Baulinks-Portal: Recht und Gesetz
ARGE Baurecht rät: Fertigstellungstermine am besten vertraglich festschreiben (24.1.2012)
Terminverzögerungen gehören zu den typischen Ursachen für Streitigkeiten am Bau. Die lassen sich vermeiden, wenn Fristen und Termine bereits im Bauvertrag konkret geregelt werden. „Ärger ist dagegen programmiert, wenn im Bauvertrag keine Terminvereinbarungen enthalten sind“, weiß Baurechtsanwalt Dr. Jörg Schudnagies, Mitglied der ARGE Baurecht. weiter lesen
Notarkammer warnt: Risiko Baugemeinschaft (23.1.2012)
Um die Kosten für den Bauträger zu sparen, entschließen sich
vermehrt Bauwillige, die Bauplanung und Bauerrichtung selbst zu beauftragen und
sich hierfür mit Gleichgesinnten zu einer Baugemeinschaft zusammen zu schließen.
Damit dann der Traum von den eigenen vier Wänden nicht zum Alptraum wird, sollte
rechtzeitig auch rechtlicher Rat eingeholt werden. weiter lesen
Baugewerbe fordert spezialisierte Baukammern zur Vermeidung von „Justizkrediten“ (23.1.2012)
Oftmals ist zu beobachten, dass sich Bauherren weigern, ein
fertiggestelltes Bauwerk vollständig zu bezahlen. Bauunternehmer werden in
Anbetracht von langen Verfahrensdauern bei Bauprozessen vor die Wahl gestellt,
Abzüge zu akzeptieren, um zumindest den Restbetrag ausgezahlt zu bekommen, oder
gar keine Zahlung auf die Schlussrechnung zu erhalten. weiter lesen
Solarwärme fürs Denkmal: Geht Umweltschutz vor Denkmalschutz? (8.1.2012)
Ob Eigentümer von denkmalgeschützten Häusern auf ihren Dächern Solarkollektoren installieren dürfen, wurde kürzlich in Berlin vor Gericht entschieden: Hausbesitzer in der architektonisch bedeutsamen Siedlung "Am Fischtalgrund" im Stadtteil Zehlendorf klagten gegen das Verbot der Denkmalschutzbehörde, eine Solarwärmeanlage zu montieren und bekamen Recht. weiter lesen
20 zentrale Urteile des Jahres 2011 zum Architekten- und Ingenieurrecht sowie zur HOAI (5.1.2012)
Das Jahr 2011 hat den planenden Berufen wieder eine Menge neuer Urteile zum Architekten- und Ingenieurrecht sowie zur HOAI gebracht. Die 20 wichtigsten Urteile gibt es vom „Wirtschaftsdienst Ingenieure & Architekten“ zum kostenlosen Downloaden. weiter lesen
Ingenieure warten weiter auf angemessene Honorare (1.1.2012)
VBI verlangt, dass das Bundeswirtschaftsministerium zügig das anstehende Gutachten zur neuen Honorarstruktur vergibt, denn die Umsatzrenditen in den Büros seien erheblich zu niedrig. weiter lesen
Keine Besserung der Zahlungsmoral: VBI fordert Umdenken öffentlicher Auftraggeber (1.1.2012)
Nur rund 40% der Auftraggeber von Planungsleistungen zahlen
Rechnungen fristgerecht. Darauf hat der Verband Beratender Ingenieur VBI Ende
2011 in Berlin hingewiesen. Nach einer Umfrage des führenden Wirtschafts- und
Berufsverbandes unabhängiger Ingenieurunternehmen in Deutschland unter seinen
Mitgliedern fallen öffentliche Auftraggeber besonders negativ auf. weiter lesen
Zu Pingelig? Frisch verlegter Teppichboden gab Anlass zum Streit. (2.12.2011)
Wenn eine Handwerkerleistung nicht korrekt erbracht wurde, dann ist
der Kunde zur Lohnkürzung berechtigt. Doch man darf als Auftraggeber auch nicht
allzu pingelig sein. weiter lesen
DMB: "Mieter müssen keine Kosten für Trinkwasseruntersuchung zahlen" (9.11.2011)
"Vermieter können die Kosten der seit 1. November 2011
vorgeschriebenen Legionellen-Überprüfung nicht einfach auf ihre Mieter über die
jährliche Betriebskostenabrechnung umlegen", stellte der Direktor des Deutschen
Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, klar und reagierte damit auf
