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Techem stellt aktuellen Hitze-Atlas Deutschland vor

(22.06.2026) Hohe Temperaturen prägen derzeit den Alltag. Europa gilt insgesamt als der Kontinent, der sich weltweit durch den Klimawandel am schnellsten erwärmt – mit spürbaren Folgen auch für Deutschland. Der neue Techem Hitzeatlas Deutschland macht diese Entwicklung auf Stadt- und Bundesland-Ebene sichtbar.

Der Hitze-Atlas Deutschland macht die Entwicklung auf Stadt- und Bundesland-Ebene sichtbar und zeigt, welche Regionen aktuell besonders stark von Hitze betroffen sind und wo die Temperaturen in den vergangenen Jahrzehnten am deutlichsten gestiegen sind. (Bildquelle: Techem) 

Hervorgehoben werden Regionen, die aktuell besonders stark von Hitze betroffen sind und wo die Temperaturen in den vergangenen Jahrzehnten am deutlichsten gestiegen sind. Grundlage der Auswertung sind Kühlgradtage (Cooling Degree Days). Diese geben an, wie häufig und intensiv hohe Temperaturen zu Kühlbedarf führen.

Geografische Konzentration 2025 

Viele der heißesten Städte 2025 liegen im Südwesten Deutschlands, wie in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Top 10 der Städte und Landkreise 

  1. Speyer, Rheinland-Pfalz
  2. Heidelberg, Baden-Württemberg
  3. Germersheim, Rheinland-Pfalz
  4. Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz
  5. Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz
  6. Mannheim, Baden-Württemberg
  7. Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
  8. Frankfurt am Main, Hessen
  9. Groß-Gerau, Hessen
  10. Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz

Bundesländer mit insgesamt hoher Hitzebelastung

Vor allem der Südwesten Deutschlands wies die höchste Hitzebelastung auf. Das Saarland lag 2025 mit rund 44 Kühlgradtagen an der Spitze, gefolgt von Rheinland-Pfalz (38) und Baden-Württemberg (29). Hessen belegte mit rund 26 Kühlgradtagen ebenfalls einen Platz im oberen Bereich. Der bundesweite Durchschnitt lag bei rund 19 Kühlgradtagen. Bundesländer wie Bayern oder Sachsen-Anhalt bewegen sich in etwa auf diesem Niveau, während nördliche Regionen wie Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein deutlich darunter lagen.

Zunahme der Hitzebelastung

Während sich die aktuelle Hitzebelastung regional auf den Südwesten konzentriert, zeigt die langfristige Entwicklung ein noch breiteres Bild der Dynamik. Diese macht deutlich, wo die Hitzebelastung in den letzten 45 Jahren besonders stark zugenommen hat.

Stärkster Anstieg der Hitzebelastung (1980–2025)

  1. Speyer
  2. Heidelberg
  3. Rhein-Pfalz-Kreis
  4. Germersheim
  5. Mannheim
  6. Ludwigshafen am Rhein
  7. Frankfurt am Main
  8. Karlsruhe
  9. Rhein-Neckar-Kreis
  10. Groß-Gerau

Viele Städte, die 2025 besonders heiß waren, gehören gleichzeitig zu den Regionen mit der stärksten Hitzezunahme in den letzten 45 Jahren.  

Bundesländervergleich (1980 - 2025)

Berlin verzeichnet mit einem Anstieg von rund 55 Kühlgradtagen seit 1980 die mit Abstand stärkste Entwicklung. Es folgen Brandenburg (37) und Sachsen (32). Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland weisen deutlich steigende Werte auf. In Bayern fällt der Anstieg dagegen moderater aus. Schleswig-Holstein verzeichnet mit 4 Kühlgradtagen die vergleichsweise geringste Zunahme. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bewegen sich ebenfalls auf diesem bundesdeutschen Durchschnitts-Niveau mit ca. 18 Kühlgradtagen.

Herausforderung für Gebäude

Mit steigenden Temperaturen verändern sich auch die Anforderungen an Gebäude. Längere Hitzeperioden führen dazu, dass sich Innenräume stärker aufheizen, nachts weniger auskühlen und der thermische Komfort zunehmend unter Druck gerät. Matthias Hartmann, CEO der Techem Gruppe: „Hitze entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Herausforderung im Gebäudebetrieb. Entscheidend ist, die Auswirkungen transparent zu machen und Gebäude datenbasiert so zu steuern, dass Komfort und Effizienz auch bei steigenden Temperaturen gewährleistet bleiben.” 

Moderne Gebäudetechnologien können dazu beitragen, den Umgang mit Hitze zu verbessern. So gewinnen Wärmepumpen an Bedeutung, da sie nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Kühlung verwendet werden können. In Kombination mit Smart-Metering-Lösungen wird zudem transparent, wann und wie Energie für die Kühlung eingesetzt wird. Dynamische Stromtarife bieten zusätzliche wirtschaftliche Potenziale: Wer sein Gebäude gezielt dann kühlt, wenn Strompreise niedrig oder sogar negativ sind, kann Betriebskosten senken. Sensorbasierte Lösungen wie der Multisensor Plus von Techem erfassen Temperatur- und Raumklimadaten und ermöglichen ein gezieltes, datenbasiertes Lüftungsmanagement.

Methodik 

Für den Techem Hitze-Atlas dienen sogenannte Kühlgradtage (Cooling Degree Days, CDD) als zentraler Indikator zur Messung der Hitzebelastung. Ein Kühlgradtag liegt vor, wenn die durchschnittliche Tagestemperatur einen festgelegten Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Der Kühlbedarf eines Tages ergibt sich aus der Differenz zwischen der tatsächlichen Tagesmitteltemperatur und einer definierten Grenztemperatur.

Die zugrunde liegenden Daten entstammen der EU-AGRI4CAST Tool-box, wo ein Schwellenwert von 24 °C sowie eine Grenztemperatur von 21 °C verwendet werden. Die dort ausgewiesenen monatlichen CDD-Werte wurden laut Techem für die Analyse zu Jahressummen zusammengefasst.

Grundlage der Auswertung sind Daten auf Ebene der NUTS3-Regionen (Landkreise und kreisfreien Städte). Für die Darstellung auf Bundeslandebene berechnete Techem daraus flächengewichtete Durchschnittswerte, um die unterschiedliche Größe der Regionen angemessen zu berücksichtigen.

Die aktuelle Hitzebelastung wird anhand der CDD-Werte des Jahres 2025 abgebildet. Um langfristige Entwicklungen seit 1980 sichtbar zu machen und kurzfristige Schwankungen zu reduzieren, wurden die Daten zusätzlich über gleitende Dreijahresmittel geglättet.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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