Holzeinschlag 2025 insgesamt gesunken, Schadholzaufkommen halbiert
(15.04.2026) Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2025 in den deutschen Wäldern insgesamt 57,3 Mio. m³ Holz eingeschlagen. Somit lag der Holzeinschlag 6,4 % unter dem Vorjahreswert von 61,2 Mio. m³. Die sei vor allem auf den stark gesunkenen Schadholzeinschlag zurückzuführen. Im Jahr 2025 wurden 12,7 Mio. m³ Schadholz eingeschlagen, das entspricht einem Rückgang um 53,7 % gegenüber 2024 mit 27,3 Mio. m³. Nach dem Rekordjahr 2020, in dem mit 60,1 Mio. m³ das höchste Schadholzaufkommen seit Beginn der Zeitreihe 1990 verzeichnet wurde, geht der Schadholzeinschlag damit zum fünften Mal in Folge zurück. Sein Anteil am gesamten Holzeinschlag sank auf 22,1 % im vergangenen Jahr – 2020 lag dieser bei 74,8 %.
Ursachen für Schadholzaufkommen
Im Jahr 2025 wurden 7,9 Mio. m³ Schadholz aufgrund von Insektenschäden eingeschlagen. Das war gut die Hälfte (53,1 %) weniger als 2024 mit 16,8 Mio. m³ und gut vier Fünftel (81,8 %) weniger als im Rekordjahr für Schadholzeinschlag 2020 (43,3 Mio. m³). Weitere nennenswerte Ursachen für Schadholzeinschlag waren Trockenheit sowie Winde und Stürme. Auch diese Kategorien verzeichneten deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr: Der durch Trockenheit bedingte Schadholzeinschlag sank von 2,5 Mio. m³ im Jahr 2024 um 27,7 % auf 1,8 Mio. m³ in 2025. Der durch Winde und Stürme verursachte Schadholzeinschlag fiel von 3,5 Mio. m³ im Vorjahr auf 1,2 Mio. m³ – ein Rückgang von 66,7 %.
Einschlag an Holzarten
Insgesamt wurden 32,4 Mio. m³ Holz der Holzartengruppe „Fichte, Tanne Douglasie und sonstiges Nadelholz” im Jahr 2025 eingeschlagen. Dies bedeutet einen Rückgang um 14,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 37,7 Mio. m³) sowie 48 % gegenüber dem auch für diese Holzartengruppe bedeutendsten Einschlagjahr 2020. Fichtenholz bleibt dennoch die am häufigsten verfügbare Holzart. Mit deutlichem Abstand folgen Kiefern- und Lärchenholz mit 13,2 Mio. eingeschlagenen m³ sowie Holz der Holzartengruppe „Buche und sonstiges Laubholz” mit 9,9 Mio. m³; an Eichen- und Roteichenholz waren es 1,9 Mio. m³.
Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 – sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz – deutet darauf hin, dass ein Großteil der geschädigten Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und dem Wald entnommen wurde. Fichtenbestände gelten als besonders anfällig für Schädlingsbefall, insbesondere wenn sie zuvor bereits durch Trockenheit oder andere Faktoren geschwächt wurden.
Weiterverarbeitung
Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet als Stammholz Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. Im Jahr 2025 wurden 32 Mio. m³ und damit 55,9 % der angefallenen Holzmenge mit dem Verwertungsziel Stammholz eingeschlagen. Etwa 11,8 Mio. m³ (20,6 %) wurden als Industrieholz zur Verwendung in der Holzwerkstoffindustrie insbesondere Papier- und Zellstoffindustrie vorgesehen. Zur Energiegewinnung wurden 10,7 Mio. m³ (18,7 %) genutzt.
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