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Nürnberger „Quartier Tafel“: Schöcks Isolink zuständig für 20.000 m² Sandwichfassade

(2.5.2022) Ein positives Beispiel, wie städtebaulich schnell und zugleich architektonisch ansprechend auf die Wohnungsnot in den großen Ballungsgebieten reagiert werden kann: die Wohnbebauung auf dem Nürnberger Tafelgelände (siehe Google-Maps). Die Gebäudefassade in Sandwichbauweise wurde hier mit Schöcks Fassadenbefestigung Isolink ausgeführt und dadurch gleichzeitig thermisch getrennt.

Rendering © bogevischs buero 

Ende 2015 schnürte die Stadt Nürnberg mit dem „Sonderprogramm Wohnungsbau“ ein Paket an städtischen Flächen, auf denen in einem kurzen Zeitraum etwa 1.800 Wohnungen entstehen soll(t)en -  davon circa 50 bis 60% als geförderter Wohnraum. Ein Projekt des Programms ist das „Quartier Tafel“ im Nürnberger Stadtteil Sankt Jobst am Europaplatz. Namensgeber des etwa zwei Hektar großen Geländes ist die historische Tafelhalle, die heute als Kulturzentrum und Industriemuseum genutzt wird und das Gelände prägt.

Kultur, Gemeinschaft und Wohnen zu erschwinglichen Mieten

Zur Tafelhalle hin errichtet die Ten Brinke Group als Generalunternehmer im Auftrag der Dawonia Management GmbH drei Wohnblöcke mit je vier bis sechs Etagen. Circa 380 Wohnungen (drei bis fünf Zimmer) mit insgesamt ca. 28.000 m² Wohnfläche sind dort im Entstehen. 50% der Wohnungen werden einkommensorientiert gefördert. Das architektonische Konzept sieht bei der Planung der Gebäude einen urbanen Stadtraum vor, der sich in die bestehende Struktur einfügt und Kunst, Wohnen und gemeinschaftliches Leben vereint.

dieses und die weiteren Fotos © Schöck Bauteile GmbH 

Architektin Juliane Zopfy vom verantwortlichen Architekturbüro bogevischs buero erläutert: „Die Tafelhalle ist ein wunderschönes Gebäude und wir wollten es als Gewinn für das Quartier mit einbeziehen und haben unsere Gebäude daher relativ nah an die ehemalige Industriehalle angesiedelt. So entsteht zum einen eine städtebauliche Qualität, aber auch ein Bezug zwischen Neubauten und Halle.“

Fertigteilbau – schnell, günstig und gestalterisch gut

Doch wie lässt sich Wohnungsbau möglichst schnell und zugleich gestalterisch ansprechend umsetzen? Frau Zopfy erklärt: „Wir haben einen Weg gewählt zwischen seriell, günstig und schnell, aber dennoch gestalterisch ansprechend. So sind die Bäder beispielsweise ganze Fertigzellen: Sobald eine Decke betoniert und die tragenden Wände aufgestellt sind, wird sie für jede Wohnung mit dem Kran direkt eingeflogen.“

Bei der Ästhetik haben die Architekten sehr viel experimentiert, denn sie wollten nicht, dass der Bau von der Optik als Betonklotz oder zu monoton wahrgenommen wird. „Daher haben wir uns gegen durchgehenden Sichtbetonbau und für die Sandwichbauweise entschieden, mit der wir in unserem Büro schon gute Erfahrungen gemacht haben“, sagt Frau Zopfy.

Um das Erscheinungsbild der Gebäude aufzulockern, gibt es in den oberen Stockwerken keine Kreuzfugen. Die senkrechte Fuge ist in jedem Stockwerk leicht versetzt. Die waagerechte Fuge muss immer an der gleichen Stelle liegen, da es das Bauen vereinfacht. Jedes zweite Stockwerk ist gleich gestaltet. Die Sichtbetonfassaden werden schließlich noch mit einer sandbraunen Lasur gestrichen, durch die die Betonstruktur dennoch gut erkennbar ist. Im Kontrast dazu sind die Gebäudefugen sowie die Balkone, Loggien und Innenhöfe der Gebäude weiß lasiert.

Energieeffiziente Fassadenbefestigung

Die Geometrie der Sandwichelemente wie auch die vorgegebene Fugeneinteilung waren bei diesem Projekt sehr anspruchsvoll. Als Lösung für die Fassadenbefestigung der Betonelemente empfahl das Fertigteilwerk Weber den Schöck Isolink. Der vom DIBt zugelassene Fassadenanker übernimmt die Funktion des Verbindungselementes für die einzelnen Schichten der kerngedämmten Betonwände.

„Wir setzen als Fassadenbefestigung grundsätzlich den Isolink ein, weil er in vielerlei Hinsicht alternativen Verbindungsankern deutlich überlegen und der beste auf dem Markt ist“, berichtet Stefan Schneider vom FTW Weber. „Der große Vorteil des Isolink ist seine wesentlich geringere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Edelstahl, denn er besteht aus dem Glasfaserverbundwerkstoff Combar. Wärmebrücken werden dadurch auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus ist der Einbau des Isolink leichter als mit anderen Systemen, Fehlerquellen werden damit vermieden und der Einbau geht insgesamt schneller.“

Foto aus dem Beitrag „Isolink: Schöck investiert in thermisch trennende Befestigungen für Fassaden“ vom 28.8.2018

Nach dem Setzen der Bohrlöcher in der Dämmung wird der runde Stab einfach eingesteckt. Die Einstecktiefe ist durch Tiefenbegrenzer gesichert. An der Betonfassade ist der Isolink durch die begrenzte Einbindelänge in der Vorsatzschale nicht sichtbar. Da mit dem Isolink darüber hinaus weniger Anker pro Quadratmeter nötig sind, kann auch Material eingespart werden. Das sichert eine hohe Wirtschaftlichkeit, die sich nicht nur bei einem Projekt wie dem Quartier Tafel - mit rund 20.000 Quadratmeter Fassadenfläche - auszahlt.

Weitere Informationen zum Isolink können per E-Mail an Schöck angefordert werden.

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