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Prüfgrundlagen für Ringraumdichtungen

(2.12.2020) Jedes Gebäude muss gegenüber dem Erdreich gas- und wasserdicht sein - das gilt auch für die Durchführung von Rohrleitungen und Kabeln. Als technische Lösung haben sich diesbezüglich DVGW-zertifizierte Ringraumdichtungen etabliert. Beim Einrichten der Betonschalung, beim Betonieren, beim Verfüllen der Baugrube und durch spätere Gebäudesetzungen sind diese Dichtungen aber starken Kräften ausgesetzt. Um zu erreichen, dass Ringraumdichtungen dennoch dauerhaft dicht sind, hat der Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel (FHRK) Prüfgrundlagen entwickelt.

Zur Erinnerung: Ringraumdichtungen bestehen aus einem EPDM-Gummielement zwischen zwei Pressplatten aus Stahl oder Kunststoff. Durch Zusammenpressen der Platten weicht das Gummielement seitlich aus und drückt sich auf der Innenseite fest an die Leitung und auf der Außenseite an die Durchdringung an.


  

Mit den FHRK-Prüfgrundlagen lässt sich die Dichtheit von Ringraumdichtungen unter Einbaubedingungen prüfen. Die Prüfgrundlagen beschreiben damit auch die Randbedingungen, unter denen Hauseinführungen einzubauen sind. Bei sachgerechtem Einbau nach FHRK-Vorgaben halten geprüfte Ringraumdichtungen die auftretenden Kräfte aus, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Darüber hinaus ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen chemische, thermische und elektrische Beanspruchungen nachgewiesen. Nach bestandener Prüfung erhalten die Ringraumdichtungen das FHRK-Qualitätssiegel - siehe auch „FHRK vergibt Qualitätssiegel für Ringraumdichtungen“ vom 19.2.2020.

Zusätzlich empfiehlt der Fachverband Mindestbreiten nach FHRK-Standard. Für die verschiedenen Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 und Bauweisen der Kellerwände und Bodenplatten können Planer die erforderliche Mindestbreite via fhrk.de> Planung > Mindestbreite Ringraumdichtung oder in der FHRK-Planungshilfe ablesen - siehe auch Beitrag „Planungshilfe für Gebäudeeinführungen von Rohren und Kabeln“ vom 10.9.2015.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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