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Energieerzeugender "LifeCycle Tower" aus Holz

(23.7.2009; upgedatet am 15.8.2011) Das Unternehmen Rhomberg Bau mit Sitz in Bregenz arbeitet an einem internationalen Leuchtturmprojekt für Holzbau, Energieeffizienz und Ressourcenschonung: Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat sich bis Ende des Jahres zum Ziel gesetzt, die Entwicklung eines energieeffizienten Holzhochhauses in Systembauweise mit bis zu 20 Geschossen erfolgreich abzuschließen. Der bisherige Rekord im mehrgeschossigen Holzbau, ein Gebäude mit neun Stockwerken in London, soll damit bei weitem übertroffen werden.


An dem Zukunftsprojekt, das von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert wird, sind neben dem Projekt-Initiator Rhomberg der für nachhaltiges Bauen bekannte Vorarlberger Architekt Hermann Kaufmann, das international tätige Ingenieurbüro Arup, das oberösterreichische Holzbauunternehmen Wiehag sowie die Technische Universität Graz engagiert.

Geringere Lebenszykluskosten

Ziel ist es, ein umfassendes Gebäudekonzept für Konstruktion, Gebäudetechnik und Fassade zu erstellen - samt einreichfähiger Planung für einen fiktiven Standort. Um die Höhe von 20 Geschossen technisch, wirtschaftlich und ökologisch realisieren zu können, wird dabei auf eine Systembauweise mittels Holz-Baukastensystem zurückgegriffen, das die Anforderungen an Brandschutz, Akustik und Tragfähigkeit erfüllen soll. Erreicht wird dies über eine modulare, industriell herstellbare Holzverbundweise, die die Tragstruktur eines energetisch optimierten Gebäudes bildet.

Haus als Kraftwerk

"Als eine wichtige Forschungsaufgabe sehen wir das Energiedesign des Gebäudesystems, das auf ein Plus-Energie-Haus ausgerichtet ist: Das Holzhochhaus soll auch Energie produzieren. Darüber hinaus wird es eine Vorreiterrolle für nachhaltige Bauweise einnehmen", so Carsten Hein von Arup. Denn gerade durch die zunehmende Ressourcenknappheit, die CO₂-Thematik und die steigenden Preise für Stahl, Dämmstoffe und Beton wird die Bedeutung von Holz als Baustoff künftig immer wichtiger werden. Die Abhängigkeit von konventionellen Baustoffen und Energieträgern soll mit dem Projekt "LifeCycle Tower" reduziert werden.

Export-Chance für die heimische Wirtschaft

Hubert Rhomberg, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, ist überzeugt, dass sich die Realisierung des LifeCycle Towers als weltweites Leuchtturmprojekt positiv auswirkt: "Diese Öko-Innovation schafft die Voraussetzung für nachhaltiges Bauen im urbanen Raum. Zudem stellt der LifeCycle Tower eine enorme wirtschaftliche Chance für unser Unternehmen, aber auch für die gesamte Region dar."

"Österreich ist Pionier im modernen Holzbau. Viele heimische Unternehmen konnten sich mit Architektur und Bauen in Holz international positionieren. Auch in der energieeffizienten Gebäudetechnologie sind österreichische Unternehmen führend", so Alfons Brunauer, Wiehag. Der LifeCycle Tower wäre einzigartig und würde weltweit die technologische Führerschaft des regionalen Holzbaus und der Energietechnik eindrucksvoll dokumentieren.

Besonders Architekt Hermann Kaufmann kennt die Möglichkeiten und Chancen, die im mehrgeschossigen Holzbau liegen: "Es ist wieder an der Zeit, dass der Baustoff Holz ins urbane Bauen zurückkehrt. Die technischen Fortschritte der letzten Jahre, unterstützt von zahlreichen Forschungsergebnissen, machen das möglich.

Update vom 15.8.2011
Erster „LifeCycle Tower“ wird als „LCT ONE“ Realität

Als erstes achtstöckiges, ungekapseltes Holz-Hybrid-Gebäude soll der „LCT ONE“ ab September 2011 in Dornbirn in die Höhe wachsen. Was 2009 mit einem Forschungsprojekt begann, wird jetzt also Wirklichkeit: siehe Beitrag "Erster „LifeCycle Tower“ wird als „LCT ONE“ Realität" vom 15.8.2011

Weitere Informationen zu LifeCycle Tower-Konzept können per E-Mail an Rhomberg angefordert werden.

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