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Die Verschmelzung von Glas und Holz: Holzschutz à la Sedak

(21.8.2018) Nichts weniger als die perfekte Symbiose aus Glas und Holz wollten Skidmore, Owings & Merrill Architekten (SOM) für ein neues, 24stöckiges Bürogebäude in Salt Lake City (USA):

Google-Maps: Salt Lake City, 111 South Main Street
  

In der Fassade der Lobby wächst das Holz über eine Höhe von sieben Metern geradezu in die Glas-Elemente hinein. Um diese architektonische Vision Realität werden zu lassen, nutze der auf Überformate spezialisierte Hersteller Sedak ein Laminationsverfahren, bei dem lange Echtholz-Furniere in den Scheibenaufbau eingelegt werden:

  • Die Optik ist „Original Holz“ und
  • das Holz vom Glas auf Dauer geschützt.

So etwas wurde nach aktueller Kenntnislage noch nie zuvor realisiert. Die erste Idee, diese Optik mit einem fotorealistischen Druck umzusetzen, wurde schnell verworfen, denn es wirkte den Architekten nicht real genug.

Als Alternative wollten die Verantwortlichen es dann mit der Lamination von Echtholzfurnieren im Glasaufbau versuchen. Das wiederum klang schon fast nach einer Herkulesaufgabe: immerhin sollte ein natürlicher, organischer Stoff in ein Fassadenglas integriert werden, ohne dass er im Produktionsprozess (unter anderem im Ofen!) Schaden nimmt und maßhaltig seine Optik behält.

Mit viel Erfahrung und Know-how in der Laminationstechnik und in enger Abstimmung mit den Beteiligten fand man bei Sedak dennoch einen Weg, die Vision zu realisieren.

111 South Main Street: Neue Landmarke am Großen Salzsee

Salt Lake City, Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah, liegt an der Südspitze des Großen Salzsees. Die 180.000-Einwohner-Stadt ist Oberzentrum für die Region mit rund 1,1 Mio. Einwohnern. Nach einer Phase der Rezession blüht die Stadt in den vergangenen Jahren wieder auf.

An der Hauptverkehrsachse sollte nun ein neuer Anziehungspunkt entstehen. Das renommierte Architekturbüro SOM Skidmore, Owings & Merrill LLP entwarf einen 24 Stockwerke hohen Turm mit Wohnungen, Büros – und einer repräsentativen Lobby. Großflächig, großzügig und edel gestalteten die Architekten diesen Gebäudeteil, dominiert von Glas und Eukalyptus-Holz:

alle Fotos © Steel Encounters Inc, Salt Lake City, US 

Lamination: Dauerhaft im Glas

Mit der Fortführung der Holzbauteile in das Glas hinein entwickelt das Gebäude jetzt seine ganz eigene Wirkung. Um solche Scheiben zu produzieren, waren gleich mehrere Herausforderungen zu meistern:

  • Holz – hier Eukalyptus – ist ein organischer Rohstoff. Es reagiert auf klimatische Änderungen wie Luftfeuchte und Temperatur, kann schwinden, wellen oder brennen. Der Laminationsprozess (erreicht ca. 100 Grad Celsius) muss daher fein auf den Rohstoff abgestimmt sein.
  • Im Autoklaven schmilzt die SG-Folie, wodurch die Holzfurniere in den Interlayern ihre Position verändern können. Das Endergebnis musste allerdings absolut parallel liegende Furniere zeigen.
  • Holzfurnier gibt es nur bis drei Meter Länge - es kamen also horizontale Stöße hinzu, da die Scheiben sieben Meter hoch sind.

Glas und Holz bestimmen das Bild der gesamten Lobby. „Die Inspiration für die transparente Fassade fand der Kunde bei dem ,Apple Cube‘ – ein vollkommen aus Glas gefertigter Kubus“, so Maic Pannwitz, Executive Vice President von Sedak in New Jersey. „Daher war beim Projekt ,111 South Main Street‘ auch eine transparente Tragstruktur gefordert“. Die erforderlichen Glasfins erreichen sogar knapp elf Meter Höhe.

Weitere Informationen zu übergroßen Glasflächen können per E-Mail an Sedak angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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