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Förderpreise des Deutschen Stahlbaues 2014 gehen nach Münster, Hannover und Aachen

(23.6.2014) Studenten der msa münster school of architecture, der RWTH Aachen und der Leibniz Universität Hannover errangen beim „Förderpreis des Deutschen Stahl­baues 2014“ die vorderen drei Plätze. Die Hochschulen in Münster und Aachen räum­ten zudem auch bei den Loben ab.

Jury zum Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2014
Jury zum Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2014, v.l.n.r.: Arch. Kristina Bacht, Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel, Volker Hüller (Gast), Thorsten Pollok, Ralf Luther, Dr. Bernhard Hauke (Moderation), Prof. Arch. BDA Wolfgang Krenz, Univ. Prof. Dr.-Ing. Natalie Stranghöner (Vorsitzende), Prof. Arch. Stefan Worbes, Arch.BDA Gerhard Wittfeld (Bild vergrößern)

Der von bauforumstahl ausgelobte Nachwuchswettbewerb für Architekten und Bau­ingenieure prämiert alle zwei Jahre fortschrittliche Ideen und Lösungen für Stahlkon­struktionen. Bei offener Aufgabenstellung wurden Entwürfe und Arbeiten zur gesam­ten Bandbreite der Einsatzfelder des Baustoffes Stahl eingereicht, beliebte Themen waren in diesem Jahr Türme und Brücken.

Die Jury unter Vorsitz von Univ. Prof. Dr.-Ing. Natalie Stranghöner vergab folgende Preise:

1. Preis: Lea-Anna Zora und Anne-Sophie Weißhuhn (Semesterarbeit)

Laudatio der Jury: Die Arbeit überzeugt durch ihre starke, assoziative Kraft und städtebauliche Setzung als Landmarke im alten Hafen in Münster. Neben der objekthaften Wirkung ist die unkonventionelle Benutzbarkeit der Stahlskulptur als öffentlicher Kletterturm besonders positiv.

Das Material Stahl wird als Raumtragwerk und als gefaltete vertikale Fläche in „purer“ Form als direkt nutzbare Kletter­wand eingesetzt. Durch den materialgerechten Einsatz wird eine große Leichtigkeit und Eleganz entfaltet. Das Bauwerk hat das Zeug als Impulsprojekt eine städtebauliche Entwick­lung zu initiieren. Es steht „Mitten im Leben“ und leistet ei­nen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung moderner Architek­tur in der Öffentlichkeit.

2. Preis: Friedrich Fischer (Diplomarbeit)

Laudatio der Jury: „Bridging Gaps“ beschäftigt sich mit dem aktuellen Thema des urbanen Wohnens in Zeiten knapper wer­dender Grundstücksflächen und setzt gekonnt einen Kontra­punkt gegen die Anonymisierung der Stadt. Als Entwurf zur Nachverdichtung in einem bereits eng bebauten Kontext wird das elegante Wohnhochhaus als integrative Lösung zur Bespie­lung des Zwischenraums wahrgenommen.

Besonders überzeugten die optimale Anordnung der Grundrisse um die Erschließungskerne, die räumliche Qualität der Lobby, die modulare Bauweise sowie der Vorfertigungsprozess, die Er­gänzung der Wohneinheiten um kollektive Flächen und die sau­bere Durcharbeitung und Darstellung des Entwurfs.

3. Preis: Liliane Blankenburg (Masterarbeit)

Laudatio der Jury: Die Arbeit besticht durch ihren hohen Realismus. Sie ist durchkonstruiert und wäre als industriety­pische Stahlkonstruktion einfach und kostengünstig zu bau­en. Ihre Stärke liegt neben dem innovativen Erschließungs­konzept vor allem in der formalen Zurückhaltung. Hierdurch vermögen die Anlegertürme vor der großartigen Naturkulisse des Fjordes einen wohltuenden Akzent zu setzen und als Wahrzeichen zu wirken. Ein interessantes Spiel zwischen Masse und Transparenz verhindert dabei unangebrachte Monumentalität oder Langeweile. Der jeweils wechselnde Zustand der ein- oder ausgeklappten Brücken bildet einen originellen Willkommensgruß für die ankommenden Schiffe.

Die Gewinner sollen im Rahmen einer Festveranstaltung am Tag der Stahl.Architektur am 30.Oktober 2014 in Hannover geehrt werden - gemeinsam mit den siegreichen Ar­chitekten im Wettbewerb um den Preis des Deutschen Stahlbaues 2014 - siehe auch Baulinks-Beitrag „Stahlbaupreis 2014 für :envihab – Institut für Luft- und Raumfahrt­medizin“ vom 28.4.2014.

Lobe erhielten darüber hinaus:

  • Yannic Calvez und Sascha Welsch
    "Fotobunker – Umnutzung eines innerstädtischen Hochbunkers in ein Archiv für Fotografen"
    msa münster school of architecture, Lehrstuhl für Baukonstuktion, Prof. Dipl.-Ing. Michael Schanné

  • Max Kötting und Julian Hoffschlag
    "LEEZE SCREEN – Fahrradparkhaus"
    msa münster school of architecture, Marc Günnewig M.A.

  • Jaroslaw Siwiecki
    "Searena"
    RWTH Aachen, Fakultät für Architektur, Lehrstuhl für Gebäudetechnologie Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Henning Braun, Alanus Hochschule Bonn, Prof. Marek Nowak

  • Nils Oehler
    "Ruderclub"
    RWTH Aachen, Fakultät für Architektur, Lehrstuhl Baukonstruktion Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hartwig N. Schneider, Dipl.-Ing. Christian Schätzke

  • Philipp Khoury und Roman Schädle
    "Mobile Brücke"
    Hochschule Augsburg, Fakultät für Architektur und Bauwesen Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Ehret, Prof. Dipl.-Ing. Christian Hößl, Prof. Dipl.-Ing. Peter Wossnig

Zum Wettbewerb soll wieder eine Dokumentation erscheinen. Außerdem werden alle Gewinner der Stahlwettbewerbe 2014 gemeinsam in einer Ausstellung präsentiert, die in den kommenden zwei Jahren insbesondere an den Hochschulen gezeigt wird.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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