entgegengesetzte Behauptungen von Eigentümerverbänden. weiter lesen
"Einzelvergabe ist für Bauherren meist günstiger als GU-oder GÜ-Vergabe" (7.11.2011)
Für Bauherren ist die Einzelvergabe meist günstiger und risikoärmer
als die Vergabe an einen Generalübernehmer oder Generalunternehmer. Diese
Meinung hat die Kölner Rechtsanwältin Dr. Anke Leineweber in einem Vortrag bei
den „Weimarer Baurechtstagen“ des Evangelischen Bundesverbands für
Immobilienwesen in Wissenschaft und Praxis vertreten, dessen Kurzfassung in der
November-Ausgabe des „Wirtschaftsdienst Ingenieure & Architekten“ erschienen
ist. weiter lesen
Änderungen der Trinkwasserverordnung für sichere Trinkwasserqualität in Gebäuden (1.11.2011)
Mehrere Neuerungen in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) sollen die
Qualitätsstandards für Trinkwasser stärken. Im Fokus stehen die
Trinkwasser-Installationen in Gebäuden. Diese dürfen die Qualität des
Trinkwassers nicht beeinträchtigen. So müssen seit dem 1.11.2011 die
Trinkwasser-Installationssysteme auch in gewerblich genutzten Gebäuden wie
Mietshäusern auf Legionellen untersucht werden. weiter lesen
Fiskus hilft beim Befall einer Immobilie mit Hausschwamm (26.9.2011)
Es gibt für Immobilienbesitzer nur wenige Nachrichten, die
schlechter sind als die von einem Befall des Objekts mit Hausschwamm. Nach
Überzeugung der Gerichte kommt das einer "privaten Katastrophe" gleich und
deswegen erhält der Betroffene die Möglichkeit, die anfallenden Ausgaben als
außergewöhnliche Belastung steuerlich abzusetzen. weiter lesen
Verhandlungsprotokolle über Bauprojekte können es in sich haben (12.9.2011)
Ein üblicher Vorgang: Nach Abschluss des Vertrages über ein
Bauprojekt finden weitere Gespräche zwischen den Parteien statt, die zu der
einen oder anderen Änderung führen. Für den Architekten und den Bauunternehmer
können sich solche Gespräche als Falle erweisen, selbst wenn für sie lediglich
ein Vertreter ohne Vertretungsmacht daran teilgenommen hat. weiter lesen
Bundesrat für bessere Bekämpfung der Schwarzarbeit (6.9.2011)
Der Bundesrat strebt eine bessere Bekämpfung der Schwarzarbeit an. So soll das Verbot der unlauteren Werbung für die selbstständige Erbringung handwerklicher Dienstleistungen wieder eingeführt werden. weiter lesen
Architekt muss Bautagebuch führen - sonst droht Honorarkürzung (5.9.2011)
Ein Architekt muss ein Bautagebuch führen, wenn er sich zur Überwachung des Bauvorhabens (Leistungsphase acht) verpflichtet hat. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, kann der Bauherr das Architektenhonorar mindern. weiter lesen
Effiziente Umwälzpumpe und hydraulischer Abgleich ab 1.9. für Förderung unumgänglich (28.8.2011)
Zur Erinnerung: Ab dem 1. September 2011 ist der Einbau einer
effizienten Umwälzpumpe und der hydraulische Abgleich des Heizsystems
Voraussetzung für Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm. weiter lesen
Dusche, Wanne & Co. vor Gericht (23.8.2011)
Man denkt nicht unbedingt als erstes an Bad und WC, wenn man über
die Qualität einer Wohnung spricht. Da haben die meisten Menschen wohl eher das
Wohnzimmer, vielleicht auch noch den Balkon im Sinn. Doch im Alltag spielt der
Zustand der häuslichen Nasszelle eine erhebliche Rolle. Das bemerken die meisten
Bewohner allerdings erst dann, wenn es zu Problemen im Sanitärbereich kommt. weiter lesen
Verbraucherschutz beschert dem Baustoffhandel immense Kostenrisiken (15.8.2011)
Baumärkte und andere Baustofflieferanten, die mit Verbrauchern
Geschäfte machen, stehen vor einem Dilemma: „Einerseits gelten großzügige
