Baulinks -> Redaktion  || < älter 2017/0130 jünger > >>|  

DAM Preis für Architektur in Deutschland 2017 geht nach Hamburg bzw. Lübeck

(29.1.2017) Der DAM Preis geht in diesem Jahr an das Studio Andreas Heller Architects & Designers aus Hamburg für das Europäische Hansemuseum in Lübeck. Den Ausschlag für die Juryentscheidung gab dem Vernehmen nach „die enorme Breite an differenzierten und langfristig wirksamen städtebaulichen Lösungen“. Das Gesamtprojekt (siehe Google-Maps) besteht aus ...

  • einem neuen Ausstellungsbau,
  • einer Stadtreparatur einschließlich der Wiederherstellung verloren gegangener Wegebeziehungen und
  • der Sanierung eines Ensembles, das baugeschichtlich vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reicht.

Longlist, Shortlist, Finalisten

Mit diesem Jahrgang hat der DAM Preis für Architektur in Deutschland eine konzeptionelle Neubestimmung erfahren. In den vergangenen neun Jahren wählte eine jeweils neu zusammengesetzte Jury rund zwanzig Bauten in Deutschland aus. Eines dieser Gebäude erhielt mit dem DAM Preis eine besondere Würdigung. Dieses Prinzip wurde nun erweitert: Die Grundlage der Juryauswahl wurde vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Zusammenarbeit mit den Architektenkammern der Länder recherchiert. Auf dieser Basis entstand im DAM eine Longlist von 100 Gebäuden. Während der ersten Sitzung im Mai 2016 wählte die Jury aus diesem Spektrum 21 Bauten in Deutschland für die Shortlist aus. Dazu kamen - außer Konkurrenz - drei Bauten deutscher Büros im Ausland.

Europäisches Hansemuseum in Lübeck

Der Preisträger wurde erstmals nicht direkt auf der Jurysitzung ermittelt. Stattdessen hat die Jury aus der Gruppe der Bauten auf der Shortlist zunächst vier Finalisten ausgewählt und auf einer Juryfahrt im September besucht. In einer abschließenden Jurysitzung fiel die Entscheidung für den DAM Preis 2017 auf das Europäische Hansemuseum in Lübeck von Studio Andreas Heller Architects & Designers.

Europäisches Hansemuseum in Lübeck

Stimmen aus der Jury

Volkwin Marg: „Das Europäische Hansemuseum in Lübeck vermittelt mehr als ein halbes Jahrtausend nord-europäische Kultur. Es präsentiert in faszinierender Vielfalt eine selbstverständliche Synthese von Archäologie, Denkmalschutz und neuer Architektur mit der plausiblen ortsfesten Inszenierung der Ausstellung. Seine Architektur will sich nicht selbst ausstellen, sondern dienen - im Inneren der Aufklärung über die Geschichte der Hanse, im Äußeren als öffentlicher Raum dem Genius Loci in der Hansestadt Lübeck. Architektur und Stadtbaukunst sind eine Einheit.“

Michael Schuster: „Das Europäische Hansemuseum in Lübeck überzeugt in vielerlei Hinsicht. Ob es die Stadtreparatur im Außenbereich des Museumsareals, die liebevollen Details im Burgkloster oder die Ausstellungsarchitektur betrifft, man erkennt bei dieser sehr komplexen Aufgabe eine individuelle Handschrift. Das Europäische Hansemuseum übernimmt darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der weiteren Erforschung der Hanse über die Grenzen Deutschlands hinaus.


Christian Neuburger: „Hier wurde nicht nur zurückhaltend gebaut und rekonstruiert, Altes mit Neuem klug verwoben und gekonnt ergänzt, nein, hier fand man eine angemessene Antwort auf unterschiedlichste Fragen, hier hat jemand ein Stück Stadt weitergebaut und zurück ins Rampenlicht geholt.“

Peter Cachola Schmal: „Das Europäische Hansemuseum Lübeck ist ein wahres Gesamtkunstwerk vom Städtebau, Bauforschung, Neubau, Umbau, Renovierung, bis hin zur Ausstellungsinszenierung und Grafik. Am Ende wird auch der Kuchen noch im Büro Heller gebacken?“


Kristina Bacht: „Die Architektur des Museumsneubaus schlägt mit einer Mischung aus handwerklich feinster Backsteinmaterialität und eleganter Moderne auf eine faszinierende und selbstverständliche Weise eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Klare Formen umhüllen den Altbestand perfekt, der im Inneren die kleinmaßstäbliche Struktur der Hansestadt fortschreibt. Die Ausstellungsarchitektur zeugt von einer intensiven Auseinandersetzung der Architekten mit der Geschichte der Hanse; die tiefe Kenntnis des Ortes ist auf allen Ebenen erlebbar.“

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Baulinks folgen auf...

Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Twitter-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Facebook-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das +1-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Anmeldung zum kosten­losen Bauletter:
Der Baulinks-Newsletter kann jeder­zeit leicht auch wieder ab­bestellt werden!

Relevante BauDates

Impressum (c) 1997-2017 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)