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Callweys 50 Häuser des Jahres 2021

50 Häuser des Jahres 2020
  

(29.9.2021) Zum elften Mal hatte der Callwey Verlag zusammen mit Partnern den Wettbewerb „Häuser des Jahres“ ausgelobt. Große und kleine Bauten waren in allen Jahren dabei. Das kleinste kommt in diesem Jahr mit 50 m² aus, die von Armando Ruinelli für eine Person zum Studieren und Wohnen maßgeschneidert wurden. Das größte misst knapp 531 m² Wohnfläche und wurde von Dietrich | Untertrifaller wohnlich gestaltet. Die Häuser des Jahres ...

  • finden sich auf dem Land ebenso wie in Städten,
  • sind aus Beton, Ziegel, Lehm oder aus Holz, flächig aufgeglast oder von einzelnen Setzungen perforiert,
  • liegen am Hang oder am Wasser,
  • ducken sich aufs Gelände oder strecken sich in die Höhe.

Liest man die Antworten auf die Frage, was den Reiz und das Problem beim Bau eines Einfamilienhauses ausmacht, dann sind heute die kritischen Töne sehr viel lauter als vor Jahren, und die Architekten gehen mit gutem Beispiel voran: „Der ständige Neubau von Einfamilienhäusern kann unseres Erachtens nicht die Antwort auf die Wohnungsfrage sein. Zumal es gleichzeitig so viel Leerstand bei bestehenden (Wohn-)Gebäuden gibt. Bei unserer Suche nach einem geeigneten Wohnraum waren wir deshalb immer auf der Suche nach gemeinschaftlichen Wohnformen oder einem interessanten Bestandsgebäude“, so Rike Kress von ARSP.

Zumal es richtig ist, dass das Einfamilienhaus nicht die einzig denkbare Wohnform ist und nicht für jeden Ort die beste Lösung. Gezeigt hat die Debatte jedoch, wie emotional aufgeladen das Thema Einfamilienhaus ist: Das eigene Haus ist und bleibt ein Traum Vieler, ein sicherer Rückzugsort und individueller Ausdruck eines persönlichen Wohn- und Lebensgefühls. Dass es dafür differenzierte und höchst unterschiedliche Lösungen gibt, zeigt dieses Buch, das auch jedem Politiker ans Herz gelegt sei.

Für die Häuser des Jahres 2021 wählte die Jury aus 180 Einreichungen 50 Projekte aus und benannte einen Preisträger, sieben Anerkennungen und einen Fotografiepreis. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt.

Das Buch zum Wettbewerb präsentiert diese 50 besten Häuser mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen sowie aussagekräftigen Projektbeschreibungen aus der Feder der Architekturjournalistin Katharina Matzig. Udo Wachtveitl, der bekannte deutsche Filmschauspieler mit Affinität zu Architektur, verfasste die Einleitung, in der er unterhaltsam und durchaus kritisch die Bauaufgabe Einfamilienhaus diskutiert.

Erster Preis für Projekt „Der Stadtbaustein“

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewannen Andreas Fuhrimann Gabrielle Hächler Architekten aus Zürich (CH) für das Projekt „Der Stadtbaustein“. Die Anerkennungen gingen an:

  • Bathke Geisel Architekten, München, für „Die Baukunst der Reduktion“
  • Wespi de Meuron Romeo Architekten BSA, Caviano (CH), für das Projekt „Freundliche Festung“
  • Hohengasser Wirnsberger Architekten ZT GmbH, Spittal an der Drau (A), für „Einraum für Zwei“
  • ARSP ZT GmbH, Dornbirn (A), für das Projekt „Vorne hui. Und hinten? Besonders hui!“
  • Thomas Kröger Architekten GmbH, Berlin, für „Das Haus am See“
  • Ruinelli Associati AG Architetti SIA, Soglio (CH), für das Projekt „Das Bau-Kultur-Studio“
  • Niklaus Graber & Christoph Steiger Architekten ETH/BSA/SIA GmbH, Luzern (CH), für „Die Charta von Luzern-Nord“

Den Fotografiepreis erhielt Albrecht Imanuel Schnabel für das Projekt „Der Einhof“ von LP architektur ZT GmbH - siehe auch Titelbild des  Buch zum Wettbewerb.

50 Häuser des Jahres 2020
  

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

  • Häuser des Jahres
    Die besten Einfamilienhäuser 2021
  • von Katharina Matzig und Udo Wachtveitl
  • 2021. 320 Seiten, 450 farbige Abbildungen und Pläne 23 x 30 cm, gebunden
  • ISBN 978-3-7667-2530-1
  • erhältlich u.a. bei Weltbild und Amazon

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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