Gewährleistungsfristen als besonders kundenfreundlich, andererseits bescheren
Sie den Händlern neuerdings unberechenbare Haftungsrisiken“, erläutert Christian
Huhn, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht von der Kanzlei Eimer Heuschmid
Mehle in Bonn. weiter lesen
Fettabscheider: Wofür der Betreiber gerade stehen muss (11.8.2011)
Wer aufgrund gesetzlicher Vorgaben einen Fettabscheider benötigt,
hat dessen korrekten Betrieb mit einer Fülle von Pflichtaufgaben
sicherzustellen. Sachkundelehrgänge qualifizieren den Betreiber für das
ordnungsgemäße Handling seiner Anlage. weiter lesen
Kein Pardon für Vermieter und ihre "antiken" Wasserzähler (9.8.2011)
Wenn der Eigentümer einer Wohnung gegenüber seinem Mieter die Verbrauchskosten
abrechnet, dann muss er dabei auch korrekt vorgehen. Wer alte Messgeräte
verwendet, die längst hätten neu geeicht werden müssen, der kann später
erhebliche Schwierigkeiten bekommen. weiter lesen
Keime als Gefahr: Hausanschluss musste von Versorgungsleitung getrennt werden (9.8.2011)
Wenn die Interessen der Allgemeinheit nachhaltig gefährdet sind, dann
muss der Einzelne zum Beispiel in Kauf nehmen, dass seine Immobilie von der
kommunalen Trinkwasserversorgung abgekoppelt wird. weiter lesen
Kein Bestandsschutz bei älteren kraftbetätigten Toranlagen (4.8.2011)
Betreiber von älteren kraftbetätigten Toranlagen berufen sich oftmals
auf den Bestandsschutz, um Nachrüstungen an ihren Toranlagen zu vermeiden.
Gerade auch dann, wenn diese Toranlage nach dem heutigen Stand der Technik und
des Personenschutzes nicht mehr sicher ist und eine Nachrüstung bzw. sogar ein
Austausch der kompletten Toranlage notwendig wäre. weiter lesen
Eigentümer darf Mietern wegen geplanten Abrisses kündigen (31.7.2011)
Manche Immobilien befinden sich in einem beklagenswerten Zustand.
Die Bausubstanz ist marode, das Dach undicht, die Raumaufteilung für eine
sinnvolle Verwertung ungeeignet. In solchen Fällen denken Eigentümer oft über
einen Abriss und einen Neubau an selber Stelle nach. Doch was ist mit Mietern,
die noch in dem Objekt leben und die Kündigung nicht akzeptieren? weiter lesen
Neue Rechte bei Materialkauf im Baumarkt (31.7.2011)
Wer neu baut oder sein Haus renoviert, der versucht in der Regel,
Material und Arbeit günstig einzukaufen. Viele private Bauherren kaufen Fenster,
Türen, Fliesen, Tapeten und Bodenbeläge deshalb im Baumarkt, mitunter sogar im
Internet. „Solche Sparsamkeit kann richtig teuer werden“, warnt Baufachanwältin
Heike Rath, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft
für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). weiter lesen
Vergebliche Aufwendungen für den Immobilienkauf sind keine Werbungskosten (25.7.2011)
Wer eine Immobilie vermietet oder verpachtet, der kann einen großen
Teil der dabei entstehenden Auslagen als Werbungskosten geltend machen. Das ist
insbesondere dann ein finanzieller Trost, wenn sich die Geschäftsidee als nicht
so erfolgreich erweist wie ursprünglich gedacht. weiter lesen
Über 200 kostenlose VOB-Musterbriefe bei bauprofessor.de (17.7.2011)
Mustervorlagen für den Schriftverkehr am Bau erfreuen sich großer
Beliebtheit. Über 200 solcher VOB-Musterbriefe gibt es jetzt kostenlos zum
Download bei der Bau-Suchmaschine bauprofessor.de der Weimarer f:data GmbH. weiter lesen
Absage an eine konkrete Höhe der Instandhaltungsrücklage (14.7.2011)
An die Bundesregierung sind bisher nur ganz vereinzelt Fälle
herantragen worden, in denen eine beschlossene Instandhaltungsrücklage von den
