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Architekturpreis Beton 2014 für „Haus über der Gasse“, Passau


alle Fotos: Koeberl Doeringer Architekten
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(3.6.2014) Einer der Preisträger des mit 25.000 Euro dotierten Architekturpreises Beton ist das „Haus über der Gasse“ in Pas­sau (siehe Bing-Maps und/oder Google-Maps):

Jurybegründung: Das „Haus über der Gasse“ in der denkmal­geschützten Passauer Innenstadt wurde im 17. Jahrhundert als Erweiterung des Nachbarhauses auf einer Gasse gebaut, so dass ein Ensemble aus zwei giebelständigen Gebäuden mit Halbwalmdach entstand. Im Zuge der denkmalgerechten Sa­nierung wurden die beiden Häuser innenräumlich voneinander getrennt und durch unterschiedliche Dach- und Fassadenge­staltungen als eigenständige Baukörper lesbar gemacht:

  • So erhielt das größere Haus einen zurückhaltenden, hellgrauen Außenputz und eine traditionelle rote Dachdeckung,
  • während das schmale „Haus über der Gasse“ mit neuen Materialien moderner und eigenständiger in Erscheinung tritt.

Trotz denkmalrechtlicher Auflagen durfte seine nun kerngedämmte Südfassade durch eine Vorsatzschale aus Sichtbeton und einen prägnanten, verglasten Erker ergänzt werden. Das Dach erhielt eine Blechdeckung.


Die Jury hebt besonders die Gestaltung der neuen Betonfassade hervor, die samt Lai­bungen für die neuen, eigenwillig proportionierten und platzierten Öffnungen über die volle Höhe betoniert wurde und durch ihre unregelmäßige Struktur von gegeneinander versetzten, vertikalen Schalungsbrettern handwerklich und rau wirkt. So werde mit dem im altstädtischen Kontext unerwarteten Baustoff Beton sowohl zeitgemäße Ei­genständigkeit als auch große Angemessenheit und Homogenität erreicht. Dabei wir­ke der bewusst unfertige, grobe Charakter des rohen Materials jeder restaurativen Lieblichkeit entgegen.

Im Innern des Hauses wurden alle maroden Holzdecken durch Sichtbetondecken er­setzt, auf denen sich - wie auch im neuen Treppenhaus - das Schalungsbild der Fas­sade fortsetzt und so eine Verbindung von innen und außen schafft. Und für Einbau­ten und die Haustür wurden bereits verwendete Schalungsbretter eingesetzt, was ein spannendes Nebeneinander von Holz- und Betonoberflächen ergibt. Historische Ele­mente wie Bruchsteinmauerwerk und der alte Dachstuhl wurden freigelegt und scho­nend gereinigt.

Mit KfW 60-Standard, einer Pelletsanlage und einem Wandheizsystem, das durch in den Außenwänden verlegte Kupferrohre ohne sichtbare Heizkörper auskommt, ist die Sanierung auch technisch und energetisch vorbildlich.

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