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Renault Traffic Future Award 2008 entschieden

(30.11.2008) Der Renault Traffic Future Award 2008 geht an die deutsch-österreichische Grenzbrücke "Mariensteg" in Wernstein am Inn. Der Vorsitzende der Wettbewerbsjury, Architekt Christoph Ingenhoven, übergab die Auszeichnung bei der festlichen Preisverleihung am 27. November in Berlin.

Geh- und Radwegbrücke 'Mariensteg', Dipl.-Ing. Erhard Kargel, Linz, Österreich
Geh- und Radwegbrücke 'Mariensteg' (Bild vergrößern)

In diesem Jahr wurde der Renault Traffic Future Award - eine Skulptur des Düsseldorfer Bildhauers Thomas Schönauer - zum neunten Mal vergeben. Der Preisträger, die Geh- und Radwegbrücke "Mariensteg", ist eine 144 Meter lange, freispannende Hängebrücke mit nur einem Pylon. Das schlanke Bauwerk ist minimalistisch und zugleich ästhetisch gestaltet. Die Konstruktion erforderte nur einen geringen Eingriff in die Landschaft sowie minimalen Ressourcenverbrauch und ist somit sehr nachhaltig.

  • Geh- und Radwegbrücke "Mariensteg", Neuburg am Inn
  • Ingenieur: Dipl.-Ing. Erhard Kargel, Linz, Österreich
  • Bauherren: Gemeinde Neuburg am Inn, Deutschland, sowie Gemeinde Wernstein am Inn, Österreich
  • Lokalisation: Google-Maps

Nachhaltigkeit als festes Bewertungskriterium

Fußgänger- und Radfahrerunterführung, Fickers Architekten, DB International GmbH
Fußgänger- und Radfahrerunterführung in Lingen (Bild vergrößern)

Die Nachhaltigkeit der eingereichten Bauwerke ist seit 2007 ein festes Bewertungskriterium. "Die Renault Umweltstrategie umfasst weit mehr als die Entwicklung wirtschaftlicher und umweltschonender Fahrzeuge", erklärt Jacques Rivoal, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG. "So erfüllen beispielsweise alle 38 Renault Werke die strenge Umweltnorm ISO 14001. Deshalb ist es selbstverständlich, dass Nachhaltigkeit auch beim Renault Traffic Future Award eine wichtige Rolle spielt."

Die Nominierten

Neben dem "Mariensteg" in Neuburg am Inn waren drei weitere Verkehrsbauwerke für den Renault Traffic Future Award 2008 nominiert:

ERSTENS: Beim Bau der Fußgänger- und Radfahrerunterführung in Lingen (Ems) wurde auf klare Geometrien gesetzt (Bild rechts oben). Mit ihrer funktionalen und optisch sehr ansprechenden Gestaltung setzt die Unterführung ein klares städteräumliches Zeichen:

  • Gestaltung / Licht / Vegetation: Fickers Architekten, Lingen (Ems)
  • Baukonstruktion / Planung Ingenieursbau: DB International GmbH, Consulting Europa, Niederlassung Nord, Berlin
  • Bauherr: Stadt Lingen (Ems)
Lautrupsbachtalbrücke, AX5 Architekten BDA, Ingenieurteam Trebes
Lautrupsbachtalbrücke in Flensburg (Bild vergrößern)

ZWEITENS: Die 245 Meter lange vierspurige Lautrupsbachtalbrücke in Flensburg steht auf sechs stromlinienförmigen Stützen (Bild oben). Die Tragkonstruktion bildet mit der gekrümmten Schallschutzwand der Brücke eine gestalterische Einheit.

DRITTENS: Das Revisionsgebäude am Albtalbahnhof Karlsruhe ist ein Zweckbau mit Aufenthalts- und Sozialräumen für Wartungspersonal. Tragwerk, Wand und Dach verschmelzen zu einer Stahlhülle. Durch die lebendige, scharfkantige Geometrie wird aus dem Zweckbau eine raffinierte kleine Bauskulptur.

Revisionsgebäude Abstellanlage Albtalbahnhof, Kränzle + Fischer-Wasels Architekten BDA, Janssen + Stöcklin
Revisionsgebäude am Albtalbahnhof Karlsruhe (Bild vergrößern)

In diesem Jahr wurden insgesamt 41 Objekte eingereicht. Der Renault Traffic Future Award ist seit Jahren über die Fachwelt hinaus als Forum für innovative Architekturkonzepte bekannt. Die Bundesarchitektenkammer unterstützt den Wettbewerb als offizieller Kooperationspartner. Schirmherr des Renault Traffic Future Award ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

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