Wohnungseigentümern als zu niedrig bemessen empfunden wurde. weiter lesen
VPB-Ratgeber: "Bauen in der Gemeinschaft" und die mögliche Rolle des Architekten (12.7.2011)
"Das Bauen in der Gemeinschaft ist eine gute Idee, allerdings kann
dabei auch viel schief gehen", weiß Bausachverständiger Klaus Keilhammer,
Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros
Tübingen. "Die Organisation einer Baugemeinschaft ist weitaus komplexer als die
einer Wohneigentumsgemeinschaft im klassischen Sinne." weiter lesen
Bauherr darf zur Mängelbeseitigung Vorschuss fordern (12.7.2011)
Entdeckt ein Bauherr innerhalb der Gewährleistungsfrist einen
Mangel, muss er den zuständigen Unternehmer oder Handwerksbetrieb schriftlich
zur Mängelbeseitigung auffordern und ihm dafür eine angemessene Frist setzen. weiter lesen
Wenn das Solardach blendet. Nachbarn müssen nicht jede Störung hinnehmen (3.7.2011)
Bei allem gesellschaftlichen Interesse und aller staatlichen
Unterstützung für die Solarenergie müssen dabei doch die elementaren
nachbarrechtlichen Regeln eingehalten werden. So kann nach Information des
Infodienstes Recht und Steuern der LBS ein entsprechendes Gerichtsurteil
interpretiert werden. Anwohner hatten den Klageweg beschritten, weil sie von den
Reflektoren ständig geblendet wurden (Landgericht Heidelberg, Aktenzeichen 3 S
21/08). weiter lesen
Koalition setzt im Finanzausschuss energetische Gebäudesanierung mit Änderungen durch (30.6.2011)
Der Finanzausschuss hat am Mittwoch dem von der Koalition
eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von
energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden (17/6074)
zugestimmt. Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP votierten für den
Gesetzentwurf, nachdem sie zuvor eine Reihe von Änderungen eingefügt hatten. Die
Fraktionen von SPD und Die Linke votierten gegen den Gesetzentwurf. Die Fraktion
Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. weiter lesen
Anhörung zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung (28.6.2011)
Alle Sachverständigen haben sich in einer öffentlichen Anhörung des
Finanzausschusses für eine Förderung der energetischen Gebäudesanierung
ausgesprochen. Allerdings gab es zum Teil heftige Kritik an dem von den
Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP und der Bundesregierung geplanten
steuerlichen Abzug der Sanierungsaufwendungen als Sonderausgaben. weiter lesen
Gesetzentwurf für mehr Klimaschutz in Städten und Gemeinden wird begrüßt (28.6.2011)
Der von den Koalitionsfraktionen vorgelegte Gesetzentwurf zur
Stärkung der klimagerechten Entwicklung in den Städten und Gemeinden (17/6076)
stößt bei Experten auf breite Zustimmung. Das wurde während einer öffentlichen
Anhörung des Verkehrsausschusses am 27.6.2011 deutlich. weiter lesen
BGH-Urteil zur Verjährung des Erstattungsanspruches bei
unwirksamer Schönheitsreparaturklausel (8.5.2011)
Der
Bundesgerichtshof hat eine Entscheidung zur Verjährung des Erstattungsanspruchs
eines Mieters für die Kosten einer Renovierung getroffen, die dieser infolge
einer unerkannt unwirksamen Schönheitsreparaturklausel vorgenommen hat. Die
klagenden Mieter hatten vertragsgemäß beim Auszug aus ihrer Wohnung 2006 diese
für 2.687 Euro renovieren lassen und später erfahren, dass sie eigentlich zu
dieser Renovierung gar nicht verpflichtet waren. Denn die entsprechende Passage
im Mietvertrag war unwirksam, da es sich um eine Formularklausel handelte, die
den Mietern die Durchführung von Schönheitsreparaturen nach einem starren
