Testeinsatz für Böcker Autokrane an der Westfalenhalle Dortmund
(23.04.2026) Bei einem Einsatz an der Westfalenhalle Dortmund wurden die neuen Böcker Autokrane AK 48 und AK 36 auf Reichweite, Mastgeometrie und Arbeitsgeschwindigkeit unter realen Baustellenbedingungen erprobt.
Schrittweise Dachsanierung der Westfalenhalle
In Kooperation mit dem Dortmunder Dachdeckermeisterbetrieb Bedachungen Sindermann unterstützten Böcker Autokrane AK 48 und AK 36 die Arbeiten an dem markanten Kuppelbau. Die Westfalenhalle wird derzeit schrittweise saniert.
Nachdem bereits 2024 eine durch einen Sturm beschädigte Teilfläche instandgesetzt worden war, steht nun die vollständige Erneuerung der Deckung des oberen Rings unterhalb der Kuppel an. Bedachungen Sindermann koordinierte die Arbeiten und nutzte die Baustelle, um die neue Krangeneration unter realen Bedingungen zu testen. Im Fokus standen Reichweite, Arbeitsgeschwindigkeit, Steuerungstechnik und Mastgeometrie.
AK 48 für Materialtransport in großer Höhe
Dank seiner geringen Aufstellfläche konnte der Autokran AK 48 direkt im beengten Betriebshof der Westfalenhalle positioniert werden. Mit einer Ausfahrlänge von über 48 m (optional 52 m), einer Nutzlast von bis zu 3 t (optional 6 t) sowie einer Hakengeschwindigkeit von 60 m/min übernahm der Kran den Materialtransport bei den Abbrucharbeiten. Abtransportiert wurden unter anderem große Mengen der alten Leistendeckung, Steinwolle sowie Teile der Holzunterkonstruktion.
Anschließend hob der AK 48 Bitumenbahnen und Kalzip-Aluminiumprofile für den neuen Dachaufbau auf eine Dachkantenhöhe von rund 20 m. Insgesamt werden im Verlauf der Sanierung etwa 5 t Leistendeckung, rund 28 t Steinwolle sowie die komplette Holzunterkonstruktion bewegt. Der neue Dachaufbau besteht aus einer Sicherheitsabdichtung, einer Dampfsperre, einer mehrlagigen Wärmedämmung und der abschließenden Kalzip-Aluminiumdeckung.
Neue Mastgeometrie im Praxiseinsatz
Genutzt wurde auch die neue Mastgeometrie des AK 48. Funktionen wie die Turmdrehkranstellung, die senkrechte Mastaufrichtung sowie das 180° gestreckte Auslegergelenk ermöglichten Materialtransporte dicht an der Fassade und weit auf das Dach hinaus. Das Mastprofil aus hochfestem Feinkornstahl sorgt dabei für eine hohe Seitenstabilität bei schweren Lasten.
AK 36 mit Personenkorb für Inspektionsarbeiten
Parallel dazu verwendete der Betrieb den besonders kompakten Autokran AK 36 mit einem Personenkorb PK 250 an einer benachbarten Halle. In Arbeitshöhen zwischen 17 m und 20 m wurden die Dachrandverkleidung sowie das großflächige Hallenlogo inspiziert. Der AK 36 wurde mit Autonivellierung und Reichweitenvorschau aufgebaut und konnte flexibel zur Arbeitsbühne umgerüstet werden, sodass auf aufwendige Gerüstkonstruktionen verzichtet werden konnte.
Der Testeinsatz zeigte, wie moderne Krantechnik und handwerkliche Ausführung bei der Sanierung eines großformatigen Bestandsbaus kombiniert werden können.
Weitere Informationen können per E-Mail an Böcker Maschinenwerke GmbH angefordert werden.
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