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Forschungsprojekt: Mehr Wohnungsbau durch aktives Innenentwicklungsmanagement


  

(1.12.2019) Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen in wachsenden Kommunen“ vorgestellt. Acht Modellkommunen erprobten, wie durch aktives Innenentwicklungsmanagement mehr Flächen für den Wohnungsbau bereitgestellt werden können.

Marco Wanderwitz, parlamentarischer Staatsekretär im BMI, sagte bei der Vorstellung: „Bauland ist oftmals teuer oder schlecht verfügbar. Für den Wohnungsbau ist das eine der größten Herausforderungen. Die Modellkommunen haben eindrucksvoll gezeigt, wie man diese Probleme angehen und lösen kann. Daran wird aber auch deutlich: Länder und Kommunen müssen verstärkt Bauland bereitstellen und auch Innenentwicklungspotenziale konsequent nutzen, damit mehr gebaut werden kann. Dazu müssen Baulücken und Brachflächen gezielt aktiviert werden. Innenentwicklung, Dachgeschossausbau und Umwidmung von Nichtwohnimmobilien spielen dabei eine wichtige Rolle.“

Foto © baulinks/AO

Bei den Modellkommunen handelt es sich um Aalen, Berlin, Hamburg-Altona, Ludwigsfelde, Offenburg, Regensburg, Solingen und Trier. Die acht Kommunen erprobten zwischen 2017 und 2019 unterschiedliche Ansätze zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen. Dabei ging es insbesondere um Impulse für die Kooperation kommunaler Akteure mit den Eigentümern und weiteren Akteuren der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Die Erfahrungen aus den Modellvorhaben für ein aktives Innenentwicklungsmanagement sind auch in die Beratungen der Baulandkommission eingeflossen. Empfehlungen aus dem Forschungsprojekt sollen zudem bei der Novellierung des Baugesetzbuches aufgegriffen werden. Ein Gesetzentwurf werde noch 2019 in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden, heißt es. Die Baulandkommission hat darüber hinaus empfohlen, förmliche Planungsverfahren durch integriertes Verfahrensmanagement zu optimieren und für die Steuerung zentrale Ansprechpartner, zum Beispiel ein Innenentwicklungsmanagement oder eine Wohnungsbauleitstelle, als direkte Anlaufstelle einzurichten.

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