Fristenplan auferlegte. weiter lesen
Brummendes Ärgernis: Wohnungseigentümer musste Klimaanlage
entfernen (2.5.2011)
In
heißen Sommern, wie sie auch Deutschland in den zurückliegenden Jahren immer
wieder erlebt hat, suchen die Menschen nach Abkühlung. Manchmal kommt es dabei
allerdings auch zu Interessenkonflikten zwischen Nachbarn. Eine elektrisch
betriebene Klimaanlage etwa darf nach Auskunft des Infodienstes Recht und
Steuern der LBS durch ihre Betriebsgeräusche andere Hausbewohner nicht
nachhaltig in ihrer Ruhe stören. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Aktenzeichen I-3
Wx 179/09) weiter lesen
ARGE Baurecht rät: Abschlagszahlungen nicht vorzeitig annehmen (26.4.2011)
"Abschlagszahlungen
gehören zum Alltag im Bauwesen. Deshalb sind sie auch immer wieder Gegenstand
gerichtlicher Auseinandersetzungen und führen zu neuen Urteilen, die die
Baubeteiligten beachten sollten. So machen sich beispielsweise Bauträger und
Investoren schadenersatzpflichtig, wenn sie vorzeitig Abschlagszahlungen
annehmen", erläutert Baufachanwalt Olaf Jaeger, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). weiter lesen
Klagen gegen Kinderlärm werden fast unmöglich (13.3.2011)
Gegen
Kinderlärm in Wohngebieten soll künftig in Deutschland fast nicht mehr geklagt
werden können. Das geht aus einem Gesetzesentwurf der Fraktionen von CDU/CSU und
FDP (17/4836)
hervor. Danach soll das Bundes-Immissionsschutzgesetz so geändert werden, dass
man nicht mehr gegen laute Geräusche von Kindertagesstätten oder Spielplätzen
gerichtlich vorgehen kann. Hintergrund der Initiative ist, dass es in jüngerer
Zeit wegen des Lärms von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und
ähnlichen Einrichtungen verschiedene Gerichtsverfahren gegeben hatte. Diese
führten zu einer Diskussion über die Frage einer kinderfreundlichen
Gesellschaft. weiter lesen
Stiftung Umweltenergierecht gegründet (6.3.2011)
Über
40 Stifterinnen und Stifter haben am 1. März 2011 die Stiftung
Umweltenergierecht gegründet. Zweck der Stiftung Umweltenergierecht ist die
Förderung der Wissenschaft auf den Gebieten des Umweltenergierechts, des
Klimaschutzrechts und des Rechts der Nachhaltigkeit der Energieversorgung auf
nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Die neue
rechtswissenschaftliche Einrichtung will damit einen Beitrag leisten, um einen
Rechtsrahmen für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung aus
Erneuerbaren Energien zu ermöglichen. weiter lesen
Gutachten zum Mietnomadentum (14.2.2011)
Im
Auftrag des Bundesbau- sowie des Bundesjustizministeriums hat die
Forschungsstelle für Immobilienrecht der Universität Bielefeld unter Leitung von
Prof. Dr. Artz und Prof. Dr. Jacoby eine Studie zu dem Thema "Mieterschutz und
Investitionsbereitschaft im Wohnungsbau - Mietausfälle durch so genannte
Mietnomaden" erstellt. Die vorläufigen Ergebnisse der Studie wurden am 1.12.2010
in Berlin mit den Auftraggebern, Verbandsvertretern der Immobilienwirtschaft und
des Deutschen Mieterbundes sowie weiteren Experten diskutiert. Am 7.2.2011 wurde
der Endbericht gemeinsam mit dem Staatssekretär Rainer Bomba aus dem BMVBS der
Öffentlichkeit vorgestellt. weiter lesen
- Mietnomaden: Was können Vermieter tun? (24.5.2010)
Verwertungskündigung: BGH stärkt Vermieterrechte (14.2.2011)
Der
Bundesgerichtshof hat am 9.2.2011 eine Entscheidung zu den Voraussetzungen einer
Verwertungskündigung getroffen. Vermieter können demnach Mietverträge kündigen,
wenn sie die Immobilie abreißen und stattdessen einen Neubau errichten wollen.
