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Möbel via Web sind stark im Kommen / Über die Hälfte der Händler rechnen mit Zuwächsen im Bereich B2C

(19.4.2001) Ohne E-Business geht nichts mehr - auch im Möbelhandel. Immer mehr Einrichtungshäuser setzen neben ihrem herkömmlichen Vertrieb zusätzlich auf den Verkauf über das Internet und entwickeln sich zu Multi-Channel-Playern.

55 Prozent der Möbelhändler sind überzeugt, dass sich der Verkauf von Möbeln an die Endkunden übers Internet (B2C) in bestimmten Nischen als feste Größe durchsetzt. 20 Prozent gehen davon aus, dass sich der elektronische Handel als zweiter Vertriebsweg etabliert. Das belegen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der BBE Unternehmensberatung in Köln.

"Der Mittelstand weiß mit den neuen Medien umzugehen. Nicht zuletzt, weil die Marketing-Kooperationen der Branche ihre Mitglieder bei der Realisierung von kompetenten Internet-Auftritten unterstützen." Hans-Jürgen Schatt, Sprecher der ZGV-Fachgruppe Möbel, betont, dass das weltweite Netz vor allem für mittelständische Möbelhäuser enorme Potentiale bietet. "Nicht nur zur Kundenbindung, sondern auch für die Erschließung neuer Zielgruppen."

Noch liegt der Anteil des Möbel-Umsatzes, der über das World Wide Web erzielt wird, unter fünf Prozent. Denn der elektronische Handel entwickelt sich bei weitem nicht so schnell wie erwartet. Der steile Aufstieg der jungen Internet-Firmen wurde gerade in den letzten Monaten stark gebremst. Doch jetzt steigen die Unternehmen der "Old Economy" richtig in die Web-Vermarktung ein. Sie können mit ihrer Branchenerfahrung und ihrem Wissen die Chancen, die das Internet bietet, gewinnbringend nutzen.

Hintergrund: Die ZGV Fachgruppe Möbel vereint 24 Einkaufskooperationen mit rund 10.000 Möbelhandelsunternehmen. Sie ist Teil der Dachorganisation Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen e.V. (ZGV). Er ist Wirtschafts-, Handels- und Arbeitgeberverband, der rund 400 Kooperationen mit 180.000 Mitgliedsunternehmen aus über 30 Branchen repräsentiert. Der ZGV hat als Unternehmensverband den Auftrag, die ihm angeschlossenen Kooperationen zu fördern und bei der Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Verbundgruppen mitzuwirken. Das Ziel: Strukturbedingte Nachteile der Klein- und Mittelbetriebe gegenüber den Großbetriebsformen auszugleichen.

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