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"Zusatzrente" für Wohneigentümer bei 1.200 DM (West) bzw. 851 DM (Ost) pro Monat

(15.6.2001) Die Wohnkosten schlagen in den Budgets der privaten Haushalte in immer stärkerem Maße zu Buche. Das gilt ganz besonders für Rentnerhaushalte, bei denen die Aufwendungen für das Wohnen in der Regel einen überproportionalen Anteil ausmachen. Wohneigentümer haben dabei gegenüber dem Mieter den entscheidenden Vorteil, dass das mietfreie Wohnen das Haushaltsbudget erheblich entlastet.

Nach einer im Auftrag des Verbandes der Privaten Bausparkassen durchgeführten Sonderauswertung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1998 des Statistischen Bundesamtes belief sich der Mietwert der eigenen vier Wände bei Rentnerhaushalten in Westdeutschland auf 1.200 DM pro Monat. Bei einem monatlichen (Haushalts-) Nettoeinkommen der Rentner von 3.710 DM konnten diese Haushalte ihre Einkommen also um fast ein Drittel (32,3 Prozent) dadurch "aufstocken", dass sie für das Wohnen in der eigenen Wohnung keine Miete zahlen mussten.

Demgegenüber mussten Mieterhaushalte von ihrem durchschnittlichen Nettoeinkommen in Höhe von 2.785 DM knapp ein Viertel (24,3 Prozent) bzw. 676 DM für die Miete abzweigen, so dass ihnen unter dem Strich 2.109 DM für den Lebensunterhalt blieben. Der Verband hebt hervor, dabei müsse berücksichtigt werden, dass die Wohnung der Mieterhaushalte durchweg kleiner und weniger komfortabel ausgestattet seien, als das Haus oder die Eigentumswohnung der Eigentümer.

In Ostdeutschland habe der Mietwert der eigenen vier Wände mit knapp 851 DM nicht ganz so hoch gelegen. Dementsprechend sei der Anteil hier mit 26,5 Prozent am Gesamteinkommen in Höhe von 3.209 DM auch niedriger ausgefallen. Immerhin bedeutete das mietfreie Wohnen noch eine Einkommenssteigerung um mehr als ein Viertel (26,5 Prozent). Rentnerhaushalte, die zur Miete wohnten, mussten hierfür 528 DM aufwenden, was einer Einkommensbelastung von 19,7 Prozent entsprach.

Andreas J. Zehnder, Hauptgeschäftsführer des Verbandes: "Selbst wenn man berücksichtigt, dass die laufenden Unterhaltskosten die eingesparte Miete wieder etwas schmälern, machen diese Beträge deutlich, mit welchem großen finanziellen Entlastungseffekt die eigenen vier Wände für Rentnerhaushalte verbunden sind. Das mietfreie (und schuldenfreie) Wohnen im Alter wird zur zweiten Rente."

Der Verband weist abschließend darauf hin, dass es durchaus Eigenheimbesitzer gebe, die im Alter aus Ersparnisgründen bewusst auf Unterhaltskosten für Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, wie z. B. Außen-/Innenanstrich, Fußbodenbeläge, Sanitäreinrichtungen usw., verzichten würden. Auf diese Art komme es zu einem (Teil-) "Verzehr" des in den vorangegangenen Jahren und Jahrzehnten aufgebauten Immobilienvermögens.

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