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Ökologische Sanierung mit farbiger Schieferfassade

(19.9.2007) Energieverbrauch halbiert, Wohnkomfort gesteigert und das Gebäude mit einer eleganten Schieferfassade aufgewertet, das ist das Ergebnis einer grundlegenden energetischen Gebäudesanierung in Baar, Schweiz (siehe Google-Map). Das Mehrfamilienwohnhaus, Baujahr 1964, wies die für diese Zeit üblichen Konstruktionsmerkmale auf: Das 30 cm dicke Backsteinmauerwerk war ungedämmt und die auskragenden Betonbalkone wirkten wie Kühlrippen. Die Haustechnik war veraltert und die Fassade sanierungsbedürftig. Der Bauherr schrieb eine Sanierung nach ökologischen und baubiologischen Gesichtspunkten aus. Die Architekten Urs E. Meier und Mark Röösli aus Zug/Oberwil, CH entschieden sich für eine Fassade aus grünem ColorSklent und graublauem InterSIN-Schiefer von Rathscheck Schiefer.

Besser als ein Neubau

Im Zuge der Sanierung verlor das Gebäude zuerst alle auskragenden Balkonbereiche. Tief nach innen reichende Balkonnischen wurden dazu genutzt, die Küchen um diesen Bereich zu vergrößern, die Gebäudeoberfläche zu glätten und damit zu verkleinern. Neben der Sanierung der Kellerdecken und des Daches sowie der Installation neuer Haustechnik mit kontrollierter Lüftung galt der Fassade besondere Aufmerksamkeit. Es folgte eine vollflächige ununterbrochene Beschichtung des Mauerwerks mit insgesamt 18 cm Holzfaserdämmstoff. Die Unterkonstruktion für die Schieferfassade wurde über die Holzfaserplatten montiert und weitgehend frei von Wärmebrücken mit den speziellen Ankerschrauben System Rogger im Mauerwerk verankert. Ähnlich verfuhr man mit den neuen Balkonen. Sie sind komplett vor die Wärmedämmung gehängt. Ein dämmtechnisch günstiges Rafflamellensystem ersetzt die alten Rollläden (Bild).


Eine elegante gestreifte Schieferfassade aus grünen und grauen Rechteckschiefern schließt die Sanierung ab. Edle Anmutung und seidiger Glanz werten das Gebäude auf. Das Ergebnis ist nicht nur bemerkenswert in der Gestaltung, sondern auch in der Energiebilanz. Verbrauchte das Wohnhaus einst 155 kWh/m² pro Jahr, so sind es nach der Sanierung nur noch 79 kWh/m² pro Jahr. Damit finanzieren sich die Umbaumaßnahmen fast von selbst.

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