Moso stellt Fassaden-Komplettsystem aus Bambus vor
(16.3.2026) Auf der Dach+Holz 2026 präsentierte Moso Bamboo ein neues Fassaden-Komplettsystem für den Holzhausbau. Die Kombination aus Bambusfassade, CLT-Massivholzwand und Aluminium-Unterkonstruktion wurde gemeinsam mit Karle & Rubner und Derix entwickelt.
Expertise im Massivholzbau
Das System kombiniert eine geschlossene Bambusfassade mit einer Bambus-Wandverkleidung für Innenflächen. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine Aluminium-Unterkonstruktion mit Stahl-Clips von Karle & Rubner sowie Dämmung und Cross Laminated Timber (CLT) als Massivholzwand. Die Ingenieure von Derix begleiteten die Entwicklung mit ihrer Expertise im Massivholzbau und bei CLT-Konstruktionen. Auf dem Messestand zeigte Moso Bamboo erstmals eine Hauswand aus dem neuen System einschließlich integriertem Fenster. Das Fassadensystem erfüllt die Anforderungen moderner Holzbaukonstruktionen. Angegeben wird die Brandschutzklasse B-s2-d0. Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung ist beantragt.
Zertifizierung „QNG ready”
Während der Messe wurde außerdem ein Zertifikat des Sentinel Holding Instituts (SHI) übergeben. Das Institut prüfte zahlreiche Moso-Produkte auf Schadstoffe und bestätigte die Zertifizierung „QNG ready”. Damit können die Produkte in Projekten eingesetzt werden, die die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude erfüllen und für entsprechende Förderprogramme geeignet sind.
Die SHI-Datenbank stellt Architekten und Planern aktuelle Produktinformationen, Nachhaltigkeitsdaten sowie Umweltproduktdeklarationen zur Verfügung. Michael van Houten, Vertriebsleiter DACH, Skandinavien, England und Osteuropa bei Moso Bamboo, erklärt: „Architekten, Planer, Generalunternehmer, Bauunternehmen und Verarbeiter können unsere Bambusprodukte dort nun jederzeit nachschlagen und haben alle notwendigen Zertifizierungen und Informationen auf einen Blick zur Hand. Das ist ein umfassender Service.” Zur Entwicklung der Produkte sagt er weiter: „Wir erarbeiten uns mit der Weiterentwicklung unserer Bambusprodukte eine nachweislich nachhaltige und ideale Alternative für zukunftsfähige Bauprojekte.”
Bambus als Baustoff
Bambus zählt zu den schnell wachsenden Pflanzen und kann Wachstumsraten von bis zu einem Meter pro Tag erreichen. Während der Wachstumsphase nimmt das Material große Mengen CO₂ auf. Moso gibt an, dass die Bambusprodukte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg CO₂-neutral sein können.
Durch selektive Ernte von rund 25 % der Stämme pro Jahr bleibt der Bambusbestand erhalten, während der Wald gleichzeitig weiterwächst. Aufgrund seiner technischen Eigenschaften wird Bambus für zahlreiche Anwendungen im Bau eingesetzt, darunter Fassaden, Terrassen, Parkett, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Möbel- und Konstruktionselemente.
Weitere Informationen können per E-Mail an Moso angefordert werden.
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