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Bauindustrie zur Jahresbilanz 2004

(24.2.2005) Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Jahresdaten zum Bauhauptgewerbe (siehe entsprechende Meldung) bestätigen die Prognose des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Wie der neuesten Ausgabe des "Aktuellen Zahlenbildes" zu entnehmen ist, ist der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im letzten Jahr um 5,2% zurückgegangen. Die Befürchtung, dass sich die Talfahrt im Bauhauptgewerbe fortsetzt, hat sich somit bestätigt.

Die Auswirkungen auf den Bauarbeitsmarkt sind gravierend: Die Zahl der Beschäftigten sank um weitere 47.000 auf 767.000; 46% weniger als 1995. Ein Ende ist nicht abzusehen: Nach der neuesten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) planen 46% der befragten Bauunternehmen eine weitere Einschränkung ihres Personalbestandes. Hier spiegelt sich der Einbruch des Auftragseinganges von real 6,9% im letzten Jahr wider.

Am schlechtesten hat der Wirtschaftsbau mit einem Umsatzrückgang von 6,3% abgeschnitten. Die Unsicherheit über die künftige wirtschaftliche Entwicklung lähmte weiterhin die Investitionsneigung: Die Auftragseingänge lagen um real 8,1% unter dem Wert von 2003. Für 2005 ist keine Besserung zu erwarten: Laut DIHK planen lediglich 21% der befragten Unternehmen aller Wirtschaftszweige höhere Investitionen. 28% wollen diese hingegen weiter einschränken. Der Hauptverband geht deshalb von einem weiteren Umsatzrückgang von 5% im laufenden Jahr aus.

Die Sonderkonjunktur im Wohnungsbau auf Grund der Diskussion über die Abschaffung der Eigenheimzulage ist schon Anfang 2004 ausgelaufen. Das Ergebnis hat dies nicht wesentlich beeinflusst: Der Umsatz lag um 3,5% unter dem Vorjahresergebnis; der Auftragseingang und die Baugenehmigungen sogar um jeweils 10,0%. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Umsatzminus von 4%.

Auch von der Öffentlichen Baunachfrage gingen 2004 keine positiven Impulse aus: Der baugewerbliche Umsatz sank um 5,8%. Die Hoffnung, dass sich die wieder sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen positiv auf die Bauausgaben der Gemeinden (mit einem Anteil von 61% der größte öffentliche Auftraggeber) auswirken würden, haben sich nicht erfüllt. Gleichzeitig haben sich Bund, Länder und Gemeinden im letzten Jahr mit weiteren Aufträgen zurückgehalten: Der Auftragseingang weist ein Minus von 4,0% aus. Für 2005 setzt der Hauptverband auf PPP-Projekte im Hochbau und im Verkehrswegebau. Der Rückgang wird demnach - im Vergleich zu den übrigen Bausparten - mit 2% moderater ausfallen.

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