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DGNB initiiert Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“

(13.10.2020) Um Kommunen bei der schnellen, breiten und zielorientierten Umsetzung von Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Maßnahmen zu unterstützen, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) die Initiative „Klimapositive Städte und Gemeinden“ ins Leben gerufen. Angesprochen sind alle Städte und Gemeinden, egal ob bereits Nachhaltigkeitsvorreiter oder solche, die noch am Anfang ihres Engagements stehen. Elf Städte zählen zu den Mitinitiatoren.

„Klimapositive Städte und Gemeinden“ wird als Initiative für gelebte Nachhaltigkeit, konkreten Klimaschutz und mehr Lebensqualität in Kommunen kommuniziert. Es geht dabei um die Initiierung eines umsetzungsorientierten Wissensaustauschs zwischen den Kommunen. „Klimaschutz entscheidet sich auf kommunaler Ebene“, erinnert Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. Deshalb sei es wichtig, dass Städte über einzelne Leuchtturmprojekte hinaus handeln: „Sie müssen Klimaschutz in die Fläche bringen, zum Standard machen und dabei von gemachten Erfahrungen profitieren.“

Ein zentrales Credo der Initiative ist, dass nicht jede Stadt oder Gemeinde die relevanten Themen neu für sich erfinden und definieren muss. „Anstatt viel Geld in externe Berater zu investieren oder durch immer wieder gleiche Diskussionen innerhalb von Stadtverwaltungen ausgebremst zu werden, sollte die Kraft in die Umsetzung konkreter Maßnahmen fließen“, so Frau Lemaitre. Viele Kommunen haben bereits Aktivitäten erfolgreich umgesetzt. Diese Erkenntnisse will die Initiative unter den teilnehmenden Kommunen nutzbar machen.

Inhaltlich geht es nicht allein um Klimaschutz und Klimaanpassungsstrategien: Direkt mitgedacht und in den geplanten Maßnahmen berücksichtigt werden sollen auf ganzheitliche Weise auch benachbarte Handlungsfelder wie ...

  • Kreislauffähigkeit,
  • Mobilität,
  • Gesundheit,
  • nachhaltiges Bauen,
  • soziale Teilhabe,
  • Wasserkreislauf und
  • Biodiversität.

„Es bringt nichts, diese Themen losgelöst voneinander zu betrachten und dann nach ein paar Jahren festzustellen, dass wieder etwas vergessen wurde“, kommentiert Frau Lemaitre. „Städte und Gemeinden müssen vernetzter handeln und diese anderen Themen direkt mit auf dem Schirm haben, wenn sie die Klimaschutzaufgaben jetzt angehen.“ Besondere Aufmerksamkeit widmet die Initiative deshalb auch dem Thema Partizipation. Schließlich gehe es beim Klimaschutz darum, Menschen mitzunehmen und den Bürgern ihre Verantwortung und eigenen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, sagt Lemaitre.

Initiative will Klimaschutz zurück auf die Agenda bringen

Der Zeitpunkt zum Start der Initiative ist bewusst gewählt. „Gerade jetzt zu Coronazeiten wollen wir einen Gegenimpuls setzen und mit der Initiative Klimaschutz wieder nach oben auf die kommunale Agenda bringen“, erklärt Frau Lemaitre. „Und das Wichtigste: wir wollen nicht nur darüber reden, sondern es wirklich tun. Frei nach dem Motto ,Gestalten statt Verwalten‘.“

Der Einstieg in die Arbeit der Initiative fällt pragmatisch aus: Statt zahlloser Workshops zur Erarbeitung langer Kriterienlisten, sollen erfolgreich umgesetzte Maßnahmen gesammelt und den teilnehmenden Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Angedacht sind in einem ersten Schritt zudem Stadtbesuche und Online-Weiterbildungen für kommunale Mitarbeiter. Weitere Formate zum offenen Erfahrungsaustausch sind ebenfalls geplant, der erste davon bereits am 22. Oktober 2020.

Elf Städte engagieren sich als Initiatoren

Der offizielle Startschuss der Initiative fiel am 21. September 2020 im Rahmen des DGNB-Tags der Nachhaltigkeit in Stuttgart. Zu diesem Zeitpunkt hatten die ersten elf Kommunen ihre Teilnahme bereits zugesagt. Neben Überzeugungstätern, die bereits seit vielen Jahren aktiv an dem Thema arbeiten, zählen auch Kommunen dazu, die noch am Anfang stehen und sich auf den Weg machen. Mit dabei sind bisher die Städte Bocholt, Buxtehude, Gudensberg, Heidelberg, Karlsruhe, Ladenburg, Neukirchen-Vluyn, Pforzheim, Stuttgart, Tengen und Ulm.

Die Teilnahme steht allen Kommunen unabhängig von ihrer Größe offen und ist kostenlos. Gefordert ist nur das aktive Bekenntnis zur Idee der Initiative und eine aktive Mitarbeit. Interessierte Städte und Gemeinden können sich einfach bei der DGNB melden.

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