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Böcker AK 48e montiert Holzhaus in enger Lüdinghauser Altstadt

(03.11.2026) Inmitten der historischen Altstadt von Lüdinghausen entstand ein Wohnhaus in Holzrahmenbauweise. Enge Gassen, eine schmale Baulücke und kaum vorhandene Aufstellflächen stellten besondere Anforderungen an die Montage. Bei einem dreitägigen Testeinsatz des Böcker Autokrans AK 48e konnte sich die ausführende Tischlerei & Holzbau Hüser GmbH & Co. KG von dessen Eignung für die beengten Verhältnisse vor Ort überzeugen.

Der Böcker Autokran AK 48e kam beim Bau eines Wohnhauses in Holzrahmenbauweise in der Altstadt von Lüdinghausen zum Einsatz. (Bild: Böcker) 

Autokran meistert enge Altstadtbaustelle

Inmitten der historischen Altstadt von Lüdinghausen entstand ein Wohnhaus in Holzrahmenbauweise. Enge Gassen, eine schmale Baulücke und kaum vorhandene Aufstellflächen erschwerten die Montage. Einen dreitägigen Testeinsatz des Böcker Autokrans AK 48e nutzte die ausführende Tischlerei & Holzbau Hüser GmbH & Co. KG, um die Eignung für das Projekt zu prüfen.

Flexible Abstützung nutzt wenig Platz

Bereits die Anfahrt erforderte Präzision. Der Kran musste durch die engen Altstadtgassen bis zur Baustelle gelangen und auf einer nur 3,07 m breiten Einfahrt unmittelbar neben dem Nachbargebäude positioniert werden.

Die variable Stützentechnik von Böcker ermöglichte trotz der beengten Verhältnisse eine sichere und reichweitenoptimierte Aufstellung. Die einzelnen Stützen ließen sich stufenlos ausfahren und positionieren. Teilweise standen sie auf den Zufahrten benachbarter Grundstücke oder blieben innerhalb der Fahrzeugkontur. Eine Reichweitenvorschau mit sensorischer Erfassung des Stützenausschubs unterstützte den Bediener beim Einrichten des Krans und bei der Wahl der optimalen Abstützung.

Trotz beengter Platzverhältnisse konnte das gesamte Gebäude von einem einzigen Kranstandort aus montiert werden. Hierfür sorgte neben der variablen Stützentechnik auch die Sensorüberwachung. (Bild: Böcker) 

Sensoren unterstützen beim Heben schwerer Bauteile

Zu den anspruchsvollsten Lasten zählten sieben etwa 415 mm starke Außenwände einschließlich der Giebelelemente. Sie wurden unmittelbar neben den angrenzenden Gebäuden montiert. Aufgrund ihres mehrschichtigen Aufbaus wog jedes Element rund 1,6 Tonnen. Darüber hinaus hob der Autokran sieben weitere, später sichtbare Außenwände mit einem Gewicht von jeweils 950 kg. Auch sämtliche Innenwände und fünf Deckenplatten aus Brett-Mehrlagenholz wurden mit dem AK 48e montiert. Die einzelnen Deckenplatten wogen rund 485 kg.

Für die Montage der schweren Außenwände an der Gebäuderückseite musste der Kran die 1,6 Tonnen schweren Elemente diagonal über das gesamte Grundstück bis zu 20 m weit heben. Sensoren in Mast und Stützen überwachten dabei kontinuierlich die Standsicherheit. Die Kransteuerung berücksichtigte Abstützung, Last, Ausfahrlänge und Mastposition und gab den jeweils sicheren Arbeitsbereich automatisch frei. Das komplette Gebäude ließ sich so von einem einzigen Kranstandort aus montieren. Hydrauliksystem und E-Winde mit einer Hakengeschwindigkeit von 60 m/min sorgten darüber hinaus für einen zügigen Montageablauf.

Elektrischer Kranbetrieb ohne Netzanschluss

Das Antriebskonzept des AK 48e verbindet den elektrischen Kranbetrieb mit der Mobilität eines konventionellen Trägerfahrzeugs. Während das Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor betrieben wird, erfolgen die Kranarbeiten vor Ort vollständig elektrisch und flexibel ohne Stromanschluss. Die elektrische Winde wird von einem 30-kWh-Akku versorgt. Dieser lässt sich an 230- oder 400-Volt-Anschlüssen laden. Eine Energierückgewinnung beim Absenken der Last und die hohe Akkukapazität ermöglichen den Betrieb über einen kompletten Arbeitstag ohne Nachladen.

Im Akkubetrieb sind laut Böcker mehr als acht Stunden durchschnittliche Nutzungszeit möglich. Alternativ werden bis zu 150 Hebevorgänge mit 1.000 kg Last auf 35 m angegeben. Gerade bei Bauarbeiten in dicht besiedelten Wohngebieten spielt der leise elektrische Betrieb seine Vorteile aus.

Große Reichweite bei kompakter Aufstellung

Der AK 48e hebt Nutzlasten bis 3 Tonnen, optional bis 6 Tonnen. Seine Ausfahrlänge beträgt mehr als 48 m und lässt sich optional auf 52 m erweitern. Der vollhydraulisch teleskopierbare Ausleger lässt sich per Farbfunksteuerung auch unter Last ausfahren. Bei einer Länge von 14 m kann er in horizontaler und vollständig ausgefahrener Position noch bis zu 1 Tonnen heben.

Technische Daten Böcker AK 48e

  • Kranmodell: Böcker AK 48e 
  • Antrieb Kran: Vollelektrisch
  • Akku: 30 kWh, Akkubetrieb für einen kompletten Arbeitstag
  • Lademöglichkeiten: 230 V und 400 V
  • Winde: Elektrisch mit Energierückgewinnung
  • Maximale Nutzlast: 3 Tonnen (6 Tonnen im Zweistrangbetrieb)
  • Maximal Ausfahrlänge: 49 m (52 m mit Auslegerverlängerung)

Weitere Informationen können per  angefordert werden.

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