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Baugewerbe fordert Klimaschutz-Abschreibung

(20.12.2009) "Die Beratungen der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen haben einmal mehr gezeigt, wie hoch der Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz ist. Wir unterstützen die Bundesregierung bei ihrem Ziel, eine 40%ige CO2-Reduktion zu erreichen." Dieses erklärte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, kurz vor Ende der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen.

"Da rund 40% des CO2-Ausstosses in Deutschland durch Heizung und Warmwasserbereitung im Gebäudebereich verursacht werden, muss hier der Hebel angesetzt werden. Daher fordern wir eine Klimaschutz-Abschreibung analog dem Denkmalschutz" - so der ZDB-Präsident. "Was beim Denkmalschutz wirkt, wird auch beim Klimaschutz helfen." Der auf den Gebäudesektor entfallende CO2-Ausstoß könne bei konsequenter energetischer Modernisierung binnen eines Zeitraums von 10 Jahren halbiert werden. "Keine andere Maßnahme ist beim Kosten-Nutzen-Verhältnis so effektiv und gleichzeitig so zügig umsetzbar wie die Energieeinsparung im Gebäudebereich" erklärte Loewenstein. Insbesondere durch die Verbesserung der Wärmedämmung der Gebäudehülle in Verbindung mit einer Modernisierung der Gebäudetechnik lässt sich die entscheidende Energieeinsparung erzielen.

"Dazu brauchen wir aber wirksame Investitionsanreize: Die bisherigen Förderinstrumente in Form von KfW-Krediten haben lediglich eine Modernisierungsquote von ca. 2% pro Jahr bewirken können, so dass bei Beibehaltung des bisherigen Modernisierungstempos für die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes noch mehr als 100 Jahre ins Land gehen würden" - so Loewenstein weiter.

Bei der Denkmalschutz-Abschreibung können Vermieter über einen Zeitraum von zwölf Jahren ihre Modernisierungs- und Instandhaltungskosten komplett abschreiben und Eigennutzer neun Jahre lang jeweils zehn Prozent geltend machen. "Diese Art der Abschreibung fordern wir bei Einhaltung des EnEV 2009-Standards auch für den Bereich der energetischen Sanierung " erläuterte Loewenstein die Forderung des mittelständischen Baugewerbes.

"Für den Staat sind diese Investitionsanreize gut investiertes Geld: zum einen senken die Maßnahmen den CO2-Ausstoss wesentlich; zum anderen fließt mehr als die Hälfte der Investitionen als Steuern und Abgaben wieder in das Staatssäckel zurück. Damit entsteht für alle Beteiligten eine Win-win-Situation: Das Klima wird geschützt, die Binnenkonjunktur entscheidend gestützt, die Mieter erhalten höherwertigen Wohnraum, und in der Bauwirtschaft werden die Arbeitsplätze erhalten" - so Loewenstein abschließend.

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