Eine solche Verwertungskündigung ist dann zulässig, wenn die vorhandene
Immobilie nicht mehr den heutigen Wohnbedürfnissen entspricht und nicht mehr mit
angemessenem Aufwand saniert werden kann (BGH, Az. VIII ZR 155/10). weiter lesen
Sind Instandhaltungsrücklagen steuermindernd? (3.1.2011)
In
Wohnungseigentümergemeinschaften wird von den Mitgliedern in der Regel eine so
genannte Instandhaltungsrücklage eingefordert. Von diesem Geld werden
Reparaturen am Gemeinschaftseigentum finanziert. Doch wann genau kann der
einzelne Eigentümer diese Ausgaben steuerlich geltend machen? Sofort oder erst
später? Nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS ist das erst
dann möglich, wenn die Summe tatsächlich für Handwerkerarbeiten ausgegeben
worden ist (Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX B 124/08). weiter lesen
Zweitarchitekt haftet für Planungsfehler des Vorgängers (21.11.2010)
Das
Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart hat mit seinem Urteil über
Schadenersatzansprüche gegenüber einem Zweitarchitekten bei Übernahme der
so genannten "Vollarchitektur" dessen Haftungsverantwortung bestätigt (Urteil vom
09.03.2010 - 19 U 100/09). weiter lesen
Hauskauf: Gekauft wie besehen (18.7.2010)
Kaum
ist die Familie in ihren Altbau eingezogen, entdeckt sie die ersten Mängel und
fragt sich: Muss die nicht der Verkäufer in Ordnung bringen? Nein, erläutert der
Verband Privater Bauherren (VPB), nicht wenn im Kaufvertrag die
Gewährleistungsansprüche wirksam ausgeschlossen wurden. Ist dies der Fall, dann
muss der Verkäufer die Mängel nicht in Ordnung bringen. Formulierungen wie
"gekauft wie besehen" deuten darauf hin. Eine Gewährleistung für etwaige Mängel
gibt es dann nicht. weiter lesen
Mietrecht: Falsche Angaben zur Wohnfläche bergen ein hohes
Risiko (18.7.2010)
Vermieter
müssen dringend darauf achten, dass die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche
zutreffend ist. Sonst drohen ihnen Mietminderungen und
DIN-Vorschriften zum Zeitpunkt der Errichtung maßgeblich (11.7.2010)
Wenn
bei der Errichtung eines Wohngebäudes die gültigen DIN-Vorschriften für den
Schallschutz eingehalten wurden, kann ein Mieter keinen darüber hinausgehenden
Schallschutz verlangen. Mit diesem Urteil (Az. VIII ZR 85/09) hat der
Bundesgerichtshof (BGH) das Mietminderungsbegehren eines Mieters abgewiesen. weiter lesen
Urheberrechte von Architekten gelten nur für einzigartige
Bauwerke (27.6.2010)
"Architekten
sollten es mit dem Urheberrecht nicht übertreiben", rät Heike Rath,
Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE
Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). "Vielen ist gar nicht bewusst, dass
mit dem Urheberrecht eine massive Beschränkung des Eigentümers verbunden ist.
Dieser darf nämlich nicht mehr über sein Haus nach Belieben verfügen, und zwar
bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers." Wegen dieser Auswirkungen auf das
Eigentumsrecht wird ein Urheberrecht an Bauwerken auch nur ganz ausnahmsweise
angenommen. Ein neues Urteil des Frankfurter Landgerichts (Aktenzeichen 2-03 O
295/09) bestätigt diese Einschätzung. weiter lesen
