zeigt Deutschlands beste Altbauten

(18.3.2007) 80 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern durch eine energieoptimierte Sanierung im Durchschnitt sparen. Das ist das Ergebnis des Modellvorhabens "Niedrigenergiehaus im Bestand" der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Möglich werden diese Einsparungen durch eine sehr gute Wärmedämmung, optimal schließende Fenster sowie zeitgemäße Heizungs- und Lüftungsanlagen.

Mit der beispielhaften energetischen Sanierung von 143 Wohngebäuden im gesamten Bundesgebiet hat die dena jetzt bewiesen: In allen Typen von Wohnhäusern lässt sich der Energieverbrauch durch innovative Techniken deutlich verringern. Moderne Dämmstoffe, Fenster und Anlagentechnik sparen nicht nur viel Energie, sondern sorgen auch für höheren Wohnkomfort und steigern den Wert des Hauses.

"Vom denkmalgeschützten Fachwerkhaus über Gründerzeitbauten bis zum klassischen Einfamilienhaus und dem 11-geschossigen Plattenbau sind alle Gebäudetypen in unserem Modellvorhaben vertreten. In allen Gebäudetypen und Altersklassen konnten wir den Energiebedarf deutlich senken", erklärte dazu Felicitas Kraus, die zuständige dena-Bereichsleiterin. Die sanierten Altbauten benötigen nur halb soviel Energie wie vergleichbare Neubauten und scheuen selbst den Vergleich mit modernsten Passivhäusern nicht: Im Schnitt wurde der Endenergiebedarf - also der Bedarf an gebrauchsfertigen Energieträgern wie z.B. Heizöl - um 70 bis 80 Prozent gesenkt, in Einzelfällen sogar um ca. 90 Prozent. Unter den sanierten Gebäuden befinden sich 40 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 13 kleine Mehrfamilienhäuser mit weniger als 300 qm Wohnfläche.

Erneuerbare Energien werden Standard

Der Wärmebedarf der Gebäude wurde durch optimale Dämmung und moderne Wärmeschutzfenster auf ein Minimum reduziert. Für frische Luft sorgen komfortable vollautomatische Lüftungsanlagen. Besonders effizient sind Anlagen mit Wärmerückgewinnung, bei denen die Wärme der Abluft für Lüftung, Heizung und Warmwasser genutzt wird. Den verbleibenden Heizbedarf decken effiziente Heiztechniken.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer am Modellvorhaben setzte ganz oder teilweise auf Erneuerbare Energien wie Sonne, Erdwärme oder Holzpellets. Bei mehr als einem Drittel der Projekte wurden Brennwertheizungen eingesetzt, häufig kombiniert mit Solarwärmeanlagen. Auch durch den Einsatz Erneuerbarer Energien konnte der Primärenergiebedarf der Gebäude, bei dem auch die für Förderung, Umwandlung und Transport von Brennstoffen benötigte Energie betrachtet wird, sogar um deutlich mehr als 90 Prozent gesenkt werden. Zwar sind die optimalen Sanierungen, die zu diesen Ergebnissen führen, im Schnitt zehn bis 20 Prozent teurer als eine übliche energetische Sanierung. Auf Dauer profitieren die Eigentümer aber von den hohen Energiekosteneinsparungen.

Die Erfahrungen mit dem Modellvorhaben sind in die Weiterentwicklung der staatlichen Förderung eingeflossen: Das neue "CO₂-Gebäudesanierungsprogramm" bietet zusätzlichen Förderanreize zur Energieeinsparung im Wohngebäudebestand. Neu: Für die Sanierung auf  ein Energiebedarfsniveau, das um 30 Prozent besser ist als die  Anforderungen an einen Neubau, wird ein Tilgungszuschuss von 12,5 Prozent des Darlehensbetrages gewährt.

Das Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" der dena wird unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der BASF SE sowie dem Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V.

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