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Biomassenbilanziert: BASFs Dämmrohstoff Neopor mit deutlich verbesserter CO₂-Bilanz


  

(11.12.2019) Seit kurzem bietet BASF das graphithaltige expandierbare Polystyrolgranulat (EPS) Neopor als Neopor BMB in einer biomassenbilanzierten (BMB) Variante an. Hierbei ersetzen erneuerbare Rohstoffe - Bio-Naphtha oder Bio-Gas - fossile Rohstoffe zu 100%. Dadurch reduziert sich der CO₂-Fuß­ab­druck von Neopor BMB verglichen mit traditionell produziertem Neopor um 90%.

Als erster Kunde fertigt das italienische Unternehmen L’Isolante Dämmstoffplatten mit der Bezeichnung „Reverso“ aus Neopor BMB. Der Dämmstoffproduzent hat in Kooperation mit dem Wärmedämmverbundhersteller IVAS und der Baugenossenschaft AbitCoop zwei fünfstöckige Mehrfamilienhäuser im norditalienischen Castenaso damit ausgestattet. Die beiden, jeweils 15 Wohnungen umfassenden Neubauten benötigten für das WDV-System ca. 3.000 m² Dämmplatten aus Neopor BMB - womit dem Vernehmen nach direkt eine CO₂-Einsparung bei der Herstellung der Platten von 12 Tonnen erreicht wurde.

BMB-Produkte erweitern das BASF-Styrolkunststoff-Sortiment

„Dämmstoffe aus Neopor leisten bereits in ihrer klassischen Form durch ihre effiziente Herstellung und lange Lebensdauer an der wärmegedämmten Fassade einen großen Beitrag zum nachhaltigen Bauen. Umso mehr freut es uns, dass wir durch das Bio­mas­senbilanz-Verfahren den CO₂-Fußabdruck eines gedämmten Gebäudes weiter verbessern können. So leisten wir einen aktiven Beitrag, fossile Ressourcen zu schonen und Treibhausgase, die durch das Heizen und Kühlen von Gebäuden verursacht werden, zu verringern“ erklärt Klaus Ries, Leiter des globalen Business Management Styrenic Foams der BASF. Neben Neopor BMB bietet BASF auch weitere Verpackungs- und Dämmrohstoffe aus seinem Styrolkunststoffsortiment als biomassenzertifizierte Produkte an. Dazu zählen Styropor BMB und die grünen, fertigen Dämmplatten Styrodur BMB.

Umwelt-Produktdeklarationen

In Zusammenarbeit mit dem Dämmstoffproduzenten Bachl hat BASF Umwelt-Produkt­deklarationen (EPDs) für Dämmplatten aus konventionellem Neopor und Neopor BMB vom IBU erstellen lassen. Im Vergleich von jeweils 1 m³ Dämmplatte wird deutlich, dass sich das globale Erwärmungspotential (GWP) des Dämmstoffs aus Neopor BMB schon zu Beginn des Lebenszyklus (A1-A3) um 66% verbessert. Über den ganzen Lebenszyklus hinweg betrachtet verbessert sich der CO₂-Fußabdruck um 42%. Die zusätzliche CO₂-Einsparung während der Nutzungsphase als Fassaden-Dämmstoff floss dabei nicht in die Betrachtung ein.

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