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Nachfrageboom im Baustoff-Fachhandel

  • Kräftiges Umsatzplus von 11,2 Prozent in 2006
  • BDB-Mitgliedsfirmen erwarten weitere positive Geschäftsentwicklung

(21.1.2007) Nach zehn Jahren rückläufiger Umsatzentwicklung bescherte das Jahr 2006 den bundesweit 1.040 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB) einen regelrechten Nachfrageboom nach Baumaterialien. Den privaten Wohnungsbau beflügelten Vorzieheffekte im Rahmen der Mehrwertsteuererhöhung und die Aufarbeitung von Bauanträgen, die vor der Abschaffung der Eigenheimzulage eingereicht wurden. Auch die von der KfW-Förderbank unterstützten Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand (siehe CO₂-Gebäudesanierungsprogramm) nahmen im vergangenen Jahr deutlich zu. "Begünstigt durch einen bislang milden Winter haben diese Effekte nicht nur zu einem kräftigen Umsatzplus von 11,2 Prozent im vergangenen Jahr geführt, sondern sogar auch zu einigen Lieferengpässen", berichtet BDB-Präsident Max Schierer anlässlich der BAU 2007 in München.

Vor allem die Nachfrage nach Produkten und Systemen für die Wärmedämmung mit Zuwächsen von teilweise 50 Prozent über dem Vorjahr konnte trotz Vollauslastung sämtlicher zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten und Einbringen aller Lagervorräte nicht immer zeitnah befriedigt werden (siehe auch Beitrag "Bundesvereinigung Bauwirtschaft über Kostenschub und Knappheit bei Baumaterialien" vom 17.11.2006).

Die Neubautätigkeit im Wohnungsbau, die 2006 starken Sondereinflüssen ausgesetzt war, wird nach Einschätzung des BDB bereits 2007 wieder nachlassen. "Allerdings gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand weiter steigen wird", so Max Schierer. Gemeinsam mit einer leichten Erholung des öffentlichen Baus, begründet durch die verbesserte Finanzsituation der Kommunen, sowie einem nach wie vor aufwärts gerichteten Wirtschaftsbau dürften damit die dämpfenden Impulse aus dem Wohnungsneubau überkompensiert werden. "Für 2007 rechnen wir Baustoff-Fachhändler mit einer weiteren Stabilisierung der Baukonjunktur. Wenn uns der Winter im 1. Quartal 2007 nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht, können wir ein leichtes Umsatzplus von etwa zwei Prozent erreichen", erwartet Max Schierer.

Rasantes 2. Halbjahr 2006

Während die Mitgliedsfirmen im 1. Halbjahr 2006 witterungsbedingt lediglich ein Umsatzplus von knapp 4,6 Prozent erzielten, setzte im 2. Halbjahr 2006 ein regelrechter Run auf Baumaterialien ein. Allerdings zeigen sich bei regionaler Betrachtung erhebliche Unterschiede, wie eine zum Jahresende durchgeführte repräsentative Blitzumfrage des BDB belegt. Wie im Vorjahr blieb die Entwicklung in Ostdeutschland mit plus 7,0 Prozent deutlich hinter der in Westdeutschland (+12,0 Prozent) zurück.

Spitzenreiter unter den Bundesländern ist ...

  • Thüringen (+16,9 Prozent) vor
  • Hamburg (+16,6 Prozent), gefolgt
  • von Bayern (+14,4 Prozent) und
  • Nordrhein-Westfalen (+14,1 Prozent).

Der Umsatzzuwachs fiel bei gewerblichen Kunden mit 11,7 Prozent noch deutlicher aus als bei Privatkunden (+9,1 Prozent). Leicht erhöht hat sich die Anzahl der Beschäftigten (+0,8 Prozent) sowie die Zahl der Auszubildenden (+1,2 Prozent). Mit einer stabilen Ausbildungsquote von 7,8 Prozent investiert der überwiegend mittelständisch strukturierte Baustoff-Fachhandel traditionell stark in den eigenen Nachwuchs. Deutlich zugenommen hat auch der Umsatz pro Beschäftigtem (+10,3 Prozent). "Wie in jeder anderen Branche, in der starker Wettbewerb herrscht, können sich unsere Mitgliedsfirmen nur durch kontinuierliche Produktivitätssteigerungen behaupten", erläutert der BDB-Präsident.

Zuversicht für 2007

Trotz der Mehrwertsteuererhöhung und dem zu erwartenden Rückgang in der Neubautätigkeit rechnet fast jeder 2. Baustoff-Fachhändler auch für das 1. Halbjahr 2007 weiter mit steigenden Umsätzen. "In viele Betriebe ist wieder Zuversicht eingekehrt. Jetzt muss sich diese Zuversicht auch in den Betriebsergebnissen unserer Mitgliedsfirmen niederschlagen", hofft Max Schierer. Immerhin schätzen acht von zehn Baustoff-Fachhändlern die weitere Entwicklung ihres Unternehmens als zufriedenstellend oder gut ein.

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