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DBU-Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ startet

(22.3.2007) Wer seine Immobilie energetisch fit für die Zukunft machen will, wird sich u.a. fragen, ob sich eine neue Heizung mit Solaranlage lohnt oder wie dick Wände zusätzlich gedämmt werden könnten ... Antworten finden Eigentümer etwa Verbraucherzentralen, Handwerkern oder Architekten - aber in der Regel nur auf Nachfrage: Den ersten Schritt musste der Hausbesitzer bislang selbst machen. Die neue, bundesweite Info- und Beratungskampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) „Haus sanieren - profitieren“ will das ändern. Kooperationspartner ist das Handwerk: Bauhandwerker, Dachdecker, Maler, Heizungsinstallateure und Schornsteinfeger sollen künftig Hausbesitzer ansprechen und mit ihnen einen ersten Energie-Check durchführen. Unterstützt werden sie durch DBU-Infomaterial.


Dr. Fritz Brickwedde (l.), Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, Dr. Heinz-Gert Schlenkermann

Von den rund 15 Mio. Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa 12 Mio vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. „Es ist höchste Zeit, dass wir verstärkt Gebäude im Bestand fit für die Zukunft machen“, hob DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute (22.3.2007) während der Pressekonferenz zum Programmauftakt hervor. Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80% ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen, und die Kosten dafür werden wohl stetig steigen - so die Erwartung von Technikern und Ökonomen. „Privathäuser verbrauchen sogar noch mehr Energie als die Industrie hierzulande“, erinnert der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, Dr. Heinz-Gert Schlenkermann. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage ließe sich das ändern: „Ältere Häuser könnten nach der Sanierung bis zu 70 Prozent weniger Energie verbrauchen“, so Schlenkermann. Das würde nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel der Eigentümer zugutekommen. „Um den Wert der Immobilie langfristig zu steigern und sie so enkeltauglich zu machen, lohnt sich der Aufwand“, ergänzte Brickwedde.

Energetische Haussanierungen sind komplex: Um Eigentümer für das Thema zu sensibilisieren, erhalten interessierte Unternehmen, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, eine Schulung. Dann kann es losgehen: Sie begutachten das Eigenheim, machen einen Energie-Check und überreichen dem Hausbesitzer eine Broschüre mit Hinweisen zu den nächsten Schritten. „Das Ganze soll nicht länger als eine halbe Stunde dauern“, versprach Brickwedde. Mit der Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ will die DBU Eigentümern auch einen Leitfaden an die Hand geben, um ihr Haus Schritt für Schritt zu sanieren. „Wir meinen, dass unsere Partner im Handwerk so in den nächsten fünf Jahren mindestens eine Milliarde Euro für Sanierungen in Ein- und Zweifamilienhaushalten akquirieren werden“, betonte Brickwedde.

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