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Planungs- und Bauwirtschaft schlägt Vier-Punkte-Plan vor: Mit Baukultur durch die Corona-Krise

(2.6.2020) Die Bundesarchitektenkammer (BAK) und die Bundesstiftung Baukultur haben stellvertretend für die Planungs- und Bauwirtschaft am 26. Mai ihr „Innovationsprogramm Baukultur“ an die Politik übergeben. Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesbauministerium c/o BMI, nahm den Vier-Punkte-Plan entgegen. Die Verfasser regen darin Maßnahmen zur Überwindung der Corona-/COVID19-Krise an, die eine nachhaltige volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung entfalten.

Wie viel wird in Deutschland gebaut? Bauvolumen im Vergleich zu anderen Schlüsselbranchen.
Quelle: BMF 2019; BMWi 2017; DAT 2020; DIW 2020 (Grafik © Bundesstiftung Baukultur) 

Das „Innovationsprogramm Baukultur“ umfasst vier Schwerpunkte:

ERSTENS: Zusätzliche Mittel für Innovation und Zukunftsprojekte

Die Corona-Krise muss Innovationsmotor für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sein. Dazu gehören ...

  • die Transformation der Städte - etwa mit Blick auf den Klimawandel -,
  • veränderte Arbeitsmodelle und
  • neue Mobilitäts- sowie Konsumgewohnheiten.

Eine konsequente Unterstützung neuartiger Ansätze kann Deutschland im Standortwettbewerb voranbringen und öffentliche wie private Bauherren wieder in die Position versetzen, mit ihren Bauten Vorbildcharakter zu zeigen.

ZWEITENS: Klimaschutz baulich umsetzen

Der Bausektor kann zum Klimaschutz unter allen Wirtschaftszweigen den größten Beitrag leisten: Denn er gehört zu den ressourcenintensivsten Branchen und bietet gleichzeitig große Einsparpotenziale. Notwendig ist ein Programm für nachhaltiges Wirtschaften, Klimaschutz und den laufenden ökologischen Wandel. Die Forcierung bestehender KfW-Programme zur Förderung der energetischen Sanierung und die gesetzliche Erleichterung ganzheitlicher Modernisierungsansätze können Bauaktivitäten auslösen und gleichzeitig klimapolitische Ziele realisieren.

DRITTENS: Vorliegende Planungen jetzt realisieren

Vorgesehene und vorbereitete Projekte sollten nun zügig umgesetzt werden. Die zeitliche Befristung der erforderlichen Konjunkturmittel führt dabei zu entsprechendem Handlungsdruck. Die Bauwirtschaft kann aus einer gegebenen Beschäftigungssituation weiter Aufgaben übernehmen und Arbeitsplatzabbau vermeiden. Investitionen der öffentlichen Hand, die den langfristigen Strukturwandel fördern und private Investitionen auslösen, sind aktuell besonders sinnvoll.

VIERTENS: Solide Basis für wirksame Konjunkturmaßnahmen schaffen

Konjunkturpolitik mit den oben genannten Schwerpunkten lässt sich nur realisieren, wenn alle Akteure in den Stand versetzt werden, die großen Herausforderungen auch tatsächlich schnell und sachgerecht umsetzen zu können. Die beschleunigte Vergabe und Genehmigung vorliegender und vorbereiteter Projekte hätte bereits für sich einen positiven Konjunktureffekt. Die befristete oder dauerhafte Verschlankung von Strukturen und Prozessen sollte gewährleistet werden.

Arbeitgeber Bauen - Gesamtbeschäftigte ausgewählter Berufe des Planens und Bauens in Deutschland
Quellen: Bundesagentur für Arbeit 2019; Bundesarchitektenkammer 2019; Bundesingenieurkammer 2018; DV, gif, IW 2017 (Grafik © Bundesstiftung Baukultur) 

Das Innovationsprogramm wird mitgetragen durch:

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