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Der mit dem Maulwurf tanzt: Schweizer Tiefbauer setzt auf langlebige Baggertechnik

(13.04.2026) Das Schweizer Unternehmen Graf Tiefbau AG setzt seit Jahrzehnten auf eine kontinuierlich weiterentwickelte Maschinenstrategie. Bereits 1997 wurde der erste Yanmar-Bagger angeschafft – ein Gerät, das bis heute im Einsatz ist und inzwischen mehr als 10.000 Betriebsstunden erreicht hat.  Sein Einsatzgebiet liegt insbesondere im Kanal- und Leitungsbau. „Die hier anfallenden Aufgaben erledigt er mit Bravour”, sagt Geschäftsführer Fabian Cervi.

Historischer Yanmar-Bagger ViO70 im Einsatz bei Graf Tiefbau mit über 10.000 Betriebsstunden. (Bild: Yanmar) 

Familienunternehmen mit technischer Entwicklung

Das Unternehmen wurde 1964 gegründet und über drei Generationen weiterentwickelt. Bereits früh kamen Technologien wie mobile Brecher oder die Larsenrammung zum Einsatz. Parallel entstand mit dem „grünen Maulwurf” ein bis heute prägendes visuelles Markenzeichen der Maschinenflotte. Heute führt Fabian Cervi das Unternehmen weiter und bleibt bewusst nah an der Praxis. Rund 30 % seiner Arbeitszeit verbringt er selbst auf Baustellen. „So verliere ich nicht den Bezug und weiß, was die Mitarbeiter bewegt. Man bleibt am Ball, lebt vom Wissen und nicht vom Hoffen.” 

Das Schweizer Unternehmen Graf Tiefbau AG setzt seit Jahrzehnten auf eine kontinuierlich weiterentwickelte Maschinenstrategie. (Bild: Yanmar) 

Maschinenpark: Bandbreite von 3,5 bis 10 Tonnen

Die Flotte umfasst Mobilbagger, kompakte 3,5-Tonnen-Maschinen sowie 10-Tonnen-Geräte und deckt damit ein breites Spektrum im Tiefbau ab. Ein Schwerpunkt liegt auf Maschinen der 10-Tonnen-Klasse wie dem Yanmar SV100.  Zum Einsatz kommen die Geräte unter anderem im Abbruch, beim Aushub sowie im klassischen Tiefbau. 

Ein Vorteil dieser Gewichtsklasse liegt in der Effizienz im Arbeitsalltag, etwa durch den Wegfall von Schlauchwechseln beim Anbaugerätewechsel. „Er überzeugt mich einfach in jeder Hinsicht: übersichtlich, wartungsfreundlich und mit einer intuitiven Steuerung, die sofort vertraut wirkt”, beschreibt Cervi seine Erfahrungen mit dem SV100. Auch die Bedienbarkeit wird als Vorteil hervorgehoben: „Unsere Maschinisten sind begeistert, weil die Geräte übersichtlich und zuverlässig sind – und weil man spürt, dass sie für den Alltag auf der Baustelle entwickelt wurden.”

Einsatzspektrum im Tiefbau

Die Maschinen werden in unterschiedlichen Szenarien eingesetzt, von der Hangsicherung im privaten Wohnbau bis zum Wegebau. So wurde beispielsweise innerhalb einer Woche ein rund 600 m langer Waldweg aus Schotter hergestellt. Das Unternehmen arbeitet überwiegend für private Auftraggeber; ihr Anteil liegt bei etwa 70 bis 80 %, während der Rest auf öffentliche Auftraggeber entfällt. 

Digitalisierung und 3D-Steuerung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Alle Maschinen sind getrackt, neue Geräte verfügen über GPS-gestützte 3D-Steuerungen. „Man sitzt im Bagger und sieht sofort, wo und wie man ansetzen muss – das spart enorm viel Zeit und macht unsere Arbeit präziser”, erklärt Cervi. Die Bauausführung erfolgt zunehmend auf Basis digitaler 3D-Modelle, was sowohl die Effizienz als auch die Genauigkeit der Arbeiten erhöht. 

Ausblick: Effizienz und neue Technologien

Zukünftige Investitionen konzentrieren sich auf Effizienzsteigerung und technische Weiterentwicklung. Dazu zählen unter anderem digitale Steuerungen, neue Tools sowie alternative Antriebskonzepte. „Trends wie eMobilität, digitale Steuerungen oder arbeitserleichternde Tools werden im Tiefbau immer wichtiger. Für uns geht es darum, diese Innovationen frühzeitig zu nutzen, damit wir auch morgen vorne mitspielen können”, so Cervi. 

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