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Veranstalter mit baufach 2006 zufrieden

(5.2.2006) Rund 23.000 Besucher aus zehn Ländern informierten sich vom 1. bis 4. Februar 2006 auf dem Leipziger Messegelände über die Angebote der 431 Aussteller (2003 waren es 25.600*) Besucher). Die Angebotspalette der Aussteller, die aus 14 Ländern in die sächsische Messe-Metropole gereist waren, reichte von Baustoffen, Bauteilen, Bauchemie über Baumaschinen bis hin zu Computern und Software am Bau.

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Rund 90 Prozent der Besucher seien laut Veranstalter vom Fach gewesen. Im Vergleich zu 2003 verzeichnete die baufach außerdem eine erhebliche Steigerung des Fachbesucheranteils aus dem Ausland von 2,4 auf 3,7 Prozent. Der hohe Anteil der Fachbesucher untermauere die klare Ausrichtung der baufach als Fachmesse. Über 70 Prozent der Aussteller bescheinigten den Besuchern ebenfalls eine hohe fachliche Kompetenz. Ein Drittel der Aussteller gab an, schon auf der Messe konkrete Geschäftsabschlüsse erzielt zu haben. 54 Prozent erwarten ein gutes Nachmessegeschäft.

"Angesichts der Baukonjunktur und des gravierenden Rückgangs der Beschäftigtenzahlen ist die Besucherzahl höher als wir erwartet haben", sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH. "Die baufach etabliert sich klar als Fachmesse, wie man an dem sehr hohen Fachbesucheranteil sehen kann." Nach der fast dreijährigen Veranstaltungspause und der zwischenzeitlichen Branchenentwicklung sei er mit dem Ergebnis zufrieden, sagte Marzin.

Professor Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB), sagte, dass die baufach gerade in der momentanen Situation eine Leuchtturmfunktion habe, vor allem für Mitteldeutschland sowie die angrenzenden mittel- und osteuropäischen Länder. Eine Funktion der baufach sei es, wichtige Impulse zu einem Zeitpunkt zu geben, da sich die Baubranche offenkundig von ihrem jahrelangen Auftrags- und Investitionstief zu erholen beginne.

Aktuelle Entwicklungen diskutierte zum Beispiel das erstmals ausgerichtete SHKGforum, wo die Gebäudeeffizienz im Mittelpunkt stand. Das Forum sollte auf die 2007 in Leipzig stattfindende SHKG-Messe einstimmen.

Erstmals erlebten die Besucher die "Faszination Fliese" im gleichnamigen Ausstellungsbereich der baufach. Deutsche und internationale Fliesen- und Plattenhersteller sowie das italienische Unternehmen GranitiFiandre präsentierten die Vielfalt ihrer Produkte. Im Mittelpunkt standen hier moderne Fertigungsprozesse, zeitgemäße Oberflächen und Materialien, neue Verlegemethoden und Installationstechniken.

Verschiedene Veranstaltungen widmeten sich der Thematik "Barrierefreies Bauen, Planen und Wohnen". Zusammen mit der Leipziger Messe lud die Arbeitsgruppe KOOPERATION GdW-BDA-DST zu dem Symposium "Wohnen im Alter - Wohnen in der Stadt" ein. Über barrierefreies Planen und Bauen in Architektur, Stadt und Landschaftraum diskutierten auch die Teilnehmer des 2. Mitteldeutschen Architektentages Leipzig. Die 300 Architekten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beschäftigten sich mit den Herausforderungen des barrierefreien Gestaltens, die sich aus gesellschaftlichen, demografischen und baukulturellen Wandlungsprozessen ergeben.

Topbesetzung: 5. Leipziger Baugespräch

Das "Who ist Who" der deutschen Baubranche traf sich am Dienstag, 31.01.2006, zum 5. Leipziger Baugespräch, das von den acht Spitzenverbänden der deutschen Baubranche getragen wird. Erstmals fand das Baugespräch am Vortag der Messe baufach statt. Zu den Einführungsrednern gehörte der Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler Professor Bert Rürup. Er warnte davor, die demografische Entwicklung der Bundesrepublik als "Überalterung" abzuqualifizieren und verwies auf Chancen dieses Prozesses für die Bauwirtschaft. Trotz rückläufiger Bevölkerungszahlen werde sich die Nachfrage nach Wohnraum weiter erhöhen, versicherte Professor Rürup. Eine Infrastrukturinitiative der Bundesregierung forderte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dr. Hans-Peter Keitel, Vorstandsvorsitzender der Hochtief AG, Essen. Die Koalition müsse auf diese Weise Vorsorge treffen, dass die spürbar nachlassende Qualität speziell der deutschen Verkehrsinfrastruktur zügig erneuert werde. Die Bundesrepublik müsse auch für internationale Unternehmen wieder als Investitionsstandort interessant werden.

baufach vs. bautec?

Die nächste baufach soll vom 30. Januar bis 2. Februar 2008 stattfinden. In Abstimmung mit dem Messebeirat werde "ihre Position als wichtigste Fachmesse für den Bausektor in Ostdeutschland ausgebaut".

Zur Erinnerung: 2004 ist die baufach von einem Herbsttermin auf den Jahresanfang gerutscht worden (siehe Beitrag "baufach wechselt ins Frühjahr und wird mit Holztec und SHKG zusammengelegt" vom 17.6.2004). Mit der Verschiebung rückte die Leipziger Messe der knapp 200 km entfernten Berliner bautec ziemlich auf den Pelz, die im Jahr 2006 nur 16 Tage nach Ende der baufach beginnt. Ob das sinnvoll so war - zumal sich die Berliner Messe sher selbstbewußt als "Hauptstadtmesse" versteht und von Verbänden und Politik als wichtige Plattform für eigene Veranstaltungen genutzt wird?

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