Citel führt Testkampagne zum Überspannungsschutz unter realen Bedingungen durch
(01.09.2026) Der Überspannungsschutz-Hersteller Citel hat in seinem Forschungslabor in Reims eine umfangreiche Testreihe mit Ableitern verschiedener Hersteller durchgeführt.
In der Praxis unterschreiten die Abstände zwischen Überspannungsschutzgeräten vor allem in älteren Bestandsimmobilien häufig die in den IEC-Normen vorgesehenen Mindestwerte. Zudem treffen oft bereits installierte Altgeräte auf nachgerüstete aktuelle Modelle. In einer fünfwöchigen Testkampagne untersuchte Citel, ob die Schutzfunktion unter diesen Bedingungen zuverlässig erhalten bleibt.
Datenlücken schließen
„Mit unseren Tests wollen wir die Lücke schließen und Planern und Systemintegratoren experimentell validierte Erkenntnisse und datenbasierte Schlussfolgerungen für praxisorientierte Entscheidungen zur Verfügung stellen”, erläutert Citels Marketingleiter Lars Strzeletz. Im Hochstromprüflabor in Reims analysierte das Unternehmen dazu das Verhalten von Überspannungsschutzgeräten bei sehr geringem räumlichen Abstand sowie bei der Kombination älterer und aktueller Geräte unterschiedlicher Hersteller und Bauarten.
In einem ersten Schritt prüften die Ingenieure unter besonders kritischen Bedingungen, ob die Koordination zwischen vor- und nachgeschalteter Schutzstufe auch dann funktioniert, wenn die Leitungslänge so kurz ist, dass praktisch keine Impedanz mehr wirkt. Anschließend untersuchten sie, wie sich Geräte unterschiedlicher Hersteller unter diesen Bedingungen gegenseitig beeinflussen und welche Wechselwirkungen bei Planung und Nachrüstung zu beachten sind.
Ergebnisse für die Praxis
Das Fazit: Bei der Kombination von Produkten unterschiedlicher Hersteller sollten stets die gemessenen Geräteeigenschaften und tatsächlichen Energieableitfähigkeiten zugrunde gelegt werden, nicht theoretische Annahmen. Ausführliche Hinweise zum Verhalten von Schutzsystemen unter realen räumlichen Bedingungen sowie Empfehlungen für Installationen mit unterschrittenem Trennabstand hat Citel in einem eigenen Leitfaden zusammengefasst.
Ein mit gasgefüllten Funkenstrecken ausgestatteter VG-Ableiter von Citel an der primären Schutzposition schütze dagegen auch dann vor Überspannungen, wenn die physikalische Leitungslänge zwischen den Schutzstufen minimal ist. Wer kurze Abstände erwartet, sollte die VG-Ableiter daher bevorzugt an der vorgelagerten Schutzstufe einsetzen, denn sie steuern die Energieverteilung so konsistent, dass nachgeschaltete Schutzgeräte vor kritischer Belastung bewahrt werden. Auch das hat die Testkampagne bestätigt.
Weitere Informationen können per E-Mail an Citel angefordert werden.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
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