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Ausgefallene Argeton-Fassaden  aus dem Kreativbaukasten

Auf Wunsch der litauischen Architektin Diana Zalane wurden für die-sen Mehrgeschosser unterschiedliche Plattenformen im Argeton-Werk Görlitz hergestellt.
Mehrgeschosser, geplant von der litauischen Architektin Diana Zalane (Foto: Stylefoto Studio; Bild vergrößern)
  

(13.2.2017; BAU-Bericht) Die Vielfalt, in der Argeton-Fassaden realisiert werden können, hat sich über die Jahre enorm entwickelt. Allein schon die Farbwirkung der keramischen Fassadenplatten kann durch Glasuren oder Engoben sehr breit spezifiziert werden. In München zeigte Wienerberger unter dem Messemotto „Planen, Bauen und Wohnen für alle“ zahlreiche Maßkonfektionen, die auf Architektenwunsch hergestellt werden können.

Im Werk Görlitz werden diese Sonderanfertigungen umgesetzt. Industriemeister Gerold Mühle ist dort ein gefragter Gesprächspartner für Besucher aus der ganzen Welt. Seit 24 Jahren tüftelt er mit an den Gestaltungsideen der Auftraggeber, berät beim Zusammenspiel von Glasuren, Engoben und Profilen. Mühle weiß zudem um nationale und kontinentale Trends: „Während in Russland kräftige Farben, häufig in Hochglanz, und sogar Goldtöne beliebt sind, setzen englische Architekten auf Effektglasuren, überwiegend bei Hell-  und Dunkeltönen. Chinesische Investoren und Planer bevorzugen wiederum natürliche Farben in dezenten Schattierungen, während in Frankreich besondere Effekte wie Metallic beliebt sind.“

In Russland bevorzugen Architekten kräftige Farben, gern auch glasiert.
Foto © Wienerberger / Jens Krüger

Umfangreicher Kreativbaukasten

Nach dem Trocknen der Fassadenelemente wird beim Engobieren oder Glasieren die Farbe mit Hilfe einer Schleuder oder in einer Airless-Kabine auf den ungebrannten Ton aufgebracht. Dabei können abweichend vom RAL-Standard Farbtöne individuell durch Additive „erarbeitet“ werden. Dazu bedarf es allerdings Erfahrung, Fingerspitzengefühl und Geduld. Die Görlitzer Experten prüfen zudem bei ausgefallenen Profilstrukturen genau die Viskosität der Farbe, um einen gleichbleibenden Effekt auf jeder einzelnen Platte erzielen und ungewollte Farbverläufe vermeiden zu können.

Zur Erinnerung:

  • Engoben sind dünnflüssige Tonmineralmassen, die nach dem Auftrag einen natürlichen Charakter erzeugen. Durch Beimengung von Pigmenten oder Metalloxiden lassen sie sich speziell einfärben. Soll die Engobe eine glänzende Oberfläche erhalten - in der Regel ist diese matt - kommen extrem feine Tone zum Einsatz, die bereits bei niedrigen Temperaturen sintern.
  • Glasuren hingegen bilden eine geschlossene Oberfläche. Das Additiv Quarzmehl sorgt zudem für Glanz und verstärkt dadurch Farbeffekte. Durch Zugabe von Metalloxiden lassen sich spezielle Färbungen erzielen: Weiß entsteht beispielsweise durch Zugabe von Zinkoxid, Grün durch Chromoxid, Brauntöne durch Mangan oder Eisen.

Görlitzer Premiere: Iridium-Effekt

Iridium-Effekt, eine schillernde Emailleanmutung der Keramikplatten in Blau und Violett
  

Bei der Fertigung der Argeton-Platten für das Klinische Forschungszentrum der Universität Clermont Ferrand, Frankreich, legten die Architekten Anne-Françoise Jumeau + Emmanuelle Marin + David Trottin / Peripheriques Architects besonderen Wert auf einen Iridium-Effekt, eine schillernd farbige Emailleanmutung der Keramikplatten (siehe Bild rechts, die Projekt-Seite und/oder Google-Maps). „Diese Beschichtung erlebte ihre Premiere bei uns in Görlitz. Zum Einsatz kam eine sogenannte Lüsterfarbe, die eigentlich farblos ist. Durch Metalloxide und zweifaches Brennen der Platten haben wir dann den gewünschten schillernden Effekt in Blau- und Violetttönen erreicht“, so der Keramikexperte Gerold Mühle. Die Ansicht des mehrgeschossigen Gebäudes verändert sich - je nach Wetter, Sonnenstand und Himmelsfarbe. Die Argeton-Platten mit ihrer 2.800 m² großen Fassadenfläche haben ausdrucksstarken Anteil daran.

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden aus gebranntem Ton sind ein bewährter Baustoff sowie ein etabliertes architektonisches Gestaltungsmittel. Sie überzeugen durch Langlebigkeit, Wartungsarmut, Nachhaltigkeit und ein unerschöpfliches Kreativpotenzial.

Weitere Informationen zu Argeton-Fassaden können per E-Mail an Wienerberger angefordert werden.

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